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Ernährungsmythos: Viele Süßigkeiten verursachen Zuckerkrankheit

Ernährung | Kinderriegel (c) Andreas Morlok / pixelio.de

Immer wieder kreisen sogenannte Ernährungsmythen über unseren Köpfen und beeinflussen über Generationen hinweg unser Essverhalten. Ernährung ist nichts statisches sondern verändert sich im Laufe unseres Lebens. Wir entwickeln Geschmack, besondere Vorlieben und haben Lieblingsgerichte genauso, wie wir auf bestimmte Speisen und Getränke gern verzichten können. Ernährungsmythen können durch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse schlicht und einfach auch revidiert werden. Ob man dann dem Ernährungswissenschaftler, Arzt oder Heilpraktiker mehr Glauben schenkt als der eigenen Mutter bzw. Großmutter sein dahingestellt. Fakt ist, dass nur echte Fakten zählen. Aber was ist denn nun dran am Ernährungsmythos Süßigkeiten verursachen Zuckerkrankheit?

Mit einigen Ernährungsmythen wollen wir in Zusammenarbeit mit der promovierten Ernährungswissenschaftlerin Dr. Elke Arms aufräumen.

Frage von Susanne B. aus Köln an Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin des Nestlé Ernährungsstudios:„Ich liebe Süßigkeiten. Doch verursachen zu viele Süßigkeiten die Zuckerkrankheit?“

„Im Volksmund wird Diabetes mellitus auch häufig als Zuckerkrankheit bezeichnet. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Zucker diese Stoffwechselerkrankung auslöst. Doch einen direkten Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Zucker und dem Auftreten von Diabetes mellitus gibt es nicht. Zu viel Zucker ist dennoch nicht ratsam. So sollten Sie täglich nicht mehr als zehn Prozent der Nahrungsenergie durch zugesetzten Zucker aufnehmen. Für Erwachsene mit einem durchschnittlichen täglichen Energieverbrauch von 2.000 Kalorien sind das höchstens 50 Gramm Zucker am Tag.“

Frage von Maria Z. aus Bochum an Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin des Nestlé Ernährungsstudios:„Ich bin übergewichtig und habe Angst an der Zuckerkrankheit zu erkranken. Gibt es da einen Zusammenhang?“

„Als Zuckerkrankheit werden umgangssprachlich fast immer der Typ 1-Diabetes und der Typ 2-Diabetes beschrieben. Der Typ 1-Diabetes entsteht meist bereits im Kinder- und Jugendalter und ist genetisch bedingt oder wird durch Viren verursacht. Der oft auch als Alters-Diabetes bezeichnete Typ 2-Diabetes hingegen kann auf unausgewogene Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen sein. Ungefähr 80 Prozent der Typ 2-Diabetiker sind übergewichtig, was als ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung einer Typ 2-Diabetes-Erkrankung gilt. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie ausgewogen und abwechslungsreich essen. Die Ernährungspyramide zeigt Ihnen, welche Lebensmittel in welcher Menge für Ihren Speiseplan geeignet sind. Auf diese Weise können Sie auch einer Gewichtszunahme vorbeugen oder vorhandene Pfunde abbauen. Damit tragen Sie zur Vermeidung einer Typ 2-Diabetes-Erkrankung bei.“

Dr. Elke Arms ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin. Sie verantwortet mit einem Team aus erfahrenen Oecotrophologen die individuelle Ernährungsberatung im Nestlé Ernährungsstudio.

Weitere Fragen im Familienservice loswerden

Ernährungsfragen sind häufig auch Streitpunkte im Zusammenleben. Ob, wieviel und was man am besten Essen sollte, kann und soll nicht abschließend ohne den richtigen Experten und die situationsbezogene Analyse beantwortet werden. Fragen zur Ernährung stellen betreute Mitarbeiter im Familienservice der familienfreund KG.

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