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Kann ich auch mit 40 noch Journalist werden?

Zeitung mit Informationen (c) cajul / pixelio.de

Die Tinte im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU ist noch nicht mal ganz trocken und schon wird der Inhalt für die neue Legislaturperiode bis 2016 heiß diskutiert. Andere Parteien, Vereine, Verbände, Blogger, Medienvertreter und Privatpersonen lesen und diskutieren aufmerksam über einzelne Kapitel.

Mit hätte, wäre, könnte, ist es natürlich längst vorbei. Das Werk steht und beschreibt auf 185 Seiten, wie sich u.a. Gesundheit, Pflege, Arbeit, Beruf, Ausbildung, Weiterbildung, Lernen, Kultur, Medien und Sport in den nächsten 4 Jahren entwickeln sollen. Das Wort Weiterbildung taucht als Suchbegriff im Kontext 15 mal auf. Als wichtig ist es eingestuft, dass unser Bildungssystem in jedem Fall noch durchlässiger wird. So will man dem demografischen Wandel Rechnung tragen und mit entsprechender Beratung die individuelle Bildungsbiographie von SchülerInnen, Auszubildenden und Weiterbildungsinteressierten präventiv berücksichtigen.

Lebenslanges Lernen – was steckt dahinter?

In den Begriff „Lebenslanges Lernen“ werden sehr viele Erwartungen und Hoffnungen gesteckt. Schaut man aus der frühkindlichen Bildung auf den Mensch bzw. das Kind sind vor allem grundlegende Kompetenzen angereichert mit individuellen Bildungserfahrungen im Mittelpunkt. Das Kind an sich ist ein kompetenter Lerner, welches sich im Selbstbildungsprozess mit seiner Umwelt und den Akteuren darin auseinandersetzt. Das Spiel wird als Arbeit des Kindes betrachtet, weil das Kind im Spiel seine Umwelt erschließt. Dafür braucht es eine sichere Umgebung, Zeit, Raum und liebevolle Bezugs- und Begleitpersonen, die das vor ermöglichen.

Mit dem Schulanfang wird das lebenslange Lernen im wahrsten Sinn des Wortes verschult. Kinder und Jugendliche lernen (notfalls auch auswendig) in Bildungshäusern, die sich an entsprechenden Lehrplänen inhaltlich orientieren. Natürlich geht es auch hier noch um Kompetenzen – allerdings nicht mehr vordergründig erschlossen durch die natürliche Neugier neues zu Lernen und die Welt zu erkunden. Mit zunehmenden Alter erleben Kinder und Jugendliche diese schulische Art zu lernen und sich zu bilden oft als anstrengend und langweilig. Am Ende der Schulzeit winkt das Abschlusszeugnis, welches dann auch den Übergang zu Berufsausbildung, Studium und Arbeitsmarkt ermöglichen soll.

Die meisten Jugendlichen wissen mit Eintritt in diesen Bildungs- und Lebensabschnitt oft noch viel zu wenig von den unzähligen Möglichkeiten und der beruflichen Vielfalt. Sie sind unentschlossen und benötigen oft mehr Zeit als das Bildungssystem ihnen gibt. Von etwa 360 Ausbildungsrichtungen und ca. 17000 an Hochschulen angebotenen Studiengängen lernen die meisten Jugendlichen oft nur einen kleinen Ausschnitt kennen. LehrerInnen beklagen oft, dass die Zeit für Berufsorientierung zu knapp bemessen ist. Einschneidend und prägend ist für viele junge Leute dagegen oft, wenn sie aus irgendwelchen Gründen das angestrebte berufliche Ziel nicht erreichen (können). Bestimmte Ausbildungs- und Studienplätze sind viel stärker frequentiert und gelten heute schon als schwierig reinzukommen. Andere dagegen liegen (fast) brach, obwohl die darin ausgebildeten Fachkräfte dringend benötigt werden würden.

Den Beruf in der Tasche und nun?

