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nachhaltige geldanlagen? was ist das denn, fragen die verbraucher

Geldrolle (c) Alexander Klau / pixelio.de

männern ist rendite von „grünen“ produkten oft zu niedrig – einkommen entscheidet nicht über ökologische anlagekriterien quickborn. ökostrom und bio-lebensmittel liegen im trend, doch bei der geldanlage spielt der aspekt „nachhaltigkeit“ für viele deutsche zwischen 18 und 65 jahren noch immer eine untergeordnete rolle. mehr als jeder zweite (58 prozent) hat noch nie von „nachhaltigen“, „grünen“ oder „sozial-ökologischen“ investments gehört. das ist das ergebnis einer repräsentativen umfrage der comdirect bank, durchgeführt vom meinungsforschungsinstitut forsa.

(ddp direct) immerhin 15 prozent der deutschen haben bereits über nachhaltige geldanlagen nachgedacht, aber noch nicht selbst investiert. die mehrheit davon (56 prozent) hat kein kapital für eine „grüne“ geldanlage zur verfügung oder hat das geld anderweitig fest angelegt. fast jeder dritte (31 prozent) von ihnen gibt an, nicht ausreichend informationen zu nachhaltigen produkten zu erhalten. frauen (36 prozent) fühlen sich dabei schlechter informiert als männer (28 prozent).

„wer nachhaltig investieren möchte, kann zwischen einer vielzahl von anlageprodukten wählen, die ökologische oder soziale kriterien berücksichtigen. allerdings ist das angebot nicht leicht zu durchschauen“, sagt henning seeler, fondsexperte der comdirect bank. „anleger sollten sich deshalb vor dem kauf einzelne fonds oder indizes genau ansehen, um sicher zu gehen, dass das nachhaltige investment ihren individuellen anlagezielen entspricht.“

weitere zentrale ergebnisse der comdirect umfrage:

  • männer schauen bei „grünen“ produkten stärker auf die rendite als frauen: fast jeder fünfte mann (19 prozent), der bereits über eine nachhaltige geldanlage nachgedacht, aber noch nicht investiert hat, nennt als grund dafür eine zu niedrige rendite. bei frauen zögern aus diesem grund nur 7 prozent. mehr männer (21 prozent) als frauen (13 prozent) sagen außerdem, sie hätten zu wenig vertrauen in die anbieter von nachhaltigen geldanlagen.
  • einkommen entscheidet nicht über ökologische anlagekriterien: fast ebenso viele anleger mit einem haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 euro (11 prozent) wie besserverdienende mit einem haushaltsnettoeinkommen von 3.500 euro und mehr (9 prozent) geben an, dass ökologische kriterien für sie sehr wichtig bei der entscheidung für eine geldanlage sind. allerdings steigt die bekanntheit von nachhaltigen investments mit dem einkommen: fast jeder zweite deutsche (47 prozent) mit einem haushaltsnettoeinkommen von 3.500 euro und mehr hat schon einmal von diesen geldanlagen gehört – aber nur jeder fünfte (20 prozent), der weniger als 1.500 euro im monat verdient.
  • direktbankkunden sind vorreiter: kunden von direktbanken, die nachhaltige produkte kennen, legen häufiger „grün“ an als kunden anderer banken. bei den direktbankkunden besitzen mit 13 prozent der kenner solcher investments fast doppelt so viele nachhaltige geldanlagen wie bei kunden von großbanken (7 prozent). bei volks- und raiffeisenbanken haben nur drei prozent derjenigen, die solche produkte kennen, auch selbst schon darin investiert.

für die repräsentative umfrage hat das meinungsforschungsinstitut forsa 1.010 personen im alter zwischen 18 und 65 jahren befragt.

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