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Haustauschferien: Freunde in der ganzen Welt gewinnen

Ferienhaus (c) familienfreund.de

(mpt-14/48174). Ein Urlaub will gut geplant sein. Es gilt, das Reiseziel auszuwählen, Hotelangebote abzuwägen, die Anfahrt zu buchen – all das muss außerdem rechtzeitig geschehen, um noch zu bekommen, was man sich wünscht. Wesentlich unkomplizierter sind sogenannte Haustauschferien. Man wohnt während des Urlaubs im Zuhause eines anderen, der zur gleichen Zeit im eigenen Heim logiert. So bieten sich vielfältige spontane Möglichkeiten, interessante Regionen bis hin ins ferne Ausland kennenzulernen – und das auf äußerst preiswerte Weise.

Angenehme Unabhängigkeit durch privaten Haustausch

Natürlich ist es ein berechtigter Wunsch, sich im Urlaub endlich mal um nichts kümmern zu müssen – hier ist der Komfort eines Hotels oder einer Pension ungeschlagen. Andere Menschen legen hingegen sehr viel Wert auf ihre absolute Unabhängigkeit – sei es von Hotelregeln, Essenszeiten, Zimmerservice oder auch der notwendigen Rücksichtnahme auf andere Gäste. Deshalb gewinnt der Tausch von Privathäusern bei Urlaubern immer mehr an Beliebtheit. Man ist sein eigener Herr und muss sich nach niemandem richten als nach seinen eigenen Bedürfnissen. Besonders für Familien mit Kindern sind solche Arrangements praktisch – nicht zuletzt, weil im Tauschhaus von Fahrrädern bis zum Fläschchenwärmer meist alles Notwendige bereits vorhanden ist. Nicht selten kann sogar der Familienzweitwagen mit genutzt werden, und nach Vereinbarung kümmert man sich auch gegenseitig um daheimgebliebene Haustiere oder Zimmerpflanzen.

Eine seriöse Haustausch-Community schafft Sicherheit

Vor dem ersten Tauschurlaub herrscht meist etwas Nervosität, auf was man sich da eigentlich einlässt. Schließlich lässt man Fremde in sein Heim, und wer weiß schon, wie sie es hinterlassen werden. Ein seit Jahren gut organisiertes Netzwerk wie zum Beispiel HomeLink e.V. ist deshalb eine gute Wahl – hier werden alle Angebote geprüft, und eventuelle Beschwerden verfolgt. Die Haustausch-Community organisiert seit 1953 erfolgreich Tauschurlaube in inzwischen 75 verschiedenen Ländern – alle Informationen dazu finden sich unter www.homelink.de im Internet.

Der Vereinsvorstand von HomeLink Deutschland, Manfred Lypold, berichtet, dass seit der Gründung noch kein einziger Diebstahl gemeldet wurde, und die wenigen Beschwerden betrafen in aller Regel unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit und wurden immer schnell geregelt. Tatsächlich anfallende Schäden werden normalerweise von den privaten Hausrat- und Haftpflichtversicherungen übernommen, zusätzlich sichert ein im Mitgliedsbeitrag enthaltener Garantiefonds alles Weitere bis zu einer Summe von 2.500 Euro. Zudem lernen sich die Tauschpartner ja bereits durch den vorhergehenden Informationsaustausch recht gut kennen, und die Erfahrung zeigt, dass die anfängliche Fremdheit sehr schnell schwindet.

Wie Haustauschferien funktionieren

Nach der Anmeldung in der Community erstellt man für sich und sein Domizil ein umfassendes Profil – inklusive Bildern und Angaben über die örtlichen Gegebenheiten, Möglichkeiten und gegebenenfalls Einschränkungen. Dieses erscheint in der Mitgliederdatenbank, worauf sich dann in der Folge interessierte Tauschpartner melden. Über die Suchfunktion kann man sich selbst nach seinem Traumobjekt umsehen – findet man etwas Geeignetes, ergeht an den potenziellen Tauschpartner eine Tauscheinladung. Ist man sich einig, wird der Tausch durch einen Vertrag bestätigt, und es kann losgehen. Die Mitgliedschaft bei HomeLink beispielsweise kostet 140 Euro im Jahr und beinhaltet den Garantiefonds.

Sogar einen Tausch-Rücktrittsschutz, zum Beispiel bei Krankheit der Tauschfamilie, bietet der Verein an. So können Sie beruhigt in Urlaub fahren, auch wenn der Tauschpartner durch Krankheit verhindert ist.

Zahlreiche Tauschvariationen möglich

Ursprünglich basierte die Idee der Haustauschferien auf dem zeitgleichen Tausch zweier Häuser. Inzwischen haben sich allerdings viele weitere Varianten etabliert – so müssen die jeweiligen Tauschobjekte keineswegs gleichwertig sein. Es ist durchaus möglich, etwa eine zentrumsnahe Mietwohnung gegen ein Einfamilienhaus auf dem Land zu tauschen, und selbst ein Tausch über die Kontinente hinweg wird immer beliebter. Immerhin hat jeder seine persönlichen Wünsche und Beweggründe für die Auswahl seines Urlaubsdomizils. Insofern gibt es absolut keine ungeeigneten Objekte, und die Kombinationsmöglichkeiten sind fast unbegrenzt. Auch ein zeitversetzter Tausch, wenn zum Beispiel eine Ferienwohnung im Spiel ist, kommt häufig vor. Und ein leer stehendes Haus, während der Besitzer im Urlaub ist, wird häufig zum Einhüten angeboten. Das hat den Vorteil dass die Katze versorgt, der Rasen gemäht und der Briefkasten geleert wird.

Überall sofort zu Hause

Übrigens verbringen durchaus nicht nur junge Leute ihre Ferien auf diese Weise. Über eine umfassende Mitgliederumfrage, die HomeLink 2013 durchführte, stellte sich heraus, dass sich die Mitglieder der Community aus allen Altersklassen, Familienstrukturen und Bildungsschichten rekrutieren. Einerseits sind natürlich die günstigen Kosten ein großer Anreiz – außer den persönlichen Anfahrtskosten fällt ja finanziell weiter nichts an. Die meisten Haustauscher loben allerdings noch mehr die menschlichen Beziehungen, die sich durch solche Partnerschaften aufbauen. Nicht selten entwickeln sich daraus lebenslange Freundschaften. „Man kommt als Fremder und geht als Freund“, ist der vorherrschende Tenor. Immerhin verbringt man seine Ferien nicht in irgendwelchen anonymen Urlaubszentren, sondern mitten im Leben der Tauschpartner. Auf diese Art kommt man auf intensive Weise in Kontakt zu den Menschen vor Ort und kann – gerade bei Auslandsaufenthalten – Kultur und Leben im Tauschland sozusagen von innen erleben.

Auf dem YouTube-Channel finden sich zahlreiche Erfahrungsberichte und nützliche Tipps.

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