Jeder 2. Jugendliche orientiert sich während Ausbildung und Studium nochmal komplett in eine andere Richtung. Der Zeitpunkt des Berufseinstieges verlagert sich deutlich weiter nach hinten. Die Betriebszugehörigkeit liegt außerdem bei nur noch 10,5 Jahren. Wichtige Punkte sich neu zu orientieren, findet man bildungsbiografisch oft dort, wo es einschneidende Erlebnisse rund um die Familienplanung gibt. Manche kommen zu 2 vollkommen gegenläufigen beruflichen Entwicklungen, wie sprichwörtlich „Die Jungfrau zum Kind…“.

Das lebenslange Lernen nehmen viele Erwachsene nur noch bedingt als Erfahrungslernen wahr. Viele verknüpfen es mit strukturierten Weiterbildungsangeboten im Unternehmen, einem späten (Fern-)Studium, der Meisterprüfung oder die Möglichkeit über Kurse und Bildungsangebote in der Freizeit neue Themenfelder zu erschließen.

Kann ich auch mit 40 noch Journalist werden?

Diese Frage scheint vielen vielleicht etwas einfach und absurd, wenn man sie denn stellt – allerdings verdeutlicht die Antwort darauf, auch, dass was im Koalitionsvertrag mit Durchlässigkeit des Bildungssystems gemeint sein kann. Im Grunde kann man sie nämlich mit ja beantworten, wenn sich der Weiterbildungsinteressierte schon in einem dem Berufs- und Studienbild ähnlichem Feld bewegt bzw. bestimmte Schulabschlüsse oder/und genügend anrechenbare Berufserfahrung mitbringt. Das Fernstudium Journalismus des Deutschen Journalistenkollegs bietet Interessierten diesen Zugang zum Journalismus.

Das Journalismus Fernstudium bietet gerade Berufstätigen die Möglichkeit sich berufsbegleitend weiterzubilden. Im besten Fall entschließt sich ein Quereinsteiger, welcher beruflich vielleicht schon lange im Medienbereich unterwegs ist, seine erworbenen praktischen Erfahrungen noch mit einem entsprechendem Zertifikat nach bestandener Prüfung abzurunden. Zum Fernstudium fährt man natürlich nicht hin sondern kann nach vorgegebenen Lernbausteinen bestimmtes Wissen erarbeiten. Weiterbildungsinteressierte sparen hier auf jeden Fall Zeit und Geld. Oft kann man in Gesprächen mit bestehenden Arbeitgebern oder der Arbeitsagentur sogar noch finanzielle Unterstützung oder zeitliche Puffer vereinbaren.

Wenn ich dann fertig bin…

haben sie im Idealfall ein neues Berufs- und Arbeitsfeld erschlossen, erzielen im bisherigen Unternehmen eine Beförderung, haben die Möglichkeit freiberuflich tätig zu sein oder können gar selbst ein Unternehmen gründen. Alles kann nichts muss, ist hier die Devise. Wichtig und richtig ist es lebenslang neugierig den vielfältigen Möglichkeiten, die unsere Welt bietet, offen gegenüber zutreten. Zweifeln sie, ob Ihr Beruf auch die Berufung ist? Sind Sie gestresst oder gar unglücklich mit dem, womit sie ihr täglich Brot verdienen? Dann schwärmen sie aus, sammeln sie Inspirationen und suchen sie nach Lösungen sich das Leben so einzurichten, wie sie auch Leben wollen und können.

Allerdings birgt der Koalitionsvertrag auch einen Haken: Auf Seite 135 im großen Kapitel Zusammenhalt der Gesellschaft unterstützt die Große Koalition die Wiedereinführung des „amtlichen Presseausweises“ und will damit journalistisch-redaktionell verantwortete Medien in ihrer zentralen Bedeutung für Demokratie, Informationsfreiheit und Meinungsbildung unabhängig von der technologischen Verbreitung stärken. Dieser Presseausweis soll die journalistische Recherche erleichtern, wird jedoch nach unterschiedlichen Kriterien ausgestellt. Die ausstellende Organisation bestätigt dem Inhaber des Ausweises, als Journalist tätig zu sein.

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