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der gläserne patient – elektronische gesundheitskarte kommt

Arztbesuch | Stethoskop (c) Halina Zaremba / pixelio.de

das forum e-health, welches ende diesen monats in berlin stattfindet beschäftigt sich u.a. mit der frage, was der einsatz moderner informations- und kommunikationstechnologien für die verbesserung der qualität in der gesundheitsversorgung leisten kann. dokumentationssysteme wie der elektronische arztbrief unterstützen die ärzteschaft bei der diagnose und erleichtern deren tägliche arbeit. so werden patientendaten digital erfasst und einschliesslich der vorgeschichte zusammen mit den befunden und der diagnose in einer elektronischen patientenakte gespeichert. aber auch die einführung der elektronischen gesundheitskarte verspricht allen patientinnen und patienten eine für die zukunft qualitativ hochwertige gesundheitsversorgung bei gleichzeitiger senkung der kosten im gesundheitswesen.

das gesundheitswesen erhofft sich auf diesem wege eine verbesserte kooperation der spezialisten und eine schnellere umsetzung von forschungsergebnissen. der elektronischen gesundheitskarte kommt dabei eine schlüsselrolle zu. ist sie in der öffentlichkeit heiss diskutiert, sehen ihre erfinder in ihr die voraussetzung für eine grundlegende modernisierung des gesundheitswesens. das forum e-health informiert über die aktuelle entwicklung und klärt über den nutzen und die vorteile der elektronischen gesundheitskarte auf, geht aber auch auf die bedenken aus den fachkreisen ein. informationsbedarf besteht dabei hauptsächlich im bereich der verfügbarkeit und speicherung von patientendaten.

ab 2008 elektronische gesundheitskarte bundesweit

im frühjahr 2008 soll die elektronische gesundheitskarte bundesweit eingesetzt werden. im moment läuft in trier derzeit der letzte praxistest. 1000 patienten nehmen daran teil. sie legen bei ihrem arztbesuch die neue karte vor, welche die spechstundenhilfe einliest. und mit hilfe der darauf gespeicherten daten, weiss der arzt von vornherein wesentlich mehr über seinen patienten als bisher.

kommt die elektronische gesundheitskarte im jahr 2008 enhält sie neben dem namen, der krankenkasse, dem versichertenstatus und dem geburtsdatum des patienten auch jeden arztbesuch, jede untersuchung und jedes medikament.  neu ist auch das foto, welches missbrauch verhindern soll. das ausstellen von rezepten wird entfallen, da der apotheker dies direkt von der karte lesen kann. künftig kann der patient auf der karte in einem notfalldatensatz auch grunderkrankungen und allergien speichern lassen.

die arzneimitteldokumentation und die elektronische patientenakte werden nicht auf der karte, sondern in rechenzentren gespeichert. einzelne dieser daten kann der patient wieder löschen lassen. mit hilfe der karte und der pin gewährt der patient dem behandelnden arzt zugriff auf seine daten. aber erst nachdem der arzt seinerseits seinen heilberufsausweis und seine pin eingegeben hat, kann er auf die daten zugreifen.

die techniker krankenkasse hat nach den ersten tests mehr als 1500 versicherte zur elektronischen gesundheitskarte befragt. demnach stehen mehr als 90 % der befragten der karte positiv gegenüber. um die bereitstellung eines passfotos für die elektronische gesundheitskarte zu erleichtern, wurden kooperationsvereinbarungen mit großen foto-ketten abgeschlossen.

die techniker krankenkasse denkt darüber nach, auf der karte auch so genannte kassenspezifische mehrwertanwendungen anzubieten. so könnten beispielsweise transplantationsausweis, patientenverfügung und zusatzversicherungen gespeichert werden.

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