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der darm im dauerstress – sie fragen – unsere experten antworten

auf Arbeit ist auch Leben - z.b. am Telefon (c) hfossmark / pixabay.de

permanent bauchschmerzen, durchfall, fieber – chronisch entzündliche darmerkrankungen, kurz ced, prägen das leben der betroffenen massiv. rund 300.000 menschen in deutschland müssen ihren alltag mehr oder weniger an der befindlichkeit ihres verdauungstraktes ausrichten. und das nicht nur an einigen tagen im jahr. denn ced sind weit mehr als nur ein „flotter otto“ mit ein paar zusätzlichen beschwerden. es handelt sich um dauerhaft oder schubweise auftretende entzündungen der darmwand. fünf, sechs oder mehr blutige, krampfartige stühle auch während der nacht, abgeschlagenheit und gewichtsverlust sind keine seltenheit. das besonders gravierende ist das häufig frühe auftreten der ced: rund jeder dritte patient hat schon im kindes- oder jugendalter mit den quälenden symptomen zu kämpfen. gerade für kinder, die sich noch in der wachstumsphase befinden, ist eine schnelle behandlung unerlässlich. doch nicht selten vergeht zu viel zeit, bis die richtige diagnose gestellt wird.

zwei unterschiedliche krankheitsbilder

bei morbus crohn kann die entzündung den gesamten verdauungstrakt vom mund bis zum after erfassen. der befall ist dabei typischerweise nicht zusammenhängend. entzündete und gesunde abschnitte wechseln sich ab. da sämtliche schichten der darmwand erkranken können, kann es zu abszessen und fisteln im darm kommen. bei der colitis ulcerosa ist die entzündung auf den dickdarm beschränkt und befällt ausschließlich die schleimhaut. allerdings erstreckt sich die entzündung kontinuierlich über größere darmsegmente und wird nicht von gesunden abschnitten unterbrochen. um akuten schüben rechtzeitig vorbeugen zu können, ist neben regelmäßigen kontrollbesuchen beim arzt eine konsequente selbstbeobachtung nötig. unter www.darmexperte.de gibt es hilfreiche hinweise.

diagnose für kinder besonders folgenschwer

obwohl viele patienten zunächst erleichtert sind, wenn die diagnose endlich vorliegt, schlägt die anfängliche zuversicht oft in hilflosigkeit und ohnmacht um. denn die ursachen für ced sind bis heute nicht endgültig geklärt. das bedeutet: es gibt keine heilung. zwar wird generell eine fehlsteuerung des immunsystems als auslöser angenommen, doch neben genetischen faktoren können auch umwelteinflüsse eine rolle spielen. insbesondere für eltern und ihre erkrankten kinder ist die diagnose in den meisten fällen ein schock. denn die ced selbst und medikamente wie kortison können die körperliche entwicklung beeinträchtigen. so sind die kinder häufig in ihrem wachstum verlangsamt, und auch ihr äußeres kann sich durch die medikamente verändern. zudem werden untersuchungen wie darmspiegelungen, die zur feststellung des aktuellen entzündungsstatus notwendig sind, von pubertierenden jugendlichen oft als sehr unangenehm empfunden. auch der ständige gedanke, alle unternehmungen genau planen zu müssen, damit im notfall eine toilette in der nähe ist, ist für erwachsene wie junge patienten eine schwere belastung. darunter leidet nicht nur die spontaneität, sondern auch das selbstbewusstsein. nicht wenige betroffene reagieren mit sozialem rückzug und isolieren sich zunehmend.

die lebensqualität erhalten

da schweregrad und verlauf der erkrankungen in der regel sehr unterschiedlich sind, wird das behandlungskonzept an jeden patienten individuell angepasst. neben einer klassischen entzündungshemmenden therapie mit kortison gibt es seit einiger zeit auch behandlungsmethoden mit modernen biologika wie beispielsweise dem wirkstoff infliximab. damit sollen entzündungen gestoppt, symptomfreie phasen verlängert und langfristig beschwerdefreiheit erreicht werden. ziel ist es, die lebensqualität der patienten wiederherzustellen und darmoperationen und krankenhausaufenthalte zu vermeiden. je früher eine konsequente therapie begonnen wird, desto höher sind die erfolgschancen.

fragen sie unsere experten

lindert es die darmbeschwerden, wenn bestimmte nahrungsmittel vermieden werden? welche chancen bieten operationen? ist das krebsrisiko bei chronischen darmerkrankungen erhöht? auf was ist bei kindern zu achten? werde ich jemals wieder beschwerdefrei sein? gibt es therapien, die wirksam und doch nebenwirkungsarm sind? was können moderne biologika leisten? wie kann ich dem nächsten schub vorbeugen? ist sport auch in akuten phasen möglich? beeinflusst stress den krankheitsverlauf? diese und andere fragen beantworten vier ausgewiesene experten am 20. oktober zwischen 10 und 16 uhr während unserer telefon-ratgeberaktion.

am telefon sitzen für sie:

  • dr. med. stefanie howaldt: fachärztin für innere medizin mit ced-schwerpunktpraxis in hamburg. schwerpunkte: betreuung überwiegend schwerkranker patienten und ambulante durchführung der therapie mit biologika.
  • pd dr. med. tanja kühbacher: oberärztin am universitätsklinikum schleswig-holstein, klinik für innere medizin i in kiel. schwerpunkte: entzündungsmedizin und ced-ambulanz.
  • pd dr. med. thomas ochsenkühn: leiter der ced-ambulanz und privatdozent an der medizinischen klinik ii des klinikums großhadern der universität münchen. schwerpunkte: ced-spezialdiagnostik und -therapie (vor allem einsatz von immunsuppressiva und biologika).
  • prof. dr. med. andreas raedler: chefarzt des asklepios westklinikums hamburg, abteilung für innere medizin, gastroenterologie. schwerpunkte: krankheitsgeschichte chronisch-entzündlicher darmerkrankungen, gastroenterologie und immunologie.

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