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Die 10 besten Tipps für den High School Aufenthalt in Kanada

Schülerinnen in Kanada (c) Praktikawelten

Tosende Wasserfälle, schneebedeckte Berge, tiefdunkle Wälder: Das ist Kanada. Weite Prärien, einmalige Nationalparks, lebhafte Metropolen: Auch das ist Kanada. Shopping-Paradies, Schmelztiegel für Kulturen und Sprachen: Und auch das ist Kanada. Nur wenige Länder auf der ganzen Welt vereinen spektakuläre Naturschauspiele, endlose Weite und vielfältige Kultur so sehr wie das große Land nördlich der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Flug von der Ostküste an die Westküste führt über die spektakulären Rocky Mountains und offenbart einen atemberaubenden Blick auf zerklüftete Schluchten und schneebedeckte Weiten. Allein die Flugdauer von rund vier Stunden macht deutlich, wie enorm die Ausmaße des riesigen Landes sind. Und genau dieses unglaubliche Land bietet sich für einen Aufenthalt an einer High School an. Durch einen Schüleraustausch lernst Du Land und Leute innerhalb kürzester Zeit kennen, Du optimierst Deine Sprachkenntnisse, und Du genießt eine Zeit fernab von der Heimat, die Du später nicht mehr vermissen möchtest. Was also musst Du wissen, wenn Du Dich für einen High School Aufenthalt in Kanada interessierst?

Was ist ein Schüleraustausch?

Bei einem Schüleraustausch lebst Du als Gast für einige Monate bei einer kanadischen Familie und besuchst eine kanadische Schule. So lernst Du die Kultur und die Gepflogenheiten Deines Gastlandes in ihrer ganzen Schönheit hautnah kennen. Abhängig von Deinem Alter und von dem gewählten Programm wirst Du eine Schule oder eine High School in Kanada besuchen. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass ein kanadischer Schüler zur gleichen Zeit gegen Dich „ausgetauscht“ wird und bei Deiner Familie in Deutschland lebt! Weitaus häufiger sind Programme, die den gegenseitigen Austausch zeitlich versetzt ermöglichen. So lernst Du Deinen Austauschschüler zuerst in Kanada kennen und später verbringt ihr gemeinsam einige unvergessliche Monate in Deutschland. In der Regel ist ein gegenseitiger Austausch aber gar nicht notwendig, denn in Deiner Gastfamilie gibt es nicht unbedingt Schüler in Deinem Alter, die an einem Schulbesuch in Deutschland interessiert sind. Der Begriff „Schüleraustausch“ beschreibt also eigentlich eher die Möglichkeit, mehrere Monate lang eine kanadische Schule oder eine High School in Kanada besuchen zu können.

Warum ist ein Schüleraustausch für junge Leute attraktiv?

Wer einmal einen Schüleraustausch gemacht hat, wird diese Erfahrung meist nicht mehr missen wollen. Es gibt nämlich durchaus mehrere gute Gründe, sich für ein Auslandsjahr zu entscheiden:

  • Du verbesserst Deine Sprachkenntnisse.
  • Du lernst Land und Leute intensiv kennen.
  • Du wirst selbständiger.
  • Du hebst Dich von anderen Schülern und Studierenden ab.
  • Du hast bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Ein Austauschjahr bringt Die also gleich eine ganze Reihe von Vorteilen. Wenn Du Englisch oder Französisch bisher nur in der Schule gelernt hat, perfektionierst Du Deine Sprachkenntnisse durch einen Aufenthalt vor Ort. Beide Sprachen werden in Kanada als Verkehrssprache gesprochen, Du wirst also die gesprochene und die Schriftsprache innerhalb kurzer Zeit perfektionieren. Ganz nebenbei lernst Du ein traumhaftes Land mit einer spannenden Kultur und einer atemberaubenden Landschaft kennen. Sich an einem neuen Standort in einer fremden Sprache an bisher unbekannte Menschen zu gewöhnen und die Gepflogenheiten kennen- und lieben zu lernen, wird Dich selbständiger und selbstbewusster machen. Und schließlich ist ein Auslandsjahr an einer kanadischen High School auch ein hervorragendes Argument im Lebenslauf, mit dem Du Dich bei späteren Bewerbungen um einen Studien-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz optimal von der Konkurrenz abheben kannst.

Was benötige ich für einen Schüleraustausch in Kanada?

Vor dem Beginn Deines großen Abenteuers muss Du klären, was Du für das High School Jahr benötigst. Dazu gehören

  • Teilnahmevoraussetzungen
  • Sprachkenntnisse
  • Visum
  • Versicherungen

Die Teilnahmevoraussetzungen unterscheiden sich in Abhängigkeit von dem gewählten Programm. Meist kannst Du zwischen einer Aufenthaltsdauer zwischen drei, fünf und zehn Monaten wählen. Das Austauschprogramm beginnt je nach Aufenthaltsdauer zu festgelegten Terminen, auf die Du Dich rechtzeitig einstellen kannst. Das Mindestalter für eine Teilnahme liegt in der Regel bei 13 Jahren, wenn es um ein Austauschprogramm für Schüler geht. Der Besuch einer High School ist zwischen 14 und 18 Jahren möglich.

