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Chemo und OP – multimodale Therapieformen verbessern die Heilungschancen bei Darmkrebs mit Lebermetastasen

Witzigmann_Baeßler.JPG (c) khdf.de

Lebermetastasen – der Befund löst oft Bestürzung aus. Dass die Heilung von Krebs trotz Tochtergeschwüren möglich ist, hat der amerikanische Radsportler Lance Armstrong bewiesen. Bei ihm hatte der Krebs Metastasen gebildet. Durch eine multimodale Therapie, kombiniert aus Chemotherapie und einer Operation, konnte er geheilt werden. Von diesem Therapiekonzept profitierte auch Peter Baeßler am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt. Er ist heute tumorfrei.

Als Peter Baeßler im September 2011 zum ersten Mal ins Klinikum kam, stand die Diagnose Enddarmkrebs und fortgeschrittene Lebermetastasen. „Der Tumor hatte sich bereits ausgebreitet. Die Heilungschancen waren zu diesem Zeitpunkt nicht sehr hoch“, erklärt Prof.

Dr. Helmut Witzigmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt. Doch der 65-jährige ehemalige Industrieschlosser hatte einen eisernen Willen: „Da musst du durch!“ Gemeinsam entschied sich das behandelnde Ärzteteam aus Chirurgen und Onkologen zu einer multimodalen Therapie aus Chemotherapie und Operation. „Die Kombination der Verfahren erhöht im fortgeschrittenen Stadium die Chancen den Tumor und die Lebermetasten komplett zu entfernen“, informiert Dr. Sigmar Stelzner, behandelnder Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Friedrichstadt.

Chemo und OP verbessern gemeinsam die Heilungschancen

Nach einer ersten Chemotherapie im Herbst 2011 hatten sich die Tumoren an der Leber und am Enddarm bereits verkleinert. Die Prognose für einen erfolgreichen operativen Eingriff war vielversprechend. Ende Oktober 2011 wurden in einer Leberoperation die Metastasen entfernt. Die Besonderheit dieser OP: Sie wurde mit zwei Eingriffen im Abstand von einer Woche durchgeführt. Durch dieses Verfahren konnte sich die Leberfunktion erholen. Anschließend wurde die Chemotherapie ambulant fortgesetzt. Der operative Eingriff zur Entfernung des Darmkrebses, den ursprünglichen Tumor, erfolgte im Februar 2012. Heute ist der Schwarzenberger Peter Baeßler tumorfrei und freut sich auf seine Frau und den 28-jährigen Nymphensittich. Für das kommende Jahr plant er bereits eine Reise nach Island.

„Lebermetastasen bei Patienten mit einem Darmkrebs können heute durch Fortschritte in der Chirurgie und Chemotherapie bei vielen Patienten entfernt werden. Dies bedeutet eine verbesserte Prognose für diese Patienten. Wie auch bei anderen Krebsarten wird die Behandlung immer differenzierter und erfordert eine enge Zusammenarbeit von internistischen Onkologen und spezialisierten Chirurgen und somit eine intelligente Verbindung moderner Therapiemöglichkeiten“, sagt Prof. Witzigmann, als Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums am Friedrichstädter Klinikum.

für weitere informationen:

darmkrebszentrum am krankenhaus dresden-friedrichstadt

klinik für allgemein- und viszeralchirurgie

prof. dr. med. helmut witzigmann

chefarzt

tel.: 0351 480-1140

e-mail: witzigmann-he@khdf.de

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