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Jahreswechsel ohne Katerstimmung

Silvester | Wunderkerze (c) Kunstart.net / pixelio.de

(djd/pt). Ausgelassene Stimmung auf der einen, Brandverletzungen und Sachschäden auf der anderen Seite: Die Silvesternacht hält Jahr für Jahr beides bereit. Leichtsinn beim Umgang mit Raketen und Böllern, gepaart mit dem einen oder anderen Glas Sekt, führt bei jedem Jahreswechsel bundesweit zu mehreren Hundert Unglücken. Keine Seltenheit sind zudem Wohnungsbrände oder Schäden an Fahrzeugen, die durch verirrte Raketen und Böller verursacht werden.

„Bei aller Fröhlichkeit sollte man die Gefahren eines Feuerwerks nicht unterschätzen und vorsichtig mit den Knallern hantieren“, sagt Stephan Schweda, Sprecher beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. „Wer bereits tief in die Flasche geschaut hat, sollte sich besser zurückhalten.“

Keine Raketen ohne Zulassung kaufen

Die notwendige Vorsicht beginnt nach den Worten des Versicherungsexperten bereits beim Einkauf. „Von Feuerwerkskörpern ohne Zulassung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) sollte man die Finger lassen“, sagt Schweda. Die BAM teilt Feuerwerkskörper in zwei Klassen ein, leicht zu erkennen am Aufdruck auf der Rakete. Die Knaller der Klasse „PII“ dürfen nur zu Silvester und nur von Personen über 18 Jahren gezündet werden. Ohnehin ist das Böllern nur am Silvesterabend ab 18 Uhr und bis Neujahr um sieben Uhr erlaubt. „Verboten ist das Knallen in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kirchen sowie Kinder- und Altenheimen“, betont der Experte. Ein weiterer Sicherheitstipp: Kinder sollten grundsätzlich nie unbeaufsichtigt Raketen oder Böller zünden.

Sicher ins neue Jahr

Eigentlich selbstverständlich, aber doch immer wieder aus Leichtsinn falsch gemacht: Raketen sollten niemals aus der Hand, sondern stets aus standsicheren Rohren oder Flaschen gezündet werden. Nicht explodierte Feuerwerkskörper sollte man nicht aufheben, da es sich um „Spätzünder“ handeln könnte. „Höchste Explosionsgefahr besteht beim Trocknen oder Anwärmen von Blindgängern“, so Stephan Schweda. Um ein Feuerwerk sicher genießen zu können, kommt es zudem auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand an. Noch ein Tipp, um Wohnungsbrände zu vermeiden: Türen und Fenster sollte man geschlossen halten, damit sich kein Feuerwerkskörper ins Haus verirren kann. Mehr Tipps für einen sicheren Jahreswechsel gibt es unter www.gdv.de im Internet.

Prosit Neujahr mit bösen Folgen – wer hilft?

Bei Sach- oder Personenschäden in der Silvesternacht kommt es auf die richtige Versicherung an (Details unter www.gdv.de):

  • Hausratversicherung: Ersetzt Schäden, die durch Feuer an Einrichtungsgegenständen entstehen.
  • Wohngebäudeversicherung: Ersetzt Schäden, die durch explodierende Feuerwerkskörper am Haus entstehen.
  • Private Haftpflicht: Tritt ein, wenn der Versicherte als Partygast einen Schaden anrichtet.
  • Kaskoversicherung: Ersetzt Schäden am Pkw. Die Vollkasko zahlt, wenn bei mutwilligen Beschädigungen kein Täter ermittelt wird.

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