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bildungsbiografien – der unsichtbare pakt!

Schule Schriftzug (c) S. Hofschläger / pixelio.de

immer, wenn ein kind geboren wird, fängt auch automatisch die prägung durch die umwelt an. die gewohnheiten der eltern, der freunde und der bekannten, das spiel, die umgebung und die vielen reize entwickeln und bereichern die persönlichkeit. neben dem elternhaus sind auch andere bildungswege gesellschaftlich vorbestimmt. so ist der besuch in kindertageseinrichtung und später der schule in deutschland in 98% aller bildungsbiografien die regel.

man kann auch sagen, dass der besuch von kita und schule die „arbeit“ des kindes ist. klar, kann man an diesen arbeitsplatz auch anforderungen stellen. neben wohortnah, der netten erzieheIn oder dem zwang der schulbezirke sollten noch weitere kriterien eine rolle spielen. immerhin vertrauen sie, dass liebenswerteste und wichtigste den schulen und kitas an. und neben diesem vertrauen schließen sie auch einen unsichtbaren pakt mit der kita und der schule ihrer wahl. das kind soll sich entwickeln, es soll spielen und lernen, sich wohlfühlen und am entsprechenden bildungsübergang gut gestärkt und vorbereitet in die „nächste abteilung“ wechseln.

innerhalb einer fachtagung zum thema frühkindliche bildung in kindertagespflege rüttelt die referentin heidi vorholz die teilnehmer mit dem satz auf: „sie müssen sich immer vor augen halten, dass womöglich später nur eins von 5 kindern ihrer kindertagespflege einen job bekommen wird und sie sind der 1., der dafür den grundstein legt!“

die verantwortung, die die bildungseinrichtungen haben, wird in diesem satz klar formuliert. die fragen, die sich daraus ableiten sind:

  • sind sich die kräfte innerhalb der bildungseinrichtungen und an den bildungsorten dieser verantwortung bewusst?
  • wie kann man dieser verantwortung gerecht werden?

im abschlussverliebten deutschland zählen nach wie vor noch zertifikate, scheine, noten und diplome. und auch, wenn pisa, bildungsplan und co. immer wieder von kompetenzen und fähigkeiten sprechen, so zwängt sich auch die beste schulvorbereitung mit eintritt in die schule in ein dreigliedriges bildungssystem, dass nach ende der schulpflicht den grad der bildung in haupt- und realschule sowie abitur misst.

der scoyo-blog rund um bildung führt hier, z.b folgende kompetenzen mit dem titel: “ 10 dinge, die schüler auf der pfanne haben sollten “ ins rennen. dazu kommen die vielen studien und umfragen, in denen unternehmen, die qualität der sich bewerbenden schulabsolventen und deren angelernter fähigkeiten stark bemängeln. letztlich ist fakt, jede bildungsbiografie entwickelt sich vorwärts und hat prinzipiell nur einmal die position krippe, kindergarten, hort, schule, ausbildung oder studium. irgendwann kommt dann noch job oder nicht job.

und nun liebe eltern, fordern sie doch mal zur abwechslung! treten sie als anwalt ihres kindes auf und hinterfragen sie, ob kita, hort und schule sich immer ihrer verantwortung bewusst sind und dieser auch gerecht werden! streichen sie aussagen, wie zu wenig personal, zu schlechte voraussetzungen, zu viele kinder und zu wenig zeit! als eltern haben sie nicht nur pflichten sondern auch rechte. sie erteilen der bildungseinrichtung (ihrer wahl) einen klaren auftrag. sie betrauen diese mit der entwicklung, stärkung und bereicherung der persönlichkeit ihres kindes. diese mündliche leistungsvereinbarung steht letztlich im mittelpunkt aller verträge und die frage: wurde immer das bestmöglichste getan – sollte man immer mit „ja“ beantworten (können).

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