Damit Du Dich am Ziel sofort verständigen kannst und auch dem Schulunterricht bald folgen kannst, sind englische und französische Sprachkenntnisse in Abhängigkeit von Deinem gewählten Standort natürlich ganz wichtig.

Für Deinen Aufenthalt in Kanada mit Praktikawelten benötigst Du ein Visum für Schüler. Das Visum ist kostenpflichtig, Du kannst es bei der kanadischen Botschaft in Deutschland kostenpflichtig beantragen. Viele Organisatoren helfen bei der Beantragung und bieten einen sogenannten Visumservice an.
Ebenso wichtig wie das Visum sind die Versicherungen für Deine Reise. Die Auslandsreisekrankenversicherung ist eine Pflichtversicherung, wenn Du für mehr als sechs Wochen ins Ausland gehst. Denk daran, dass die Reisekrankenversicherung die Dauer Deines Aufenthalts und Dein Reiseland Kanada abdecken muss. Leistungen wie eine ambulante und eine stationäre Behandlung, Zahnbehandlungen, Krankenrücktransporte und auch Überführungskosten im Todesfall sollten im Versicherungsschutz abgedeckt sein. Auch eine Haftpflichtversicherung mit weltweitem Versicherungsschutz ist unbedingt zu empfehlen, wobei der Versicherungsschutz selbstverständlich für die ganze Dauer Deines Aufenthalts gelten muss.

Ob eine Rechtsschutzversicherung, eine Reiserücktritts-, Reisegepäck- und eine Reiseabbruchversicherung für Euch wichtig sind, bleibt letztlich Deiner persönlichen Entscheidung überlassen. Zwar fallen damit weitere Kosten für Euren Auslandsaufenthalt an, doch im Fall des Falles bist Du durch diese Versicherungen rundherum und gegen alle Eventualitäten geschützt.

Kalkulation

Für Dein High School Jahr in Kanada musst Du mit folgenden Ausgaben kalkulieren:

  • Schulbesuch
  • Taschengeld

Die Kosten für den Schulbesuch richten sich nach dem Programm, an dem Du teilnimmst. Sie sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, hier lohnt sich ein sorgfältiger Vergleich. Möchtest Du lediglich an einer Summer School teilnehmen, fallen natürlich weniger Kosten an als für einen Aufenthalt von einem halben Jahr oder einem ganzen Schuljahr.

In manchen Bundesländern gibt es sogar eine staatliche Unterstützung, sprich Stipendium, wie der Berufseinstiegsermöglicher recherchierte.

Mit einem Taschengeld bestreitest Du Ausgaben für Schulbücher, Kleidung, Telefonate, Verpflegung in der Schule und vielleicht Reisen mit Deiner Gastfamilie. Auch musst Du damit rechnen, dass die High School nicht in unmittelbarer Nähe Deines Wohnorts ist, dann kommen täglich die Fahrtkosten hinzu. Zu Beginn Deines Aufenthalts und zum Ende sind die Ausgaben wahrscheinlich etwas höher als der Durchschnitt, weil Du am Anfang noch Dinge für Deinen persönlichen Bedarf beschaffen musst und am Schluss sicher noch liebgewonnene Freunde einladen willst. Ein Betrag zwischen 150 Euro und 200 Euro an Taschengeld pro Monat ist ein guter Durchschnittswert, den Du in Deiner Kalkulation berücksichtigen solltest.

Welche Regionen in Kanada sind am beliebtesten für einen Schüleraustausch?

Die Regionen für Deinen Kanada-Aufenthalt hängen zum Teil von dem Anbieter ab, für den Du Dich entscheidest. Auch die gewünschte Fremdsprache spielt bei Deiner Wahl eine Rolle. Und schließlich sind sogar Deine bevorzugten Sportarten ausschlaggebend bei der Standortwahl. Am besten vergleichst Du die Standorte der einzelnen Anbieter mit Deinen persönlichen Präferenzen. Dann sollte es gut möglich sein, eine passende High School für Dich zu finden.

Besonders beliebt sind unter anderem British Columbia, Ontario und Quebec, dort sind auch die größten Metropolen Kanadas und einige der schönsten Sehenswürdigkeiten zu finden. Doch auch in Alberta, Saskatchewan, Manitoba und Nova Scotia gibt es High Schools, an denen Du ein unvergleichliches Jahr verbringen wirst.

Wie ist das Schulsystem aufgebaut? Welche Fächer sind typisch für Kanada?

