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bildungschancen: heute noch in der krippe morgen schon professor?

kinder spielen mit Bausteinen (c) Torsten-Schröder/pixelio.de

heute noch in der krippe morgen schon professor? das ist sicherlich übertrieben, aber der besuch einer krippe und das wahrnehmen frühkindlicher bildungs- und betreuungsangebote erhöht die bildungschancen der kinder erheblich. und das damit verbundene höhere lebenseinkommen ist mit einem höheren nutzen für die gesamte gesellschaft verbunden. vor allem trift das auf kinder aus benachteiligten familien, wie familien mit migrationshintergrund oder familien mit geringer bildung der eltern, zu.  dieses ergebnis belegt eine aktuelle studie der bertelsmann stiftung. (Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland)

thema der studie war der einfluss des krippenbesuchs auf die bildungschancen und die damit verbundenen volkswirtschaftlichen effekte. das „schweizer büro für arbeits- und sozialpolitische studien“ (bass) untersuchte die geburtenjahrgänge von 1960 bis 1995. lediglich 16  der betrachteten kinder besuchten eine krippe. das ergebnis der studie verdeutlicht den hohen einfluss der frühkindlichen bildung auf den späteren bildungsweg. für den durchschnitt der kinder erhöht sich die wahrscheinlichkeit, später ein gymnasium zu besuchen, von 36 auf rund 50 %, wenn sie zuvor eine krippe besucht hatten. bei benachteiligten kindern stehen die chancen sogar noch höher. rund 2 drittel der zur krippe gegangenen benachteiligten kinder gehen aufs gymnasium.

„vor diesem hintergrund begrüßt die bertelsmann stiftung den beschluss der bundesregierung für den weiteren ausbau der krippenplätze“, so vorstandsmitglied dr. johannes meier bei der vorstellung der studie. „noch immer hat die bildung der eltern den größten einfluss darauf, ob kinder das abitur erreichen. bildung wird in deutschland bis heute in hohem grad ‚vererbt‘. der gezielte ausbau frühkindlicher bildung erhöht die chancengleichheit und ermöglicht mehr teilhabe bildungsferner schichten“, erklärte meier.

der verstärkte ausbau von krippenplätzen führt zu einem enormen volkswirtschaftlichen nutzen, denn ein gymnasialabschluss erhöht die chancen auf ein höheres einkommen erheblich. die untersuchungen zeigten: wenn 35 % der kinder eines der untersuchten jahrgangs eine krippe besucht hätten, wäre der deutschen wirtschaft insgesamt ein nutzen von durchschnittlich 2,1 milliarden euro entstanden. nach diesem szenario würde der deutschen volkswirtschaft ab 2009 für die untersuchten jahrgänge insgesamt insgesamt 12,6 milliarden nettonutzen entgehen.

auf einladung der bertelsmann stiftung und der leipziger messe erläutert professor james heckmann (nobelpreisträger für ökonomie) sowie weitere nationale und internationale expertenheute auf der buchmesse , wie investitionen in ganzheitliche bildung wirksam getätigt werden können.

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