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So gelingt das Projekt Großfamilie

Mutter, Vater, Kind - romantisch (c) unsplash / pixabay.de

Wie in einem älteren Beitrag anhand von praktischen Beispielen beschrieben, geht es beim Vorhaben Generationenwohnen nicht immer darum, dass die Kinder bei den Eltern wohnen bleiben. Zum Gelingen einer glücklichen Großfamilie kann es beitragen, wenn die Eltern den Kindern hinterherziehen. Mit wenigen Tipps und dem Hören auf das eigene Bauchgefühl ist es gar nicht schwer, eine neue Form von Vereinbarkeit von Beruf und (Groß)Familie zu erzielen.

Damit der Umzug der eigenen Eltern gelingt, hilft es, die Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen. Fragen Sie sich zum Beispiel ganz ohne Druck, ob Ihr Vater oder Ihre Mutter jeden Tag an Ihrem Tisch sitzen soll. Nach dem Wochenendbesuch kann man einfach die Tür schließen. Wohnen die erwachsenen Kinder und die Eltern zusammen, ist Toleranz gefragt. Auch müssen die Großeltern ehrlich zu sich selbst sein und überlegen, ob sie wirklich täglich mit den Enkeln im Sandkasten spielen oder einer ‚Chauffeurtätigkeit‘ nachgehen können.

Bleiben Sie sich treu

Manchmal kann man dem Krach nicht aus dem Weg gehen, aber wenn man seine Grenzen kennt, ist die Gefahr für einen großen Streit geringer. Gerade die altbekannte Eltern-Kind-Situation lauert als psychologische Falle auf alle Beteiligten, denn auch erwachsene Söhne und Töchter fallen wieder in die Kindrolle in der Nähe der Eltern. Und auch die Eltern wollen wieder Bestimmer über das Leben der, jetzt erwachsenen und selbstständigen Kinder sein.

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Runterschlucken und emotionale Verrechnungsgeschäfte sind kontraproduktiv. Christine Sowinski, Diplom-Psychologin beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) empfiehlt miteinander ins Gespräch zu kommen und lieber mit unbequemen Fragen dem Projekt Großfamilie eine Erfolgschance zu geben.

  • Was stelle ich mir vor als Mutter und Vater – und was nicht?
  • Was wollen die Kinder und was nicht?
  • Was passiert, wenn die Eltern pflegebedürftig werden? Was erwarten sie? Und was sind die Kinder bereit zu leisten?

Eigenes Umfeld und eigene Interesse sind für die Kinder und auch die Eltern wichtig, damit die eigene Identität erhalten und der Nervfaktor sich in Grenzen halten sollen. Wichtig ist ebenso, dass die Motivation nicht allein in der Notsituation der Vereinbarkeit von Kind und Karriere sowie der großen Entfernung zu den Enkelkindern liegt.

A. und J. Ohl: „Wir sind natürlich in eine eigene Wohnung gezogen, denn wir wollten ja schließlich gut miteinander auskommen“

Einen alten Baum verpflanzt man nicht – so einfach

Je älter man wird, umso mehr Mühe macht es, sich von liebgewonnenem zu trennen. Da sind der kleine Laden mit den bekannten Verkäuferinnen, der Arzt, bei dem man seit Jahrzehnten in Behandlung ist, der Park mit seinen bekannten Wegen und Ecken. Und auch der Umzug selbst, mit Ein- und Auspacken sowie Ab- und Aufbauen bringt Strapazen und Stress mit sich. Die Formalitäten wie Ämter und Versorger noch gar nicht mitgerechnet.

Familie Ohl bereut den Schritt nicht: „Natürlich war der Abschied schwer – von Freunden, die uns ans Herz gewachsen sind, und von vertrauten Orten“, gesteht Anneliese Ohl. Aber das Ehepaar spürt auch, dass das Leben gerade durch den engeren Kontakt zur jungen Generation in Bewegung bleibt und immer wieder erfordert, sich auf die neue Heimat einzustellen: „Unsere Enkeltochter wird immer selbstständiger, wir sind nicht mehr so intensiv im Einsatz. Ich denke, es ist eine gute Zeit, sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen.“

Pro-Tipp: Bei allem kann natürlich ein generationenübergreifender Familienservice helfen, aber nicht jeder Arbeitgeber möchte seine Belegschaft so umfassend und vorausschauend unterstützen. Für diesen Fall hat die familienfreund KG den Comfortmanager entwickelt und mit Wohnungsvermietern auf seine Praxistauglichkeit überprüft.

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