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Trendwende beim Home-Office? Weniger Beschäftigte arbeiten zu Hause.

Computer (c) familienfreund.de

Es schien, als würde das Home-Office zum neuen Arbeitsplatz Nummer 1 werden. Zahlen belegen allerdings, dass aktuell immer weniger Menschen von zu Hause aus arbeiten. Eine vorübergehende Trendumkehr oder ein genereller Fingerzeig in die Zukunft? Eine Frage, die sich nicht eindeutig klären lässt.

Keine Frage: Das Home-Office ist eine gute Möglichkeit, Kinder und Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Doch schon vor rund einem Jahr wurde bekannt, dass die Zahlen gegenläufig sind. Dabei kamen überraschende Fakten ans Tageslicht: 1996, also lange bevor das Internet die Welt vollständig revolutionierte, lag die Quote von Home-Office-Arbeitern bei rund 8,8 Prozent. Zwölf Jahre später waren es 9,7 Prozent; eine vermeintlich logische Entwicklung und eine Zahl, die bis heute den Höchststand markiert. Dann allerdings die Überraschung: 2012 arbeiteten nur noch 7,7 Prozent im Home-Office, und das trotz etlicher neuer Jobs, die (theoretisch) am heimischen PC erledigt werden können.

Trendwende beim Home-Office?

Einen Erklärungsansatz liefert der Begriff „Präsenzkultur“. Übersetzt heißt das: Die Gepflogenheit, vor Ort in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers zu arbeiten, hat bis heute Bestand. Sie wird verlangt und trotz schneller Heiminternetanschlüsse (mehr dazu auf tarife.de) nicht so schnell abgelegt. Höhere Produktivität, mehr Kommunikation, nicht zuletzt auch bessere Kontrollmöglichkeiten seitens des Arbeitgebers – das dürften die wichtigsten Eckpunkte dieser Konvention sein.

Dem entgegen steht nun die Planung des Bundeswirtschaftsministeriums. Die kürzlich beschlossene Digitale Agenda soll die Verschmelzung von Wirtschaft und digitaler Welt (also Internet) beschleunigen, um die Potenziale der Technik ausschöpfen zu können. Rein logisch gesehen ist zu erwarten, dass diese Maßnahmen eine größere Zahl an Home-Office-Arbeitern hervorbringen werden. Flexible Arbeitsformen sind ein natürlicher Spross der Internet-Revolution – und dazu gehört auch die Standortunabhängigkeit.

Man darf also mit Spannung auf neue Zahlen warten. Ein Anstieg der Quote wäre rational erklärbar, doch es bleibt die Frage, wie weit die Industrie bereit ist, sich auf diese (und andere Veränderungen) einzulassen. Interessant übrigens auch der Blick auf die Geschlechter: Einst galten Frauen als das dominierende Geschlecht im Home-Office, doch der Rückgang bei den Frauen war noch stärker als bei den Männern. Ein möglicher Grund: Unternehmen haben auf den Bedarf, Familie und Arbeit zu vereinen, mit flexiblen Maßnahmen reagiert und dem Home-Office damit ein wichtiges Argument entzogen.

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