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Eine neue Heizung schont die Umwelt und das Bankkonto

Balkon Holz Heizen (c) familienfreund.de

(djd/pt). Der diesjährige Winter verabschiedete sich bei zahlreichen Hauseigentümern mit einem unerwünschten Souvenir: Einer spürbaren Nachzahlung für Öl oder Gas, die ihnen ins Haus flatterten. Denn zeitgleich mit den frostigen Tem­peraturen, die teils neue Minus­re­korde aufstellten, sind die Ener­gie­preise deutlich gestiegen. Allein 70 Versorger haben im Januar und Fe­b­ruar 2012 die Gaspreise um durchschnittlich acht Prozent erhöht und auch Öl ist unverändert teuer. Umso mehr zahlt es sich aus, auf moderne Heizungstechnik umzusteigen.

Doch welches Heizsystem ist für welches Haus am besten geeignet? Was kostet ein Austausch der alten Anlage? Wer zahlt Zuschüsse? Der Rat der Experten war im Zuge der Te­lefonaktion bei unseren Lesern pausenlos gefragt.

Am Telefon saßen für Sie:

  • Martin van Beek, Obermeister der Innung für Sanitär- und Hei­zung­s­technik Essen, Handwerksmeister und Inhaber eines eigenen Be­triebes
  • Norbert Schmitz, Dipl.-Ing. und Geschäftsführer Technik des Fach­verbandes Sanitär Heizung Klima, Nordrhein-Westfalen
  • Andreas Peeters, Schorn­stein­fe­ger­­meister und Obermeister der Schorn­steinfegerinnung im Regie­rungs­bezirk Düsseldorf
  • Herbert Kuschel, zertifizierter Energieberater und Energieexperte im Sanitär-, Heizungs-, Klima-Hand­­werk (HWK) bei Vaillant, Rem­scheid

Eines machten die Experten einstimmig deutlich: Wer eine Hei­zungs­anlage, die 15 Jahre oder älter ist, durch ein modernes Sys­tem ersetzt, schont Umwelt und Bank­konto gleichermaßen. Denn moderne Gas-Brennwertgeräte be­nö­tigen im Vergleich zu älteren Nie­dertemperaturkesseln bis zu 30 % weniger Energie. Werden zusätzlich Solarkollektoren zur Warm­was­ser­be­reitung genutzt, kann die Ersparnis sogar bis zu 40 % betragen – im Gleichschritt sinken die Emissionen und die Heizkosten. Den­noch ist in rund 15 Millionen bundesdeutschen Haushalten weiterhin veraltete Technik im Einsatz, schätzt der Bundes­industrie­ver­band Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik.

Investieren in eine neue Heizung zahlt sich aus

Welche Lösung zu welchem Ge­bäude passt, sollte dabei stets im Zuge einer persönlichen Be­ra­tung durch einen Fach­handwerker er­mittelt werden: Die warme Jah­res­zeit bietet die beste Gelegen­heit, sich von alten, ineffizienten Anlagen zu trennen und bereits im kommenden Winter die Heizkosten deutlich zu reduzieren. „Bei bestehenden Ei­genheimen rechnet sich der Einsatz einer neuen Gas- oder Öl-Brenn­wertheizung immer – und zwar be­reits ab dem ersten Tag“, machte Martin van Beek, Ober­meis­ter der Innung für Sanitär- und Hei­zungs­technik Essen deutlich. „Zu­dem sind die Investitionskosten im Ver­hältnis zu anderen Ener­gie­ein­spar­maßnahmen wie einer Fassaden­däm­mung gering.“

Erneuerbare Energien nutzen

Immer mehr Verbraucher interessieren sich zudem für erneuerbare Ener­gien. „Wer neu baut, ist ohnehin da­zu verpflichtet“, erläuterte Norbert Schmitz, Geschäftsführer Technik des Fachverbandes Sanitär Heizung Klima Nordrhein-West­fa­len. „Für Neubauten gilt das Er­neuer­bare-Energien-Wärmegesetz, wonach ein bestimmter Anteil des Wärmebedarfs über erneuerbare Energien wie Solar­thermie, Bio­mas­se oder Geothermie abgedeckt werden muss.“ Aber auch im Altbau machen sogenannte Hy­brid-Sys­te­me aus effizienter Brenn­wert­tech­nik und regenerativen Ener­gie­­quel­len durchaus Sinn, so der zertifizierte Energieberater und Vaillant Heizungsexperte Herbert Kuschel: „Wenn immer es die baulichen Mög­lichkeiten erlauben, ist dies sehr zu empfehlen, um noch mehr Energie und Geld zu sparen.“

Überblick zu allen Förder­möglich­kei­ten

Ganz gleich, für welches Heiz­sys­tem man sich entscheidet: Haus­ei­gentümer können für eine Mo­der­ni­sierung verschiedene Fördermittel in Anspruch nehmen. Viele Anrufer erkundigten sich nach den Mög­lich­keiten. Eine Übersicht – konkret passend zum eigenen Projekt – bietet etwa die Homepage www.foerderwunder.de. Daneben empfahlen alle Experten, grundsätzlich den Rat von örtlichen Fachhandwerkern in Anspruch zu nehmen. Kom­pe­ten­te Ansprechpartner finden Ver­brau­cher beispielsweise in den bundesweiten Vaillant-Kun­den­foren, wo TÜV-zertifizierte Energie­berater für individuelle Beratungen zur Ver­fü­gung stehen. In diesen Beratungs­zentren erhalten Ver­brau­cher zu­dem einen umfassenden Überblick über alle technischen Mög­lich­kei­ten, von hoch effizienter Gas- oder Ölbrennwerttechnik über Wärme­pum­pen bis zu Pellet-Heiz­kes­seln.

Tipps zum Sparen

Neben aller Technik beeinflusst der Bewohner selbst mit seinem Ver­hal­ten, wie hoch die nächste Heiz­kostenabrechnung ausfällt. Norbert Schmitz hatte am Telefon drei einfache Tipps parat, die beim Sparen helfen: Heizkörper sollten nicht durch Verkleidungen, Vorhänge oder Möbel zugestellt werden. Ge­kippte Fenster sollte man vermeiden, stattdessen mit komplett ge­öffneten Fenstern alle paar Stun­den stoßweise lüften. Die Raum­tem­pe­ratur um ein Grad zu reduzieren, spart rund 6 % Heiz­kosten ein – ohne dass man auf wohlige Wär­me verzichten müsste.

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