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jedem kind sein instrument

das etwas andere Jugend- und Kinderzimmer (c) ssabyo77 / pixabay.de

singen, musizieren und tanzen, rhythmus entwickeln und freude an musik entdecken. das ist der kunstministerin wichtig und sie unterstützt dies 2009 im freistaat mit 600 000 euro. „kulturelle bildung ist unerlässlich für die ausbildung von kreativität, fantasie, selbstwertgefühl und selbständigkeit. kulturelle bildung hat heute mehr denn je einen persönlichkeitsbildenden effekt. kulturelle bildung ist heute leider keine selbstverständlichkeitt mehr und nicht wenige kinder haben keinen zugang zu den vielfältigen bildungsangeboten. ziel muss es sein, möglichst allen kindern auf verschiedenen wegen und so früh wie möglich einen zugang zur kultur zu eröffnen“, so sagt kunstministerin dr. eva-maria stange.

nun soll ab september 2009 jedem kind in ausgewählten schulen ein musikinstrument zur verfügung gestellt werden. besonders im ländlichem raum soll das erlernen für kinder der 1. und 2. klasse gefördert werden. von den 600000 euro sind 250000 euro für die zusammenarbeit von schulen und kulturellen einrichtungen zur förderung der kulturellen bildung in den kulturräumen geplant.

diskutabel bleibt, warum hier doppelt gelder für die einrichtung von ganztagsangeboten an grundschulen ausgeschüttet werden soll. es gibt immerhin bereits eine aktuelle förderrichtlinie zur einrichtung von ganztagsangeboten. so findet man in den ganztagsrichtlinien in den förderfähigen modulen 2 und 3 durchaus inhaltliche parallelen zum obengenannten ziel:

modul 2: unterrichtsergänzende projekte und angebote zeichnen sich durch schülerorientiertheit und aktualität aus. sie verfolgen im sinne des projektlernens einen speziellen methodischen ansatz, haben erkennbare projektphasen, sind ergebnisorientiert und setzen sich intensiv und handlungsorientiert mit speziellen problemlagen auseinander. unterrichtsergänzende projekte und angebote werden zusätzlich, über die maßgaben der lehrpläne hinaus, angeboten.

modul 3: freizeitpädagogische angebote sollen den vielfältigen bedürfnissen und interessen der schüler entsprechen. sie werden bedarfsorientiert angeboten und dienen vor allem der strukturierung des schultages und der anleitung zu bewusstem freizeitverhalten.

weiterhin ist auch die zusammenarbeit mit außerschulischen partnern bei der umsetzung der module ein aspekt der förderrichtlinie. so wird nun kultur aus nicht bekannten gründen aus der eigentlichen förderung zu ganztagsangeboten rausgelöst und extra noch bezuschusst. und jedem kind sein instrument ist auch nicht unbedingt eine individuelle förderung von interessenslagen. denn, sicher wird es an jeder schule kinder geben, die garantiert keine lust zum spielen oder erlernen eines instrumentes haben.

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