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Friedhofsgebühren steigen an: Die letzte Ruhe wird immer teurer

Friedhof (c) familienfreund.de

Die Friedhofsgebühren sind in Deutschland in letzter Zeit teilweise enorm angestiegen – das ergab eine Erhebung von „bestattungen.de“. Die Kosten für ein sogenanntes Erdwahlgrab, dessen Standort auf dem Friedhof individuell gewählt und das mindestens 20 Jahre lang genutzt werden kann, betragen in Bonn beispielsweise zur Zeit rund 2.210 Euro. Im Vergleich zu 2011 entspricht dies einer Preissteigerung um etwa 40 Prozent. Auch in Köln wurden die Preise um rund 20 Prozent angehoben, so dass ein Grab dort derzeit etwa auf 1.450 Euro kommt. Eine kleine hessische Gemeinde hob die Preise für Erdwahlgräber sogar um rund 140 Prozent an. Deutlich teurer sind aber auch Erdreihengräber geworden, bei denen Erhöhungen sogar um bis zu 290 Prozent festgestellt wurden.

Wie kommt es zu den Preissteigerungen?

(mpt-634).  In Deutschland hat sich ein dramatischer Wandel in der Bestattungskultur vollzogen: Mittlerweile machen Urnenbestattungen fast die Hälfte aller Bestattungen aus. Darüber hinaus gibt es auch immer mehr anonyme Bestattungen und Gemeinschaftsgräber, so dass ein großer Teil der Friedhofsflächen ungenutzt bleibt. Die Folge: Aufgrund der gleichbleibenden Ausgaben für die Unterhaltung der Friedhöfe müssen die dafür anfallenden Kosten nun auf die stetig abnehmende Zahl der Nutzer umgelegt werden – und genau das führt zu den teilweise enormen Erhöhungen der Grabgebühren.

Finanzielle Aspekte rechtzeitig klären

Die Grabgebühren stellen im Übrigen nur einen Teil der Friedhofsgebühren dar. Diese ergeben sich aus mehreren Posten und machen insgesamt rund 25 bis 40 Prozent der Gesamtkosten einer Bestattung aus. Zwar variieren die Kosten von Stadt zu Stadt, jedoch kann man im Bundesdurchschnitt mit rund 5.000 bis 7.000 Euro rechnen. Möchte man seinen Verwandten post mortem nicht zur Last fallen, sollte man die finanziellen Aspekte rund um die Bestattung möglichst rechtzeitig regeln. Das geht zum Beispiel durch den rechtzeitigen Abschluss einer Sterbegeldversicherung. Diese deckt die Kosten für die Beisetzung und weitere Ausgaben, die direkt mit dem Tod verbunden sind.

Abschluss einer Sterbegeldversicherung auch im hohen Alter möglich

„Je früher man sich um den Abschluss einer Sterbegeldversicherung kümmert, desto geringer ist der eigene monatliche Aufwand. Denn die Beitragszahlung wird bei einem früheren Eintritt in den Vertrag auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt“, erklärt Versicherungsexpertin Andrea König-Uber. Das Abschließen einer Sterbegeld-Police ist auch im fortgeschrittenen Alter möglich. Die Ergo Direkt Versicherungen bieten beispielsweise einen Tarif an, der bereits nach zwölf Monaten Aufbauzeit im Todesfall den vollständigen Leistungsumfang erbringt. „Und wenn man bereits zu Lebzeiten eine bezugsberechtigte Person bestimmt, so vereinfacht und beschleunigt dies die Bearbeitung durch den Versicherer im Todesfall“, so Andrea König-Uber.

Traditionelle Trauergottesdienste nicht mehr so gefragt

Nicht nur die Trauerkultur hat sich in Deutschland verändert, sondern auch die Vorstellungen davon, wie der letzte Weg gestaltet werden soll. Nur knapp jeder Dritte wünscht sich hierzulande noch einen traditionellen Trauergottesdienst. Wesentlich beliebter ist ein „zwangloses Zusammentreffen“ von Familienangehörigen und Freunden, so das Ergebnis einer TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. Danach wünschen sich etwa zehn Prozent der Bundesbürger einen „fröhlichen“ Abschied, während 16 Prozent sogar überhaupt keine Trauerfeier möchten.

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