Das kanadische Schulsystem genießt international einen sehr guten Ruf. In den internationalen Studien schneiden die Schulen regelmäßig mit Bestnoten ab. Hinter diesem Erfolg steckt das gemeinsame Lernen in einer Ganztagsschule. Hinzu kommen sehr individuelle Wahlmöglichkeiten. Das Verhältnis von Schülern zu Lehrern wird üblicherweise als sehr gut beschrieben.

Ein nationales Bildungssystem gibt es in Kanada ganz ähnlich wie in Deutschland nicht, die genaue Ausgestaltung der Lehrpläne ist Sache der zehn Provinzen und der drei Territorien. Je nach Region können sich also die Länge des Schulbesuchs und das Eintrittsalter leicht unterscheiden.
In der Regel gehen kanadische Schüler sechs Jahre in die Grundschule (Primary School). Danach schließt sich für drei Jahre die Junior High School an, ihr folgt für drei bis vier Jahre die Senior High School. Bei einem Schüleraustausch wirst Du üblicherweise die Senior High School besuchen.

Abhängig von der gewünschten beruflichen Laufbahn können die Schüler auf der High School unterschiedliche Kurse und Kurslevel besuchen. Wer später an der Universität studieren will, wählt meist die „Advanced Level“-Kurse. Strebt man eine praktische Ausbildung oder ein Studium am College an, können sich auch niedrigere Leven oder praktisch orientierte Kurse anbieten.

Was sind die Vor- und Nachteile in Deutschland

Zu den Gemeinsamkeiten des deutschen und des kanadischen Schulsystems gehört sicher die individuelle Gestaltung der Lehrpläne nach den einzelnen Provinzen. Ein übergreifendes Bildungssystem gibt es in Kanada wie in Deutschland nicht.

Der vielleicht größte Vorteil des deutschen Schulsystems kann auch ein Nachteil sein: In Kanada besuchst Du eine Ganztagesschule, das ist in Deutschland häufig nur in den letzten Schuljahren in der Realschule oder im Gymnasium üblich. Damit nimmt der Schulalltag in Kanada einen wichtigen Stellenwert im Leben eines jeden Schülers ein. In Deutschland bleibt mehr Zeit für Freizeit und Hobbys.

Nachteilig könnte in Deutschland die geringere Auswahl der Schulfächer sein. An kanadischen Schulen hast Du mehr Auswahl, viele Fächer sind praxisbezogen und können außerdem auf einem Level gewählt werden, das Deiner weiteren Karriereplanung für Studium oder Ausbildung entspricht.

Ebenfalls nachteilig dürfte die geringere Auswahl an sportlichen Aktivitäten an deutschen Schulen sein. In Kanada hast Du abhängig vom gewählten Standort weitaus mehr Möglichkeiten, Dich sportlich zu betätigen und eine Sportart zu finden, die Dir richtig Spaß macht.

Wie werde ich von den Gastfamilien empfangen?

Alle Anbieter legen großen Wert auf die Auswahl der Gastfamilien. Nicht in jeder Familie wirst Du gleichaltrige Kinder und Jugendliche finden. Doch bei der Suche nach Gastfamilien und bei der Auswahl sind die Schulen und der Bezirk sehr involviert. Die Betreuung von internationalen Austauschschülern und von Gastfamilien übernehmen häufig spezialisierte Büros, auch Partnerorganisationen stehen zur Verfügung, um eine umfangreiche und zuverlässige Betreuung der Austauschschüler und der Gastfamilien sicherzustellen. Jede Gastfamilie muss ausführliche Bewerbungsunterlagen vorlegen und ein umfangreiches Interview durchführen, bevor sie gewählt wird. Auch ein Besuch zu Hause und die Vorlage von Referenzschreiben sind erforderlich. Das geschieht zu Deiner Sicherheit, und damit Du Dich bei Deinem High School Jahr in Kanada rundherum wohlfühlst.

Wie nehme ich meinen Eltern die Angst?

Gerade bei jüngeren Schülern ist es ganz verständlich, wenn Dich die Eltern nicht für mehrere Monate ins Ausland reisen lassen möchten. Du hast aber einige gute Argumente auf Deiner Seite, denn mit Deinem Aufenthalt in Kanada wirst Du Deine Sprachkenntnisse verbessern, Du wirst selbständiger, und Du hast eine sehr positive Position in Deinem zukünftigen Lebenslauf. Diesen Argumenten werden sich Deine Eltern nicht verschließen.

Zeige Ihnen Deinen bevorzugten Anbieter und lege Ihnen Referenzen und Testurteile vor. Vielleicht hast Du auch Gelegenheit, einen Erfahrungsbericht einzuholen. So sollte es möglich sein, Deine Eltern von Deinem Vorhaben zu überzeugen.

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