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Dresden hat bereits sieben Kitas in Systembauweise fertig

Kind auf Trampolin (c) Jasminka Becker / pixelio.de

„Der Titel geburtenreichste Stadt ist Anerkennung und Verpflichtung zugleich. Anerkennung dafür, dass es sich in unserer Stadt Leben lässt und Verpflichtung, Familien die Rahmenbedingungen zu geben, die sie brauchen. Eine bedarfsgerechte Zahl von Plätzen in der Kindertagesbetreuung ist hier unabdingbar.“ Kitas in Systembauweise sollen helfen, den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsbetreuungsplatz umzusetzen.

„Die Landeshauptstadt arbeitet seit dem Beschluss des Bundestages im September 2008 mit Nachdruck daran, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab Vollendung des ersten Lebensjahres zum 1. August 2013 zu erfüllen“, so Bürgermeister Martin Seidel heute in der Kindertageseinrichtung Weidentalstraße 6. Allein bis Anfang Mai 2013 konnten 920 zusätzliche Betreuungsplätze angeboten werden. Um den Rechtsanspruch auch über den 1. August 2013 zu erfüllen, folgen in diesem Jahr 13 weitere Kindertageseinrichtungen mit nochmals insgesamt 1888 Plätzen, drei davon noch im Mai. Weitere Einrichtungen eröffnen im Juni, Juli und August.

Am Donnerstag, 2. Mai 2013 ist mit der Kindertageseinrichtung Weidentalstraße 6 die siebente mobile Raumeinheit (MRE) des diesjährigen Dresdner Kita-Ausbauprogramms in Betrieb gegangen.

Die Arbeiten begannen am 1. August 2012 mit dem ersten Baggerschlag von Bürgermeister Seidel. Danach folgten Baufeldfreimachung, Abriss, Erschließung und Bodenaustausch. Im Dezember ist die Bodenplatte gesetzt worden. Der eigentliche Hausbau begann Anfang Januar. Die mobile Raumeinheit wurde auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen städtischen Grundstück an der Ecke Weidental-/Chamissostraße in Cotta errichtet. Das Haus hat eine Grundfläche von etwa 685 Quadratmetern und erstreckt sich über zwei Etagen. Es handelt sich um eine ökologische Holzständerbauweise mit einer hohen Wärme- und Schalldämmung. Die Landeshauptstadt Dresden mietet das Gebäude für rund 17 000 Euro pro Monat für zunächst zehn Jahre. Etwa 555 000 Euro wurden in den Abriss, die Baufeldfreimachung, die Erschließung, die Außenanlagen inkl. Zaun und die Ausstattung investiert.

Hersteller der Kitas in Systembauweise ist die sächsische Firma Holzbau Moser. Insgesamt sieben der 15 in Dresden derzeit zu errichtenden mobilen Raumeinheiten werden von dieser Firma produziert und aufgebaut. Ein baugleicher Zwilling entsteht am Leutewitzer Ring, weitere ähnliche Bauten (gleiche Bauart, nur rechteckig) in der Fabricestraße 7, der Leutewitzer Straße 19a, der Wintergartenstraße, der Bramschstraße und der Merseburger Straße 9.

In der Kita Weidentalstraße 6 gibt es insgesamt 128 Betreuungsplätze, 45 für Krippenkinder und 83 für Kindergartenkinder. Drei Kindergartenplätze sind Integrationsplätze. Seit der Inbetriebnahme am 2. Mai ist die Einrichtung mit 23 Kindergarten- und 13 Kindergartenkindern belegt. Die Aufnahme der Kinder erfolgt mit zeitlich gestaffelten Eingewöhnungsphasen, jeden Monat kommen 15 bis 27 Kinder hinzu. Alle Krippenplätze werden bis Oktober belegt sein, Anmeldungen für Kindergartenkinder sind, auch für alle anderen neu eröffneten Kindertageseinrichtungen, möglich.

Die Kita arbeitet nach einem offenen Konzept. Das heißt, die Kindergarten- wie auch die Krippenbereiche sind durch Themenräume gestaltet. Die Arbeit im gesamten Haus orientiert sich an gemeinsam erarbeiteten Standards. Dadurch wird den Kindern insbesondere der Übergang von der Krippe zum Kindergarten erleichtert. Gegessen wird in von den Gruppenräumen getrennten Speisebereichen für alle Kinder (Krippe/Kiga). Gelebt wird eine bewusst hohe Partizipation der Mädchen und Jungen im Alltag, zum Beispiel in der Essensituation (Schüsselservice, selbstständiges Zusammenstellen und Auftun der Speisen). In klaren Strukturen wird den Kindern früh ermöglicht, ihre eigenen Themen zu verfolgen, Situationen und Übergänge werden fließend gestaltet und richten sich nach den Bedürfnissen der Kinder. Alle Kinder kommen aus einem sehr weitläufigen Einzugsgebiet vom äußeren Norden Dresden (Pieschen, Leipziger Vorstadt, Neustadt) über die östlicher gelegene Friedrichstadt und Altstadt bis Plauen und Südvorstadt. Bis zu 20 Prozent der Familien der Mädchen und Jungen, welche die Einrichtung besuchen, haben einen Migrationshintergrund, wobei Kinder aus Asylbewerberheimen eine Besonderheit der Einrichtung darstellen – für die Kinder ist dies insbesondere eine Chance für ein facettenreiches Erleben anderer Kulturen.

Zusammenfassung Baugeschehen/Platzerweiterungen 2013

KindertageseinrichtungPlätzeInbetriebnahmetermin
Wiener Straße 47240Juli
Marienallee 12310Juni
Hauptstraße 4134September
MRE Wintergartenstraße1291. Juli
MRE Merseburger Straße 91291. Juli
MRE Braunsdorfer/Bramschstraße1291. Juli
MRE Geisingstraße 25132In Betrieb
Passauer Straße 17117Juni
Neukircher Straße 20146In Betrieb
Waldparkstraße72August
MRE Leutewitzer Ring 137a12915. Mai
MRE Leutewitzer Straße 19a12915. Mai
MRE Fabricestraße 712913. Mai
MRE Rudolf-Bergander-Ring 34114In Betrieb
MRE Weidentalstraße 6128In Betrieb
MRE Vetschauer Straße 39133In Betrieb
MRE Finsterwalder Straße 2aAuslagerungs-objektIn Betrieb
MRE Heinrich-Mann-Straße 34135In Betrieb
MRE Heinrich-Mann-Straße 321351. August
MRE Jessener Straße 40132In Betrieb
Nöthnitzer Straße 40 h106Juli

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