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Bestattung: Auch der Tod geht mit der Zeit

Natur | Steingesicht (c) Dietmar Böhmer / pixelio.de

Geht es aus unterschiedlichsten Gründen auf das Lebensende zu gibt es immer noch viel zu beachten. Im wesentlichen sind 3 Parteien an der Vorbereitung und Durchführung des letzten Gangs beteiligt. Es betrifft im übergroßen Maß den Sterbenden selbst, die nächsten Angehörigen und den Bestatter ihres Vertrauens. Ob und wie man seine eigene Bestattung vorbereiten kann, ist abhängig vom Zustand des Betroffenen, dem vorhandenen letzten Willen (Betreuungsvollmacht, Testament), seinem Geldbeutel und der verbleibenden Zeit.

Der letzte Wille

Der Tod und seine vielen Gesichter sind in unserer modernen Gesellschaft kein Tabuthema mehr. Es wird offen über das Sterben berichtet und diskutiert. Die Geschichten von schwerstkranken und ihre Angehörigen erreichen uns heute über die Medien und das Internet. Palliativmedizin, Traueregleitung und Trauerkultur sind längst nicht mehr nur leere Worte sondern haben einen Weg in unser Leben gefunden. In unserer Zeit ist auch das Gespräch über Sterbehilfe schon längst kein Tabu mehr. Jeder hat schon mal was davon gehört, gesehen oder gelesen. Menschen sterben nicht nur nach einem langen und erfüllten Leben sondern auch plötzlich, kurzfristig oder vorzeitig nach schwerer Krankheit bzw. einem Unfall. Und es gibt Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen auch sterben wollen. Unzählige Bücher, Ratgeber und Checklisten erklären, was im Todesfall zu tun ist, wie man seine Trauer bewältigen kann und wohin man sich nach dem Verlust eines Angehörigen wenden kann.

Ist die eigene Beerdigung planbar?

Trotzdem wagen es die wenigsten ihre eigene Bestattung vorzubereiten. Dabei muss man ähnlich wie bei der Gesundheits- und Vermögensvorsorge lediglich einen Bestatter seines Vertrauens finden und die Sache angehen. Bestatter sind nämlich nicht nur im Todesfall der richtige Ansprechpartner für Fragen zu Erde, Feuer oder Wasser. Und mal ehrlich: Ist es denn wirklich so abwegig sich schon zu Zeiten der besten Gesundheit mit seinem letzten Willen und Ruheplatz zu beschäftigen? Scheinbar ja, denn die Deutschen sind im Guten wie im Schlechten eher Vorsorgemuffel. Während andere Kulturen und Glaubensrichtungen viele grundlegende Entscheidungen schon in einem Glaubensbuch oder traditionellen Ritualen regeln, fällt es Menschen, die sich einzig und allein nur an ihrem Geldbeutel orientieren (müssen) oft schwer sich festzulegen. Zu groß ist die Unsicherheit nicht das Richtige zu tun, was zu verpassen oder die Kontrolle scheinbar abzugeben. Das Lebensmotto mein Pferd, mein Haus, mein Auto kann man bei einem Teil der Deutschen auch auf Beerdigungen übertragen.

Keine Angst vor Fehlern

Ist das geliebte Kind unheilbar erkrankt, wendet man alle Kraft auf die letzten Monate, Tage und Stunden miteinander zu verbringen. Die Frage nach der Gestaltung des Grabes, der Trauerrede oder der Bestattungsart tritt in den Hintergrund und wird auf später vertagt. Erwachsene, die wissen, dass sie über kurz oder lang sterben werden, arrangieren sich dagegen oft mit dem was kommt und finden einen Weg sich darauf vorzubereiten. Einige von ihnen nehmen auf dem Regiestuhl Platz und „inszenieren“ ihren letzten Gang „penibel“ wie die Uraufführung einer Operette. Die Frage nach Urne oder Sarg, Grabstätte oder Friedwald, Feuer- oder Erdbestattung nehmen sie persönlich in die Hand und fügen alles zu einem für sie stimmigen Bild zusammen. Die größte Angst, nämlich die einen Fehler zu machen, sollten sie am Besten zu Lebzeiten ablegen. Allgemeine Informationen findet man problemlos im Internet. Man kann sich Bestatterwebseiten anschauen, in Bestattershops, wie z.b. hier, die neuesten Trends anschauen und natürlich auch wirkliche individuelle Hilfe anfordern. Vollmachten werden ausgefüllt und Sterbegeldversicherungen sorgen für ein kleines finanzielles Polster, was den nötigen Spielraum verschaffen kann.

Kompetente Hilfe finden

Bestatter und Bestattungsunternehmen gibt es natürlich jede Menge. Es gibt sowohl einen Bundesverband der Deutscher Bestatter e.V. als auch einen Berufsverband für selbstständige und angestellte Bestatter in Deutschland. Beide bieten wichtige und nützliche Informationen rund um das Thema Bestattung. Bestattungsfachkraft ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Nach einer erfolgreichen Ausbildung kann man sich zum Meister weiterqualifizieren. Gespräche mit Bestattern darf man natürlich auch führen, wenn man gar keinen Todesfall hat. Diese Gelegenheit sollte man unter Umständen schon zu Lebzeiten nutzen, um sich über Angebote und Vorsorgemöglichkeiten zu informieren. Eine weitere Chance den richtigen Bestatter zu finden, sind Empfehlungen von Verwandten und Freunden anzunehmen. Hat man allerdings noch nie eine derartige Empfehlung benötigt, steht vielleicht kurzfristig auch keine bereit. Informieren sie sich bei der örtlichen Handwerkskammer und als betreuter Mitarbeiter können sie ihre Fragen an den Familienservice der Familienfreund KG stellen.

Was kann man alles planen?

Will man sich schon zu Zeiten bester Gesundheit mit (s)einer Bestattung beschäftigen, muss man beachten, dass natürlich wie alles andere in Deutschland auch eine Bestattung entsprechend gesetzlich geregelt ist. Bestandteil des Bestattungsgesetzes ist z.b. der Friedhofszwang. Er besagt, dass nur auf bestimmten Böden eine letzte Ruhestätte liegen darf. Dagegen ist es in der USA ohne weiteres möglich die Asche eines Verstorbenen auf dem Kaminsims aufzubewahren. In Deutschland kam in den letzten Jahren zur klassischen Friedhofsbestattung lediglich die Natur- oder Baumbestattung dazu. Auch die Grabgestaltung unterliegt den Regelungen des Friedhofsrechts. In jedem Bundesland gibt es entsprechende Ländergesetze und Verordnungen. Weitere Fragen, die sie im Grunde vorab klären sollten:

  1. Wo wollen sie beerdigt werden?
  2. Wie wollen sie beerdigt werden? (Aufbahrung, Erd- oder Urnenbestattung)
  3. Welche weiteren Dinge sind für sie und ihre Beerdigung wichtig und sollten dazugehören?

Die Bestattungen wandeln sich wie das Leben der Menschen. Sie soll vor allem der Persönlichkeit des Betroffenen entsprechen – im besten Fall ihrer eigenen. Sicher hängt vieles vom Geldbeutel ab und ist vom Gedanken geprägt, dass man anderen nicht auf der Tasche liegen möchte, und trotzdem bietet das Planen der eigenen Bestattung auf jeden Fall die größtmögliche Freiheit.

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