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Chiffre „Neues Glück“ – Liebesfiebel downloaden

Männergesicht (c) Salih Ucar / pixelio.de

„Wer suchet, der findet nicht“, dachte sich der 39-jährige Klaus aus Leipzig und lebte mehrere Jahre alleine, reiste und arbeitete viel. Der Einsamkeit überdrüssig, durchstöberte er Kontaktanzeigen und fand „Sie“: Die „sanfte und zierliche Susanne, Ende 30, Mutter einer vierzehnjährigen Tochter.“ Aber: „Antworten nur per Chiffre – Kennwort ‚Neues Glück’“. Der gebürtige Karlsruher und die Leipziger Heilpraktikerin schrieben sich zunächst lange Briefe bis sie sich das erste Mal trafen. „Ich wusste sofort: Das ist der Richtige. Ein verständnisvoller, eigenständiger und sehr verantwortungsvoller Mann“, erinnert sich Susanne heute. Ein halbes Jahr später folgte die Hochzeit und nur ein Jahr später bekam die damals 40-Jährige Leipzigerin ihr zweites Kind.

Ein Lächeln zur richtigen Zeit

Der Vorteil von Klaus und Susanne: Bevor sie sich kennenlernten, hatten sie viel Zeit damit verbracht, ihre eigenen Bedürfnisse und auch Fehler zu erforschen – beide wussten genau, was sie wollten. Die 43-jährige Ärztin Christina aus Dresden wusste zwar nicht genau, was sie suchte, aber genau, was ihr nach achtjähriger Ehe fehlte: Sex und Zärtlichkeit. Auf einer „Sex-andthe-City“-Party im Dresdner Atrium lernte sie den 27-Jährigen Studenten Mario kennen. Seinem erfrischenden Lächeln konnte sie nicht widerstehen.

Nach dem Motto „ein natürliches Lächeln zur richtigen Zeit“ lernen viele Menschen neue Partner kennen, vorausgesetzt, sie sind spontan und mutig genug ihren „Neuen“ auch anzusprechen – wie Christina. Allerdings: Wenn die Beziehung länger dauern soll, darf sie sich nicht nur um „das Eine“ drehen: „Wenn es in der Partnerschaft nur um Sex geht, wird sie sinnentleert, trocknet aus. Ein gutes Sexualleben ist zwar wichtig, spielt in dauerhaften Partnerschaften aber eher eine sekundäre Rolle.“, kommentiert die Dresdner Psychologin Dr. Andrea Keller.

Internet-Singlebörsen boomen

In wirtschaftlich schlechten Zeiten sieht es allerdings mit „Gelegenheit schafft Liebe“ eher schlecht aus. Vielen Menschen fehlt die Zeit – und das Geld zum Ausgehen für eine aktive Partnersuche. Kontaktanzeigen und Internet-Börsen sind dafür besser geeignet. Für 41 Prozent der deutschen Internet-Nutzer kommt die Online-Partnersuche durchaus in Frage, stellten die Meinungsforscher von EMNID in einer Umfrage fest – und die Geschlechter sind sich nahezu einig. Für immerhin 46 Prozent steht aber fest, dass für die Fahndung nach dem Glück das Internet nicht in Frage kommt. Und nur acht Prozent geben an, sie hätten ihren derzeitigen Lebenspartner auf diesem Weg kennen gelernt.

Sex wichtiger als Liebe – oder? Eine Umfrage von Bildkontakte.de unter seinen Mitgliedern ergab, dass die meisten Singles es als Nachteil empfinden, abends alleine zu sein (63,9%), gefolgt von wenigem und unbefriedigendem Sex (50,1%) und dem Mangel an Liebe und Glück (45,5%).

Realität contra Internet-Traum

Wunschdenken und Realität liegen weit auseinander – und deshalb haben Partnerbörsen im Internet ihre Tücken, helfen den Suchenden nur ein wenig. Denn oft wird übertrieben und gelogen, manche Kontaktanzeige zieren sogar falsche Bilder. Aber immerhin trainieren die Singles im Netz die Flirtfähigkeiten. „Die Kontaktsuche vom heimischen PC aus funktioniert einfach und schnell, und vor allem vorerst anonym. Vorteile also, die das Internet attraktiv bei der Suche nach dem Lebenspartner machen,“ rechtfertigt Andrew Mairon, Projektleiter bei TNS EMNID, das Ergebnis seiner Umfrage.

 Tarnkappen und Rollenspiele

Und wie erfolgreich ist das Durchforsten der klassischen „Er sucht Sie“/“Sie sucht Ihn“-Rubriken in Tages- oder Stadtzeitungen? Tja, auch da finden sich „falsche Fünfziger“: „Arielle, die Mehrjungfrau, die nach einem Prinzen schreit“ entpuppt sich als zierliche Rechtsanwältin, die noch mit ihrem Ex-Mann zusammenlebt, „Monika, das Schneewittchen, das einen Frosch sucht“ ist in Wahrheit eine Frau in den Vierzigern, die ewig pleite ist. „Hans, der vielfältige Interessen hat“ kennt alle Fernsehprogramme auswendig oder „Michael, der Sportliche“ braucht in Wahrheit eine Jogging-Partnerin, weil ihm selber die Motivation fehlt. Noch weit aus raffinierter ist Christof aus Berlin: Bei Freenet-Singles bietet er sein Foto mit einem Kind auf seinen Schultern an. Nachgefragt ist es nicht mal sein eigenes Kind, sondern der Sohn eines Freundes – und er macht es so dem Schauspieler Hugh Grant nach, der in einem Hollywood-Streifen Selbsthilfegruppen von alleinerziehenden Müttern besucht, ein Kind nur vortäuscht, um neue Frauen in sein Bett zu locken. Filmreif!

