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Die Pflegekosten der Eltern tragen auch die Kinder

Arztbesuch | Stethoskop (c) Halina Zaremba / pixelio.de

(mpt-192) Werden Eltern pflegebedürftig, dann haben die Kinder seit dem 1.1.2012 die Möglichkeit, für zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf die Hälfte zu reduzieren, um die Eltern daheim pflegen zu können. Dies sieht das neue Familienpflegezeitgesetz vor. Dass man dabei auch auf einen Teil seines Gehalts verzichten muss, ist logisch. Allerdings gab es beim Erscheinen des Beitrages keinen Rechtsanspruch auf die Familienpflegezeit. Entscheidet man sich für eine Laienpflege, dann muss man zwar nicht selbst pflegerisch tätig werden, muss aber mit erheblich höheren Pflegekosten der Eltern rechnen.

Inwieweit die Kinder in der Pflicht stehen

Eine Umfrage der TNS Emnid im Auftrag der Münchener Verein Versicherungsgruppe hat eine große Unklarheit ans Tageslicht gebracht. Dabei wurden 504 Personen befragt, von denen 21 Prozent gar nicht gewusst haben, dass sie für die Pflegekosten aufkommen müssen. Auf die Frage „Glauben Sie, dass sich Kinder an den Kosten beteiligen müssen, wenn deren Eltern pflegebedürftig werden und die Pflege nicht alleine finanzieren können?“ antworteten gerade einmal zwei Prozent mit „ja, jeder unbegrenzt“. Dass man Unterstützung nur in der Höhe leisten muss, die einem selbst möglich ist, glauben 55 Prozent, 23 Prozent sind der Meinung, dass dies nur auf Personen zutrifft, die ein entsprechend hohes Einkommen haben.

Muss nun ein Elternteil ins Pflegeheim, können die Kosten schnell in die Höhe steigen. Da die gesetzliche Pflegeversicherung einen maximalen Betrag von 1.550 Euro in Pflegestufe III leistet und ein Heimplatz ca. 3.200 Euro monatlich kostet, bleibt eine Lücke von 1.650 Euro.

Die Rente reicht in den meisten Fällen nicht aus

Diese Lücke muss nun zuerst von der vorhandenen Rente der pflegebedürftigen Eltern gestopft werden. Wenn man sich betrachtet, dass die Durchschnittsrenten 2009 in den alten Bundesländern bei 347 Euro lagen und in den neuen bei 787 Euro, dann wird klar, dass dies nicht ausreicht. Die Folge: Es entsteht eine Pflegelücke von 1.303 Euro bzw. 863 Euro, für die die Kinder aufkommen müssen. Dies wird in erster Linie am Sparvermögen festgemacht, macht aber auch vor Wohneigentum nicht Halt.

Ob die Kinder sich nun zu einer Unterstützung bereiterklären oder nicht, ist irrelevant. Die Unterstützung richtet sich einzig und allein nach den Einkommensverhältnissen, wobei auch mögliche Unterhaltsverpflichtungen berücksichtigt werden.

Richtige Vorsorge: Pflegezusatzversicherung

Eine private Pflegezusatzversicherung, die rechtzeitig abgeschlossen wird, kann vor hohen Pflegekosten schützen. Darin sollte unbedingt die Laienpflege mit abgesichert werden. Bei Fragen steht Ihnen der Familienservice ihres Arbeitgebers zur Verfügung.

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