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Fit im Alter – beruhigt ins Rentenalter

Senioren (c) RainerSturm / pixelio.de

(mpt-12) Immer mehr Menschen müssen auch im Rentenalter weiterhin arbeiten gehen oder beziehen Sozialleistungen. Ein Grund mehr frühzeitig an die Altersvorsorge zu denken. Aber nicht nur das, nicht selten gehen Arbeitnehmer aus Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle auch krank zur Arbeit mit tief greifenden Folgen für die Gesundheit. Wenn morgens die Nase kribbelt und sich der Hals rau anfühlt, ist das für viele Arbeitnehmer noch lange kein Grund, zuhause zu bleiben. Schließlich gilt die Devise: „Die Konkurrenz schläft nicht.“ Daher ist am Arbeitsplatz Präsenz und Engagement gefragt. Aus Angst, ihren Job und somit die Existenzgrundlage zu verlieren, glauben immer mehr Arbeitnehmer, sich Fehlzeiten aufgrund von Krankheit nicht mehr leisten zu können.

Zudem würde man ja die Kollegen nicht im Stich lassen. So schleppen sich Millionen von Berufstätigen trotz Erkältung an ihre Arbeitsstelle. Um trotz der klassischen Symptome eines grippalen Infektes wie Gliederschmerzen, Kopfweh und Abgeschlagenheit funktionsfähig zu sein, suchen die Betroffenen ein Mittel, das rasch hilft. Aber ist es überhaupt sinnvoll, erkältet zur Arbeit zu gehen?

Krank zur Arbeit – Ansteckungsgefahr

Auch wenn sich die anderen Mitarbeiter anfänglich darüber freuen, dass der kranke Kollege den Weg ins Büro findet – die Ansteckungsgefahr bei einem grippalen Infekt ist groß. Verbreitet werden die viralen Erreger per Tröpfcheninfektion, die beim Sprechen, Niesen oder Husten durch Vernebelung an die Luft abgegeben werden. Vor dort gelangen sie über den Atemstrom von Mensch zu Mensch und können sich ungehindert ausbreiten. Wer in einem Großraumbüro arbeitet oder viel Publikumsverkehr hat, sollte besser nicht erkältet zur Arbeit gehen und mit einer Erkältung besser zuhause bleiben. Auch Menschen, die in einem Vielsprecherberuf arbeiten, wie Lehrer, Sänger, Schauspieler und Call Agents, sollten bei starken Halsschmerzen nicht arbeiten und lieber die Stimmbänder schonen. Bei Fieber ist Bettruhe angesagt. Wer dann arbeitet, riskiert Folgeerkrankungen, im schlimmsten Fall eine Herzmuskelentzündung.

Was ist trotz Krankheit erlaubt?

Wer vom Arbeitsplatz fern bleibt benötigt eine Krankschreibung vom Arzt. Doch hat ein Kranker zwangsläufig Stubenarrest? Nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts dürfen krank geschriebene Arbeitnehmer nichts unternehmen, was die Genesung verzögert oder gar gefährdet. Doch die Gesundung findet nicht nur im Bett statt, es ist alles erlaubt, was ihr zu Gute kommt. So ist ein Spaziergang an der frischen Luft, das Schläfchen im Gartenstuhl oder auch die Teilnahme am Familienfest kein verbotenes Verhalten. Mit einer Erkältung sollte man aber nicht ins Freibad gehen, und bei Magen-Darm-Erkrankungen sollte man nicht vom Chef im Restaurant gesichtet werden.

Effektive Vorsorge für das Rentenalter

Nach einer neuen Studie der Ruhr-Universität Bochum droht den Bundesbürgern in der Rentenzeit eine deutlich größere Vorsorgelücke als bisher angenommen. Demnach fehlen einem Durchschnittsrentner im Alter pro Monat etwa 650 Euro, um den persönlichen Lebensstandard in der Rentenzeit zu sichern. Dies wären 350 Euro mehr als bisher veranschlagt. Zudem war man bisher davon ausgegangen, dass zur Alterssicherung ca. 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens ausreichen würden. In der Praxis sei der Bedarf zur Erhaltung des gewohnten Lebensstandards in der Rentenzeit aber deutlich größer, meinen die Forscher aus Bochum. Demnach müssten Bürger zu Beginn der Rentenzeit rund 87 Prozent vom letzten Netto erzielen.

baV – wichtiger Bestandteil für die Altersvorsorge

Da die staatliche Rente Schritt für Schritt zurückgefahren wird, sollen die Bürger die immer größer werdende Rentenlücke in der Rentenzeit durch private Vorsorgeanstrengungen an den Kapitalmärkten ausgleichen. Soweit die Theorie. In der Praxis sind die Zinsen im Euroraum seit Jahr und Tag auf einem extrem niedrigen Niveau, für Sparer lassen sich an den Finanzmärkten keine adäquaten Renditen mehr erzielen.

