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Jahreswechsel 2014/15: Keine Vorteile verschenken

Es sind nur noch sechs Wochen bis zum Jahreswechsel 2014/2015. Worüber Sie sich bis zum Jahresende informieren sollten, damit Ihnen keine finanziellen Nachteile entstehen bzw. damit Sie keine Vorteile verschenken, haben wir zusammengestellt:

Ab 2015 nur noch geringe Verzinsung für klassischen Lebens- und Rentenversicherungen

Änderung des Höchstrechnungszins gilt nicht nur für die bekannte Kapitallebensversicherung, sondern auch für Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherungen! Mit Beginn des neuen Jahres wird der Höchstrechnungszins (auch Garantiezins genannt) für Neuverträge von derzeit 1,75 % auf 1,25 % gesenkt. Die Versicherer dürfen bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen nur noch mit dieser geringeren Verzinsung für die gesamte Laufzeit rechnen. Was viele Verbraucher nicht wissen: Auch die Policen für Risikolebensversicherung, Berufsunfähigkeit sowie Pflegerenten sind von dieser Änderung betroffen. Der Bruttobeitrag kann aufgrund des niedrigeren Zinses um etwa sieben Prozent ansteigen, weil die Versicherungsgesellschaft künftig weniger Zinsen erhält. Hinzu kommt das höhere Eintrittsalter mit Jahreswechsel. Nach ARD-Mittagsmagazin sollte man nicht warten – egal ob es teurer wird oder nicht. Alleine in der Zeit des Wartens kann man berufsunfähig werden.

Bei bestehenden geförderten Altersvorsorgeverträgen – jetzt komplette Förderung 2014 sichern!

Riester-Rente: Bei RiesterRentenVerträgen sind Zuzahlungen bis zur Höchstgrenze (2100,00 Euro pro Person und Jahr) möglich, um die volle Förderung auszuschöpfen. Diese Zuzahlung für 2014 muss bis zum 31. Dezember 2014 auf dem Konto beim Anbieter eingehen. Der Zulagenantrag für das Jahr 2012 ist dem Anbieter spätestens zum 31. Dezember 2014 einzureichen. Mit einem so genannten Dauerzulagenantrag entfallen die jährlichen Angaben. Dem Anbieter sind nur noch Veränderungen, wie die Geburt eines Kindes und Änderung des Einkommens bzw. Familienstandes, mitzuteilen. Der Mindestbeitrag liegt für alle Riester-Sparer bei 60 Euro pro Jahr.

Rürup-Rente: Selbstständige, die ihre Einnahmen-/Gewinnsituation oft erst zum Ende eines Jahres einschätzen können, sollten über den Abschluss / eine Zuzahlungen zu einer Rürup-Rente nachdenken. Die Rürup-Rente kann mit einer Einmalzahlung in 2014 beginnen. Der Jahresbeitrag für eine Rürup-Rente kann bis zu 20.000 Euro bei Alleinstehenden (40.000 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten / eingetragenen Lebenspartnerschaften) betragen, von denen in diesem Jahr 78 % (maximal 15.600,00 Euro / 31.200,00 Euro) steuerlich abzugsfähig sind. Die Rürup-Rente ist meist die einzige staatlich geförderte private Altersvorsorgeform für Selbstständige. Auch für Angestellte können die Vorteile einer Rürup-Rente sinnvoll sein. Die Steuerersparnis kann über 30 % der eingezahlten Beiträge ausmachen.

Betriebsrenten / betriebliche Altersvorsorge: Bei bestehenden Verträgen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) können ebenfalls Zuzahlungen vorgenommen werden. Mit bAV können dieses Jahr Beiträge bis zu 2.856 Euro gefördert werden, somit sparen Arbeitnehmer Steuern und im Regelfall die Sozialversicherungsbeiträge. Damit die Zuzahlung steuerlich anerkannt wird, muss sie noch vor dem 31. Dezember 2014 erfolgen.

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung noch in 2014 privat aufstocken!

Der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung steigt im Januar 2015 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 % (Kinderlose: 2,6 %). Gleichzeitig werden die Leistungen für die derzeit ca. 3 Mio. Pflegebedürftigen geringfügig erhöht. Die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung reichen jedoch nicht aus, um die Kosten im Pflegefall zu decken. Eine zusätzliche private Pflegevorsorge ist ratsam. Aufgrund der Senkung des Höchstrechnungszinses werden die Prämien für eine private Absicherung von 2015 an höher ausfallen. So zahlt beispielsweise ein/e 50-jährige/r 2014 – in Summe 19.500,00 Euro für 1.000,00 Euro monatliche Pflegerente ein. Im Jahr 2015 sind es fast 18 % mehr, in Summe: 23.000,00 Euro Einzahlung.

