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Das Leben ist zu schnell geworden

Zug fährt vorbei (c) familienfreund.de

(djd.) In einer Gesellschaft, in der die meisten Aufgaben am besten sofort erledigt werden müssen, bleibt für Verschnaufpausen immer weniger Zeit. Ein Termin jagt den nächsten. Deadlines setzen die Mitarbeiter zusätzlich unter Druck. Diese grundlegende Überforderung führt viele Menschen an den Rand ihrer Kräfte. Besonders am Jahresende ist bei den meisten zunehmend die Luft raus.

Immer kürzere Tage mit immer weniger Sonnenlicht und nasskalte Witterung erschweren das Durchhalten. Für die meisten heißt es nur noch: Augen zu und durch. Allerdings kann man selbst einiges dazu beitragen, um nicht ausgebrannt ins neue Jahr zu starten. Wie man es schafft, trotz Stress die Ruhe zu bewahren und eine Aufgabe nach der nächsten zu bewältigen. Und worauf man achten sollte, um die Energieversorgung des Körpers aufrechtzuerhalten, erfuhren Interessierte in der Ratgeberaktion „Leistungsstark statt ausgepowert“.

Am Telefon und im Chat antworteten Ihnen:

  • Dr. Simon Feldhaus, niedergelassener Facharzt für Allgemein- und Komplementärmedizin. Schwerpunkte: Anti-Aging-Medizin und Prävention
  • Dr. Klaus Tiedemann , niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin und Sportmedizin in Moosburg a. d. Isar, TV-Gesundheitsexperte des Bayerischen Fernsehens
  • Nadja Lins, Business-Coach, Führungskräfte-Trainerin, Burnout-Lotsin, Gutachterin u. Auditorin für Unternehmen (Stressprävention), Volljuristin, Frankfurt.
  • Thomas Heimann , Dipl.-Ökotrophologe, Produktmanager bei Protina Pharm. GmbH, München
  • Jutta Doebel, Apothekerin in Erftstadt bei Köln, Ernährungs- und Diätberaterin, TV-Expertin. Schwerpunkte: Orthomolekulare Medizin und Gesundheitsberatung

Nach der Einschätzung von Dr. Simon Feldhaus ist die Gesellschaft schlicht zu schnell geworden. Der niedergelassene Facharzt für Allgemeinmedizin ist täglich mit den Ergebnissen einer grundlegenden, gesellschaftlichen Überforderung konfrontiert. Diese gehe auch an der Psyche der Betroffenen nicht spurlos vorbei. Wie der Experte für Anti-Aging-Medizin festgestellt hat, kommen Burn-out-Symptome, wie Müdigkeit und Erschöpfung, immer häufiger vor. „Die Grenze zu einer Depression ist fließend und nicht immer kann man beides voneinander unterscheiden“, konstatiert der Spezialist. Aus ganzheitlich medizinischer Sicht, so erklärt Dr. Feldhaus, sei Burn-out primär ein organisches Problem, das mit der Erschöpfung der Nebenniere einhergehe. Der Körper könne die zur Energiegewinnung notwendigen Stresshormone nicht mehr in adäquater Menge herstellen und dadurch breche die Energieversorgung in der Zelle zusammen.

Symptome ernst nehmen

„Die Vorzeichen sind vielfältig und nicht immer eindeutig“, erläutert der Experte weiter und rät, körperliche und geistige Symptome wie subjektive Stressgefühle, Schlafstörungen, erhöhten Puls, Gedächtnisstörungen und Konzentrationsschwächen ernst zu nehmen: „Gegensteuern kann man, indem man immer wieder Erholungspausen in den Tagesablauf integriert und insbesondere am Abend und in der Nacht dem Körper die Ruhe gibt, wieder zu regenerieren.“ Nach der Auffassung von Nadja Lins kann dabei auch ein gutes Zeitmanagement hilfreich sein. Allerdings kommt es der Burnout-Expertin aus dem Raum Frankfurt dabei darauf an, dass „der Einzelne nicht nur seine Arbeit, sondern auch sein Privatleben und seine Gesundheitserhaltung plant“.

Gesteigerter Nährstoffbedarf

„Denn je gesünder und vitaler, je fitter und aufgeräumter ein Mensch ist, desto effektiver und effizienter wird er arbeiten und agieren“, betont Lins, die sich als Business-Coach auch für Stressprävention engagiert. Die Expertin empfiehlt Betroffenen, sich konkret zu überlegen, was sie täglich benötigen, um körperlich und mental gesund zu bleiben und entsprechende Zeitfenster für die Gesundheit in ihrem Tagesplan zu berücksichtigen. Dazu gehört neben Pausen und Sport nicht zuletzt auch ausreichend Zeit für die richtige Ernährung. Denn bei Stress steigt der Nährstoffbedarf. „Unser Körper verbraucht in stressigen Zeiten deutlich mehr Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und auch Cortisol“, erklärt Jutta Doebel, Apothekerin aus Erftstadt bei Köln.

Im Biorhythmus bleiben: mehr Leistungskraft durch Zwei-Phasen-Effekt

Und das ist längst nicht alles. „Mittlerweile wissen wir, dass wir in solchen Phasen nicht nur mehr Nährstoffe verbrauchen, sondern auch, dass unser Körper in Stresssituationen Nährstoffe schlechter resorbieren kann“, sagt die Ernährungsberaterin. Doebel betont, wie wichtig es ist, diese Defizite mit speziell dosierten Nährstoffkombinationen aus Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen auszugleichen. Dabei spiele auch der Einnahmezeitpunkt eine Rolle. Würden Zink, Selen und Vitamin D beispielsweise abends zugeführt, stärken sie das Immunsystem und unterstützen die Regenerationsprozesse. Tagsüber könnten dagegen Magnesium und B-Vitamine für mehr Energie sorgen. „Eine solche ‚tageszeitengerechte’ Einnahme, wie sie zum Beispiel bei der Basica 14-Tage-Intensiv-Kur gewährleistet ist, ist nicht zuletzt durch die Anpassung an den Biorhythmus zu empfehlen“, erläutert die Stoffwechselexpertin. Dieser Zwei-Phasen-Effekt sorge schnell wieder für volle Leistungskraft.

Stressabbau durch Sport

Während und nach der Kur könne eine basenreiche Kost mit viel Salat, Gemüse und Obst dazu beitragen, den Energiestoffwechsel dauerhaft zu aktivieren und das Säure-Basen-Gleichgewicht zu stabilisieren, weiß der Oecotrophologe Thomas Heimann. Nach Einschätzung der Experten sollten Betroffene zudem auf keinen Fall vergessen, körperliche Aktivität in den Alltag zu integrieren. Denn sie hat spürbare Stress abbauende Effekte. „Man kann runterfahren und eine deutliche Zäsur zwischen dem beruflichen Stress und der Ruhephase am Abend setzen“, sagt Dr. Klaus Tiedemann. Der Sportmediziner aus Moosburg an der Isar empfiehlt moderate Ausdauersportarten, um einen aufputschende Wirkung durch den Sport zu vermeiden.

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