Nicht zuletzt die Lebensversicherer haben immer mehr Mühe, angemessene Erträge für ihre Kunden zu erwirtschaften. Eine attraktive Alternative kann in diesem Zusammenhang die betriebliche Altersvorsorge (bAV) sein. Auch hier wachsen die Renditen beim derzeitigen Zinsniveau nicht in den Himmel – der Clou bei der bAV ist stattdessen die Nutzung des Brutto-Netto-Effekts. „Eine moderne und sichere Altersvorsorge für die Rentenzeit muss heute idealerweise auf mehreren Schichten basieren. Neben der ersten Schicht der gesetzlichen Rente sollte möglichst als zweite Schicht eine Zusatzversorgung wie die betriebliche Altersvorsorge (bAV) treten,“ sagt Michael Reizel, Chef der BVUK-Gruppe, die im Bereich der Kommunikation und Beratung im Themenumfeld Vergütung und Versorgung tätig ist. Als dritte Schicht kommen zusätzlich Kapitalanlageprodukte in Frage – das Spektrum reicht von der Lebensversicherung über Aktien und Anleihen und geht bis hin zu Fonds.

Was bleibt übrig?

Die BVUK-Gruppe erarbeitet passgenaue Vergütungs- und Versorgungs-Systeme speziell für mittelständische Firmen. „Die bAV als Form persönlicher Altersvorsorge ist so attraktiv, weil sie den Brutto-Netto-Effekt nutzt“, sagt Michael Reizel. Denn Beschäftigte, die sich einen Teil ihres Gehalts in eine Betriebsrente umwandeln lassen, können Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sparen. „Die Beiträge zur bAV werden im Gegensatz zu den Beiträgen, die man beispielsweise in eine Lebensversicherung leistet, nicht vom Netto-, sondern vom Bruttogehalt abgezogen. Da dieser Betrag innerhalb der gesetzlichen Grenzen steuerfrei ist und dann auch keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen, kostet er den Arbeitnehmer effektiv nur etwa die Hälfte aus seinem Geldbeutel.“ Jeder einzelne Euro, der im Rahmen einer Entgeltumwandlung in ein Versorgungssystem geht, stellt aber auch für den Arbeitgeber eine Ersparnis dar, weil diese Beträge innerhalb der gesetzlichen Grenzen nicht mit Lohnnebenkosten belastet sind. Und es führt sogar dazu, dass Arbeitgeber auch deshalb daran interessiert sind, wenn Ihre Mitarbeiter etwas für ihre Versorgung tun.

Vorsorge – was gehört außerdem dazu?

Die meisten Menschen befassen sich eher ungern mit diesem Teil des Älterwerdens, doch auch die Frage: „Wo möchte ich bestattet werden?“, sollte möglichst zu Lebzeiten geklärt werden. Neben den klassischen Vorgehensweisen gibt es auch immer häufiger den Trend zur Waldbestattung.

Bestattungswälder entstehen in Zusammenarbeit mit Kommunen und Forstverwaltungen. Momentan gibt es 46 Standorte in ganz Deutschland, sie liegen verkehrsgünstig und dennoch ruhig. Als Träger der Wälder fungieren die Kommunen, um die Pflege kümmern sich die jeweiligen Forstverwaltungen. Zu den Aufgaben der verantwortlichen Förster gehören kostenlose Waldführungen für Gäste, die sich mit dem alternativen Konzept der Beisetzung vertraut machen wollen. Regelmäßig geht es auf einer Mischung von Spaziergang und Informationstour durch das Revier.

Die Wahl des Baumes

Unterwegs erklären die Waldexperten beispielsweise, dass man sich schon vorsorglich und früh einen Bestattungsplatz reservieren lassen kann. Diejenigen, die diesen Entschluss treffen, empfinden die Vorstellung als tröstlich, „ihren“ Baum noch eine Zeit lang wachsen und gedeihen zu sehen. Das hört FriedWald-Geschäftsführerin Petra Bach häufig in Gesprächen mit „Baumbesitzern“. Ehe- und Lebenspartner oder Freunde suchen sich in vielen Fällen zusammen einen Partnerbaum aus.

Die Grabpflege

Eine alternative Bestattung im Wald setzt eine Einäscherung voraus. In einer biologisch abbaubaren Urne wird die Asche dann mit den Ritualen, die der Verstorbene vorher nach seinen Wünschen bestimmen kann, an den Wurzeln des ausgewählten Baumes beigesetzt. Dabei kann ein geistlicher Beistand anwesend sein, es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, diese Zeremonie zu begehen – zum Beispiel mit musikalischer Begleitung. Ein Namensschild am Stamm macht anschließend auf die Grabstätte aufmerksam, und ihre Pflege wird von der Natur übernommen – was bedeutet, dass das Grab im Herbst von bunten Blättern bedeckt ist.

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