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Ernährungsmythos: Beziehungen machen dick

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Wer in einer glücklichen Partnerschaft ist, neigt eher zum Dickwerden als Singles, zeigt eine Studie des Max-Weber-Instituts für Soziologie der Universität Heidelberg. Im Zusammenleben nähern sich die Ess- und Trinkgewohnheiten der Partner an. Davon profitiert in der Regel der Mann. Bei der Frau können sich so überflüssige Pfunde ansammeln. Das Ratgeberportal ellviva.de berichtet:

Figur: Partnerschaft spielt eine Rolle

In der Lebensgemeinschaft kann sich das geschlechterspezifische Ernährungsverhalten ändern. So essen Frauen, die mit einem Mann zusammen leben, mehr fett- und zuckerreiche Lebensmittel und neigen zum Zunehmen. Single-Frauen ernähren sich offensichtlich gesünder und kalorienärmer und sind deshalb schlanker. Das Statistische Bundesamt sagt, dass Junggesellinnen besonders dünn bleiben und verheiratete Männer am dicksten werden. Heiraten macht also nicht nur glücklich, sondern auch mollig. 44 Prozent der verheirateten Frauen haben Übergewicht, aber nur 23 Prozent der weiblichen Singles. Auch bei den Männern ist es nicht besser. Während 38 Prozent der Junggesellen zu schwer sind, sind 66 Prozent der Ehemänner übergewichtig.

Liebeskummer wirkt sich ebenfalls auf das Gewicht aus. Kriselt es in Partnerschaften, nehmen die Betroffenen oft ab. Laut der Studie der Uni Heidelberg lässt sich das Abnehmen, neben psychosomatischen Auswirkungen, auch als eine Vorbereitung auf den Partnermarkt interpretieren. Wer damit rechnet, bald wieder auf Partnersuche gehen zu müssen, bemüht sich stärker um seine Attraktivität.

Frauen ernähren sich ausgewogener

Ein Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. zeigt: Frauen essen im Durchschnitt deutlich mehr Obst und Gemüse als Männer. Männer verzehren dagegen mehr Fleisch und Wurst und trinken häufiger alkoholische Getränke. Soziologen erklären sich die Unterschiede mit dem immer noch tief verwurzelten Rollenverhalten. Über die Ernährung definieren Männer und Frauen ihre Geschlechterrolle. Während beispielsweise Fleisch als Sinnbild für männliche Kraft und Dominanz gilt, symbolisieren Gemüse und Obst eher weibliche Gesundheits- und Wohlfühlaspekte. Dafür sind Frauen die größeren Frustesser. Bei akutem Frust werden die guten Ernährungsvorsätze konsequent über Bord geworfen. Je fetter und süßer, desto besser, lautet dann die Devise. 40 Prozent der befragten Frauen schlagen bei Problemen so richtig zu, bei den Männern sind es nur halb so viele.

Essverhalten: Frauen haben mehr Einfluss

Frauen beeinflussen die Ernährungsgewohnheiten in einer Beziehung meist stärker und nachhaltiger als Männer. Das Zusammenleben mit einer Frau wirkt sich oft positiv auf das Ernährungsverhalten der Männer aus. Sie essen weniger Fett und Zucker – dafür aber mehr Gemüse. Das hängt, laut einer Untersuchung der Universität Gießen, damit zusammen, dass die Nahrungsvor- und -zubereitung in Partnerschaften immer noch vorwiegend zu den Aufgaben der Frau gehört, selbst wenn sie erwerbstätig ist. So zeigte eine 3-Generationen-Studie zum Essalltag von Familien, dass sich die geschlechtsspezifische Rollenaufteilung nur wenig verändert hat. Väter und Söhne stehen auch heute noch viel seltener am Herd als Mütter und Töchter. Gute Voraussetzungen, um Männer gelegentlich, anstelle einer Tiefkühlpizza, einen frisch zubereiteten Salat zu servieren. Der Artikel „Gesund ernähren leicht gemacht“ verrät ellviva unter http://www.ellviva.de/Gesundheit/gesund-ernaehren-Ernaehrung.html , wie eine gesunde Ernährungsweise die Lebensqualität steigert und nebenbei ein paar Pfunde purzeln können. Nina Brauroth und Sven-David Müller, MSc., Chefredakteur, für die Ellviva-Redaktion.

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