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schluckauf: das ungelöste phänomen der hickskrankheit

Ans Trinken denken - gespritztes Wasser (c) kira_fotografie / pixabay.de

die hickskrankheit auch als schluckauf bekannt ist in den meisten fällen ziemlich harmlos. einem erwachsenen passiert der schluckauf seltener als bei kindern. oft hat man sich mal veratmet oder verschluckt. zu hastiges oder besonders scharfes essen sowie kohlensäurehaltige und besonders kalte getränke können einen schluckauf auslösen. auch der genuss von alkohol oder erregungszustände bewirken bei manchen einen hicks. allerdings kann man diesen in allen fällen schnell wieder loswerden. kurz die luft angehalten oder in kleinen schlucken was getrunken und schon ist der hicks wieder weg. bei kindern dauert es oft länger.

wie der schluckauf entsteht?

haben sich ihre kinder auch schon mal ausgeschüttet vor lachen, wenn sie vor lauter hicks kein zusammenhängendes wort herausgebracht haben? der schluckauf entsteht durch eine ruckartige nicht beeinflussbare verkrampfung des zwerchfells. dabei wird die lunge ebenfalls ruckartig ausgedehnt und saugt luft an. dies geschieht so schnell, dass die stimmlippe nicht hinterher kommt und der sogenannte „hicks“ entsteht.

tipps vom experten

es gibt unzählige tipps, den lästigen zeitgenossen zu bekämpfen. die atemtherapeutin veronika langguth empfiehlt, die zunge herauszustrecken und kräftig daran zu ziehen. man kann aber auch die zunge einige atemzüge lang nach hinten einschlagen und leicht an den gaumen legen. ein anderer weit verbreiteter tipp ist es , einen kopfstand zu machen und dabei ein glas wasser (am besten mit strohhalm) zu trinken. wenn das alles nicht hilft, lassen sie sich doch einfach mal richtig erschrecken oder halten sie die luft für einige sekunden bis zu einer minute an. das soll immer helfen.

wie und wenn es zum dauerhaften schluckauf kommt

leider stimmt das nicht immer. ein schluckauf kann durchaus auch krankhaft werden nämlich spätestens dann, wenn man ihn nicht wieder losbekommt. der bekannteste „hickser“ ist übrigens charles osborne aus iowa. sein schluckauf dauerte 68 jahre. anfangs waren es 40 „hicks“ pro minute. später wurde es besser, da waren es „nur“ noch 20 „hicks“ pro minute.

krankhaft ist der hicks dann, wenn er durch störungen im zentralnervensystem, zwerchfell, magen, prostata oder lunge ausgelöst wird – sprich medizinische oder psychische ursachen hat. bei einem über mehrere stunden andauernden hicks sollte unbedingt der arzt aufgesucht werden. chronischer und dauerhafter schluckauf muss mit allen mitteln behandelt oder eingedämmt werden, da es für den betroffenen und seinen körper zu zahlreichen beeinträchtigungen kommt. schlafstörungen und eine schlechte sauerstoffversorgung sind ein großes problem. ausgrenzung und soziale isolation belasten die psyche und können unter umständen bis zum suizid führen. ansprechpartner bzw. spezialisten für chronischen schluckauf sind unter anderem anästhesisten, kardiologen oder lungenärzte. aber auch schmerzsprechstunden sind anlaufpunkte für eine mögliche diagnose bzw. behandlung.

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