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Experteninterview zum Thema „Job – Bewerbersuche im Netz“

Internet, eMail, Newsletter (c) geralt / pixabay.de

Trotz des Überflußes an Stellen fällt es Bewerbern immer noch schwer den richtigen Job zu ergattern. Der Stellenwert der Online-Jobsuche nimmt seit Jahrer zu. Jobportale, Coaches und Weiterbildungsträger stehen Gewehr bei Fuß und bieten allerlei Beratung und Hilfestellung für Jobsuchende. Im Expertenchat vom 7.11.2013 gab es folgende Fragen der Teilnehmer und Antworten der Experten.

Interview mit Carsten Franke Sprecher der Stellenbörse JobStairs, und Sandra Hoffmann, Leiterin des Bereichs Personalmarketing und Personalentwicklung einschließlich des Ausbildungsbereichs der Bertrandt AG, Ehningen.

  1. Warum wird die Jobsuche über das Internet immer wichtiger für Bewerber?
    Carsten Franke: Wir haben uns bei den 57 Partnerunternehmen von JobStairs umgehört und erfahren: Die direkte Suche nach Bewerbern, das sogenannte Active Sourcing, gewinnt nach Auffassung von 95 Prozent der Befragten an Bedeutung. Mehr als drei Viertel (81 Prozent) der Personalverantwortlichen gaben an, dass sie potenzielle neue Mitarbeiter im Internet ansprechen. Viele Top-Unternehmen haben für dieses Aufgabengebiet bereits eigene Teams gebildet, die auf Kandidatensuche sind.
  1. Was sollten sie dabei beachten, um künftigen Arbeitgebern aufzufallen?
    Carsten Franke: Ein Profil in Business-Portalen ist für die Jobsuche sehr hilfreich, da viele Unternehmen in diesen Portalen potenzielle Kandidaten gezielt ansprechen. Bei www.jobstairs.de haben Bewerber die Möglichkeit, ihr Profil mithilfe des Stellengesuchs direkt den Partnerunternehmen zur Verfügung zu stellen. Dazu füllen sie das Online-Formular aus und laden ihre Unterlagen (Zeugnisse etc.) hoch. Bei der Profilerstellung sollte man genauso sorgfältig vorgehen wie bei einer Bewerbung.
  2. Wie erreicht man es, dass der aktuelle Arbeitgeber nicht aufmerksam wird, weil er etwa den Namen wiedererkennt? Carsten Franke: Bei JobStairs haben Bewerber die Möglichkeit, genau zu bestimmen, welche Unternehmen ihr Profil oder Stellengesuch einsehen können und welche nicht. Zusätzlich können sie ihrProfil anonymisieren, so dass persönliche Daten nur nach einer Freischaltung angezeigt werden.
  3. Schüler, die einen Ausbildungsplatz suchen, sollten sicher anders vorgehen als Jobsuchende, die die 40 bereits überschritten haben. Was raten Sie?
    Carsten Franke: Jeder sollte die Services annehmen, die für ihn passend sind und entsprechend seinem Alter vorgehen. Schüler finden etwa einen AusbildungsCheck unter www.jobstairs.de/ausbildungscheck . Dort können sie erfahren, welcher Ausbildungsberuf am besten zu ihnen passt und welche Unternehmen Ausbildungsplätze für diesen Beruf, anbieten. Den Älteren empfehle ich eine Mischung zwischen suchen und gefunden werden. Sie sollten aktiv nach passenden Positionen suchen und sich darauf bewerben. Zusätzlich sollten sie ihr Profil in den entsprechenden Portalen den Unternehmen zur Verfügung stellen. Bei JobStairs, kann man sich zum Beispiel eine JobMail einrichten, um so immer über passende neue Stellen informiert zu sein.
  4. Immer mehr Unternehmen erwarten Online-Bewerbungen statt der klassischen auf Papier. Welche Tipps geben Sie dazu?
    Carsten Franke: Wenn das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt, die Möglichkeit einer Online-Bewerbung mittels eines Online-Formulars bietet, dann sollte diese Möglichkeit genutzt werden. Dies erleichtert die Bearbeitung der Bewerbung für das Unternehmen. Wenn das Unternehmen Bewerbungen per E-Mail akzeptiert, dann empfehle ich diesen Weg. Das Dateiformat PDF ist für die Anhänge am besten geeignet. Dabei können auch alle Anhänge in einer Datei zusammengefasst werden.
  5. Worauf achten Personalexperten, wenn sie in einem Portal online nach Bewerbern suchen? Wie schaffen Bewerber es, ihre Qualifikationen in ein möglichst gutes Licht zu rücken?
    Sandra Hoffmann: Ein gutes Online-Profil besteht aus einem Lebenslauf, der durch die Aufgaben ergänzt wird, die man bei den einzelnen Stationen erfüllt hat. Dann kann sich der Leser schnell ein Bild von den Erfahrungen des Bewerbers machen. Um wichtige Erfahrungen hervorzuheben, ist es möglich, einzelne Wörter in gefetteter Schrift hervorzuheben. Das fällt dann schnell ins Auge.
  6. Wie kann man die sozialen Netzwerke nutzen, um einen Job zu finden? Viele Menschen haben sich bei Xing und Facebook registriert.
    Sandra Hoffmann: Die sozialen Netzwerke kann man sehr gut nutzen, um verschiedene Firmen besser kennenzulernen. Dafür ist es in Xing möglich, die Unternehmensnachrichten zu abonnieren oder Fan von verschiedenen Firmen zu werden. Bertrandt und viele andere Firmen posten zahlreiche Informationen rund um den potenziellen neuen Arbeitgeber. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich die ausgeschriebenen Stellen in diesen Portalen anzuschauen.
  7. Ist es parallel ratsam für Bewerber, sich bei Karrieremessen oder vergleichbaren Veranstaltungen interessanten Firmen vorzustellen?
    Sandra Hoffmann: Ja, der persönliche Eindruck ist wichtig. Dafür sind Karrieremessen gut geeignet. Aber eher, damit die Bewerber einen Eindruck von den Firmen bekommen. Selten ist der Fall, dass genau der Fachvorgesetzte am Stand ist, der die passende Stelle ausgeschrieben hat. Man sollte auf jeden Fall versuchen, seiner Bewerbungsunterlage eine persönliche Note zu geben. Dann kann sich der Leser schon ein Bild davon machen, ob man ein geeigneter Kandidat ist.
  8. Nicht jeder Lebenslauf ist gradlinig. Wie sollte man im Bewerbungsgespräch beispielsweise erklären, dass das letzte Arbeitsverhältnis in der Probezeit beendet wurde.
    Sandra Hoffmann: Ich rate in einem solchen Fall, offen darzustellen, wie es war. Es kann jedem passieren, dass man in der Probezeit merkt, dass Mitarbeiter und Firma nicht passen und man sich trennt. Dafür gibt es eine Probezeit. Damit dies aber nicht wieder geschieht, sollten Bewerber dem neuen Arbeitgeber sagen, woran es lag. Auf dieser Basis kann man gemeinsam abschätzen, ob die neue Stelle passt.
  9. Was sind absolute „No Gos“ für Sie – bei Profilen im Internet oder auch bei Bewerbungen?
    Sandra Hoffmann: „No Gos“ sind für mich: schlampige Unterlagen, unmotiviertes Anschreiben, Rechtschreibfehler, unbegründete Lücken im Lebenslauf.

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