GKV-Beitragsreform: Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen

Der allgemeine Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beträgt bisher für alle 15,5 %. Zum 1. 1. 2015 liegt dieser bei 14,6 %, der allein von Arbeitnehmern zu tragende Sonderbeitrag (für Zahn und Krankengeld) in Höhe von 0,9 % entfällt. Ob diese Ersparnis bei Ihnen –als gesetzlich Versicherten – ankommt, ist mehr als fraglich. Bei Arbeitnehmern ist der Arbeitgeber-Anteil auf 7,3 % eingefroren, künftige Beitragssteigerungen müssen somit alleine von den Versicherten (Arbeitnehmern) getragen werden. Die Finanzierungslücke aus dem Gesundheitsfond führt zu geringeren Zuweisungen an die einzelne Krankenkasse. Die Kassen können / müssen diese Lücke nur durch Zusatzbeiträge schließen, die sie bei ihren Versicherten mit Lohnabzug vom Brutto erheben. Nach Angaben der AOK wird der Zusatzbeitrag bei allen Kassen in etwa bei 0,9 % liegen müssen. Da dieser Zusatzbeitrag von jeder Kasse individuell erhoben wird, kann es sich lohnen, zu einer Krankenkasse mit einem etwas niedrigeren Zusatzbeitrag zu wechseln. Vor einem Wechsel sollte in jedem Fall geprüft werden, welche Zusatzleistungen eine Krankenkasse erbringt. Jedem GKV-Mitglied steht mit der Beitragserhöhung ein Sonderkündigungsrecht zu. Die Zugangsdaten zur Vergleichsplattform erhalten Sie von uns – fragen Sie in unserem Büro nach!

Bausparen – Wohnungsbauprämie sichern!

Um die volle Wohnungsbauprämie für 2014 zu erhalten, ist eine Sondereinzahlung in einen bestehenden Bausparvertrag ratsam. Die WoP beträgt 8,8 % und wird auf bis zu 512 Euro (Alleinstehenden) 1.024 Euro (Verheiratete) gewährt (in bestimmten Einkommensgrenzen!)

Rechtsprechung des BGH zu sämtlichen Verbraucherdarlehensverträgen

Der BGH hat mit Urteil vom 13.05.2014 (Az: XI ZR 405/12) und vom 28.10.2014 (Az: XI ZR 348/13, XI ZR 17/14) entschieden, dass unzulässige Bearbeitungsgebühren für im Zeitraum ab 2004 geschlossene Konsumentenkredite bzw. Verbraucherdarlehen zurückgefordert werden können. Die Rechtsprechung des BGH erstreckt sich hierbei auf sämtliche Verbraucherdarlehensverträge. Hierunter fallen zum einen Kredite, die der Kreditnehmer zur Finanzierung von Gegenständen des häuslichen Gebrauchs aufgenommen hat, bspw. für die Anschaffung eines Fernsehers, eines Kühlschranks, für Reparaturarbeiten etc. Ebenso sind auch Finanzierungen größerer Anschaffungen wie bspw. eines Autos erfasst.
Des Weiteren können auch die im Rahmen einer Immobilienfinanzierung (auch Bauspardarlehen) geleisteten Bearbeitungsentgelte zurückgefordert werden. Insbesondere bei der Finanzierung des Kaufs einer Wohnung oder eines Hauses erreicht eine prozentual von der Kreditsumme abhängige Bearbeitungsgebühr in der Regel eine nicht unerhebliche Höhe. Nicht erfasst sind hingegen Bearbeitungsentgelte für Bausparverträge. Die Zulässigkeit dieser Abschlussgebühren hat der BGH bereits im Dezember 2010 (Az. XI ZR 3/10) festgestellt.

Steuerklasse jetzt noch wechseln!

Wer für 2014 noch die Steuerklasse wechseln möchte, muss dies bis spätestens 30. November dem Finanzamt melden. Die neue Kombination gilt dann vom 1. Dezember an. Gestattet wird bis auf wenige Ausnahmen lediglich ein Wechsel im Jahr.

Immobilien-Käufe in NRW und Saarland abwickeln!

Wer in Nordrhein-Westfalen (NRW) oder der Saar-Region den Kauf einer Immobilie plant und alle Fragen zu Kauf, Finanzierung und so weiter geklärt hat, sollte sie noch 2014 notariell beurkunden, denn beide Länder erhöhen ihre Grunderwerbsteuer im kommenden Jahr. Im Saarland wird von 5,5 % auf 6,5 % erhöht, in NRW von 5 % auf ebenfalls 6,5 %.

Kontakt und Ansprechpartner für diesen Beitrag:

Mirko Kother – Fachwirt für Finanzberatung (IHK)
Geschäftsführer der
Versicherungs- und Finanzkanzlei
Dr. Voigt-Straße 11, 06686 Lützen
Telefon: 034444 / 639 – 150
Fax: 034444 / 639 – 151
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