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höhere krankenkassenbeiträge fressen rentenerhöhung auf

Krankenkassenkarte (c) claudia hautumm / pixelio.de

im ersten moment hört es sich doch richtig gut an. zum ersten mal seit mehr als drei jahren wird es zum 1. juli 2007 eine rentenerhöhung geben und zwar um 0,54 %. sieht man aber genauer hin, entpuppt sich die rentenerhöhung schnell als mogelpackung. denn erstens gleicht sie nicht mal die inflationsrate aus. und zweitens durch die gleichzeitige erhöhung der krankenkassenbeiträge bleibt den rentnern unterm strich vielleicht gerade mal 1 euro übrig.

die rentenerhöhung mal durchgerechnet

ein kleines beispiel: ein rentner mit einer monatlichen rente on 1100 euro bekommt ab dem 1. juli 2007 monatlich 5,94 euro mehr. wenn er bei der aok versichert ist, hat diese ihren beitrag um 0,95 auf 14,5 % angehoben. das bedeutet für den rentner, der davon 0,45 % selber tragen muss einen mehraufwand von 4,95 euro jeden monat. unser beispielrentner hat also, sage und schreibe, 1 euro monatlich mehr im portemonnaie. die inflationsrate oder gar die mehrwertsteuererhöhung sind hier noch gar nicht berücksichtigt.

die freude über die rentenerhöhung wird sich also in grenzen halten, wenn man sich denn die mühe macht mit dem taschenrechner mal nachzurechnen. natürlich kann man optional z.b. darüber nachdenken die krankenkasse zu wechseln oder unterm strich den einen euro auf das sparkonto zu überweisen, um zinsen zu erhalten. zum täglichen leben und für das gefühl, dass man wirklich mehr geld zur verfügung hat, reicht diese rentenerhöhung auf keine fall.

was kommt weiter auf die rentner zu?

ob 2008 die rente erneut angehoben werden kann oder ob es wieder mal eine nullrunde geben wird, steht in den sternen. „das kann man erst sagen, wenn man das ganze jahr hinter sich hat“ so sagt spd-politiker franz müntefering. das kommt ganz darauf an, ob mehr menschen beschäftigt werden. müntefering blickt allerdings „zuversichtlich“ in die zukunft.

[update: 02.06.2012] mehr rente ab 1.7.2012

so kurz vor den ferien ist im bundesrat jede menge los. viele gesetzesänderungen wurden zum 1.7.2012 auf den weg gebracht bzw. verabschiedet. so u.a. das rentenplus, welches rund 20 millionen rentnerinnen und rentner betreffen wird. der bundesrat billigte die bereits zuvor vom bundeskabinett beschlossene „verordnung zur bestimmung der rentenwerte in der gesetzlichen rentenversicherung und in der alterssicherung der landwirte zum 1. juli 2012“. die renten in westdeutschland steigen um 2,18 prozent und in ostdeutschland um 2,26 prozent. der bundesrat stimmte der entsprechenden verordnung zu.

gleichzeitig erhöhen sich auch die renten für die rund 270.000 versorgungsberechtigten – vor allem kriegs- und wehrdienstopfer, aber auch zum beispiel impfgeschädigte sowie opfer von gewalttaten um 2,18 prozent.  die deutsche rentenversicherung sendete den rentnerinnen und rentnern noch im juni den jeweiligen bescheid über die neue höhe ihrer rente ab 1. juli 2012 zu.

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