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Jobben im Studium: Das lohnt sich!

In den Universitäten werden Fach- und Führungskräfte der Zukunft ausgebildet (c) nikolayhg / pixabay.de

Praktische Erfahrungen in der Berufswelt sammeln oder schlicht seinen Lebensunterhalt finanzieren: Die Mehrheit der Studenten jobben im Studium jenseits jenseits des Vorlesungssaals. Isabell Gusinde von der Postbank erklärt, was sie beachten müssen, damit sich die Arbeit auch in Euro und Cent auszahlt.

(ddp direct) Laut einer Erhebung des Deutschen Studentenwerks jobben 66 Prozent aller Studierenden im Erststudium nebenbei. Für 45 Prozent von ihnen ist der Nebenjob zwingend notwendig, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Im Schnitt arbeiten diese Studenten rund 14 Stunden in der Woche und bekommen etwa zehn Euro die Stunde. Wer Geld verdienen muss, weil die Unterstützung von Eltern und Staat nicht ausreicht, kann sich die Arbeit oft nicht aussuchen. So stehen auf Platz eins der Studentenjobs Aushilfstätigkeiten wie Kellnern, Kurierfahrten, Verkaufen und Büroarbeiten, für die keine besonderen Qualifikationen erforderlich sind. An zweiter Stelle folgen Beschäftigungen als studentische Hilfskraft. Sie haben den Vorteil, dass sich Studenten auch während der Arbeit mit ihren Lehrinhalten beschäftigen können. Am dritthäufigsten sind Nachhilfeunterricht und freiberufliche Tätigkeiten. Idealerweise werden beim Nebenjob praktische Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft, die beim Start ins Berufsleben hilfreich sind. Dies trifft am ehesten auf Praktika zu.

Verdienstgrenzen beachten

„Liegen die Bruttoeinnahmen des Nebenjobs nicht über 400 Euro im Monat, handelt es sich um einen sogenannten Minijob, für den der Beschäftigte grundsätzlich keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlen muss“, erklärt Isabell Gusinde von der Postbank. „In der Regel entrichtet der Arbeitgeber pauschale Beträge zur Renten- und Krankenversicherung. Auch kurzfristige Beschäftigungen, die maximal auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage befristet sind, sind beitragsfrei.“

Studienbedingte Ausgaben können mit Belegen als Werbungskosten im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Anerkannt werden zum Beispiel Studiengebühren, Kosten für Fachliteratur und Arbeitsmaterialien, Aufwendungen für Computer und Drucker sowie Aufwendungen für die Fahrten von der Wohnung zum Ausbildungsort. Seit Anfang des Jahres gibt es keine Verdienstgrenze mehr für den Bezug des Kindergeldes. Das heißt, Studenten unter 25 Jahren müssen nicht mehr unter einer bestimmten jährlichen Einkommensgrenze bleiben, damit ihre Eltern weiter Kindergeld erhalten. Dies gilt allerdings nur für das Erststudium. Schließt sich eine zweite Ausbildung an, sind nur 20 Arbeitsstunden pro Woche erlaubt. Das Jahreseinkommen junger Menschen ist immer noch der Maßstab für das BAföG, die staatliche Unterstützung für Studenten und Auszubildende. „Bis zu 4.880 Euro pro Jahr dürfen Studenten und Auszubildende hinzuverdienen, ohne dass das BAföG gekürzt wird. Ausgenommen von dieser Rechnung sind bezahlte Pflichtpraktika, die im Rahmen des Studiums zwingend vorgeschrieben sind“, ergänzt Isabell Gusinde.

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