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medizin im wandel – demographische entwicklung verlangt nachhaltigkeit im gesundheitswesen

Arztbesuch | Stethoskop (c) Halina Zaremba / pixelio.de

universitätsprofessor dr. ralf-ingo ernestus, ordinarius für neurochirurgie am universitätsklinikum würzburg, referierte am vergangenen mittwoch (01.06.2011) in der klinik kipfenberg über die möglichkeiten und grenzen des technischen fortschritts in der medizin.

in den vergangenen jahren hat der medizinisch-technische fortschritt zu einer enormen leistungssteigerung und leistungsverdichtung in den krankenhäusern beigetragen. immer mehr patienten müssen in immer kürzerer zeit versorgt werden. das stellt ärzte und pflegekräfte vor große herausforderungen, denn sowohl in der pflege als auch in der ärzteschaft herrscht in vielen bereichen nachwuchsmangel.

(ddp direct) die herausforderungen des demographischen wandels und des technischen fortschritts zwingen zu einem umdenken im gesundheitswesen. universitätsprofessor dr. ernestus, lehrstuhlinhaber für neurochirurgie an der julius-universität würzburg, betont die wachsende bedeutung philosophischer und gesellschaftlicher fragen. „vor dem hintergrund der alternden bevölkerung müssen steigende patientenzahlen bei tumorerkrankungen, schlaganfällen und degenerativen wirbelsäulenleiden erwartet werden. das bedeutet, dass sich die medizin den zwingenden fragen zu nachhaltigkeit und wirtschaftlichkeit stellen muss“, sagt ernestus.

privatdozent dr. dennis a. nowak, chefarzt der klinik kipfenberg, stellte vor diesem hintergrund die frage, was sich im deutschen gesundheitssystem verändern muss, damit auch in zukunft medizin bezahlbar bleibt? er fordert, die versorgungsforschung müsse zukünftig ein integraler bestandteil der ärztlichen aus- und weiterbildung sein. dr. ernestus ist zudem überzeugt, dass sich ärzte zukünftig nicht nur den medizinischen, sondern auch den philosophischen und gesellschaftlichen aspekten ihres berufs stellen müssten.

können wir uns moderne medizin in zukunft noch leisten? welche therapie und behandlung ist ethisch und moralisch vertretbar? diese fragen gehen in der regel weit über das ärztliche arbeitsumfeld hinaus, dennoch ist der lehrstuhlinhaber überzeugt, dass sie künftig bestandteil der ärztlichen ausbildung sein müssen.

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