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gutachten zum recht auf gemeinsames lernen veröffentlicht

Klingel mit Rollstuhlsymbol (c) BrandtMarke / pixelio.de

gemeinsam groß werden, miteinander lernen, spass haben und entsprechend gefördert und gefordert werden – das macht doch kita und schule aus oder? und, wenn man dann noch die stärken stärkt kann doch fast nichts mehr schiefgehen. nur reden wir nicht immer von allen kurzen und heranwachsenden menschen. „kinder mit behinderungen müssen jetzt in die regelschulen. das muss zum normalfall werden, weil kinder mit behinderungen dort mehr potentiale entfalten können als ihnen heute zugestanden wird. das nun vorliegende gutachten bestätigt unsere forderung.“

prof. dr. eibe riedel , professor für öffentliches recht und völkerrecht und derzeit prorektor für forschung und internationales der universität mannheim, veröffentlichte gestern ein gutachten zum recht auf gemeinsames lernen nach der un-behindertenrechtskonvention vor. einfach und leicht zu verstehen, meint er, dass das recht auf ein gemeinsames lernen von behinderten und nicht behinderten schon in der un-konvention verankert sei.

immer noch schleppend dagegen, ist die umsetzung in der praxis. nur wenige kinder mit handicap sind schulisch an regeleinrichtungen integriert. die anderen, die mit sonderpädagoischen förderbedarf jeder art eine förderschule besuchen, werden schul- und berufskarrieren für ihr gesamtes leben festgeschrieben, sagt priska hinz, bildungspolitsche sprecherin der hessischen grünen. gemeinsame beschulung kostet geld, aber lohnt sich langfristig.

nun steht wieder die frage nach dem topf, der zuständigkeit und der finanzierung im raum. nicht an die kinder wird gedacht, an den mehrwert, an bildung oder gleichbehandlung sondern lediglich an die entsprechenden bürokratischen vorgänge, formulare und aufwendungen. in europa bildet deutschland in diesem punkt auch das schlußlicht und das ist doch eigentlich richtig traurig. in den usa dagegen machen kinder mit down syndrom sogar den high school-abschluss.

investition in bildung heißt auch investition (der länder) in:

  • gut geschultes personal
  • barrierefreie schulen und
  • inklusion

 

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