Modernes Single-Leben

Pro Jahr geben die deutschen Singles im Internet geschätzte 40 Millionen Euro für die Suche nach Partner oder Partnerin aus. Bis 2010, so schätzt Jupiter Research, dürfte sich das Marktvolumen in Europa sogar vervierfachen, auf 640 Millionen Euro. Wo die Entwicklung hingeht, zeigt der US-Markt, wo bereits im Jahr 2004 umgerechnet etwa 400 Millionen Euro für die Online-Partnersuche ausgegeben wurden. Bislang ließ sich die Anzahl der Singles in Deutschland nur grob anhand der Ein-Personen-Haushalte bestimmen.

Die „PARSHIP.de Single-Studie 2005“, für die mehr als 2.500 Verbraucher per Telefon und Internet befragt wurden, ermöglicht erstmals valide Aussagen zur Zahl der Singles: In Deutschland leben 11,2 Millionen Menschen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren ohne feste Partner-schaft. Unter ihnen gibt es kaum „überzeugte Singles“: 46 Prozent wünschen sich ausdrücklich eine feste, langfristige Bindung – mit der unverbindlichen Affäre geben sich nur acht Prozent zufrieden.

(Quelle: http://www.parship.de)

Geruch: Unsichtbarer Liebeskiller

Für viele Paare kommt das Aus bereits nach dem ersten Treffen. Nur, wenn „die Chemie stimmt“ klappt es auch mit dem Verlieben. Entscheidend sind dabei nicht nur die sprichwörtlichen „schönen Augen“ – sondern auch der Duft, fanden britische Wissenschaftler heraus: Demnach verlieben sich vor allem junge Frauen schneller in Männer, die ein ähnliches Rasierwasser benutzen wie der eigene Vater. Bekannt ist auch, dass junge Männer schneller Liebesempfindungen für Frauen entwickeln, deren Gefühle der eigenen Mutter ähneln.

Neben der Biochemie entscheiden aber auch genetische Vorbedingungen und Belastungen, vor allem bei Frauen, deren biologische Uhr tickt: Sie müssen zusätzlich entscheiden, ob der „Prinz“ auch der Richtige für den Nachwuchs ist, ob seine Gene die richtigen für den Nachwuchs bilden. Oft bei Beziehungen unterschätzt: Eine komplexe Psychologie, die für einen Ausgleich von Schwächen und Minderwertigkeitsgefühlen sorgt. Später im Alter (40+) kommen Lebenserfahrung

und Reife hinzu.

Wie uns Urtriebe beeinflussen …

Die Eigenschaften, die Frauen und Männer aneinander schätzen, haben sich über Jahrhunderte kaum verändert wie heutige Massenuntersuchungen belegen. „Männer lieben an Frauen körperliche Attraktivität, erotisches Geschick, ihre gefühlsbetonten und sozialen Stärken – und Frauen an Männern ihren Erfolg, Dominanz, berufliche und ökonomische Kompetenzen“, so die Natur- und Grenzwissenschaftliche Forschungsgemeinschaft e.V.

Die Urtriebe beider Geschlechter, überhaupt eine Beziehung einzugehen sind vielfältig: Sex und körperliche Nähe, Zärtlichkeit und Geborgenheit, aber auch Familiensinn und ein Ur-Hordentrieb sowie Gesellschaft und Gruppendruck („Ach, der kriegt ja eh Keine mehr ab“) und die Ökonomie treiben Menschen überhaupt an, sich auf eine Beziehung einzulassen. Klaus und Susanne ließen sich Zeit, Sex spielte bei ihnen nur eine Nebenrolle. Sie entwickelten Partnerschaft, Bindung und Vertrauen sowie Kooperation für ein gemeinsames Leben zu zweit.

Gedanken zum Thema

Bevor ich mich auf eine neue, tiefergehende Beziehung einlasse, bewahren mich einige Fragen vor unliebsamen Überraschungen: Bin ich schon reif für einen neuen Partner – oder suche ich nur einen Kuschelpartner gegen die Einsamkeit? Oder einen neuen Partner, der hilft, meine Ex oder den Ex zu vergessen – so zu sagen ein Trostpflaster? Liegt meine letzte Beziehung länger als ein halbes Jahr zurück? Oder suche ich einen Idealpartner, der nur in meinem Kopf existiert? Wie gut kenne ich mich selbst? Glück kommt von innen, entwickelt sich nicht nur durch eine Beziehung – meinen nicht nur Glücksforscher …

Autoren: Jürgen Christ & Cathrin Günzel

Liebesfibel downloaden

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1 Kommentar zu “Chiffre „Neues Glück“ – Liebesfiebel downloaden”

  1. Internetsinglebörsen boomen wirklich, aber was mich abschreckt sind häufig die Kosten. Flirt-fever bietet einige kostenlose Seiten wie flirt-fever-stars.de oder http://www.flirt-fever-blog.de auf denen ich immer gerne vorbei schaue. Aber letzen Endes muss jeder für sich selbst raus finden ob ihm das Flirten im Internet überhaupt liegt und welche Plattform dann die richtige ist.

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