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Kinder müssen kein Vermögen kosten

Familie | Vater mit 2 Kindern (c) S. Hofschlaeger / pixelio.de

Nirgendwo in Europa ist die Geburtenrate so niedrig wie in Deutschland. Dies ist seit Jahren bekannt und wird immer wieder heftig diskutiert, doch eine Änderung ist nicht in Sicht. Umstritten ist vor allem, ob weitere finanzielle Zulagen wie das Betreuungsgeld wirklich helfen würden. 

Glück hat kein Preisschild

In kaum einem anderen Land erhalten Eltern so viele finanzielle Fördermöglichkeiten wie in Deutschland und trotzdem hinken wir bei der Geburtenrate hinterher. Am Geld kann es also eigentlich nicht liegen, sollte man meinen, auch wenn eine Studie vorrechnet, dass ein Kind die Eltern bis zur Volljährigkeit gut 120.000 Euro kostet. Eine Summe, die vielen jungen Menschen Angst einjagt, wenn sie an Familienplanung denken. Doch während manche Kosten unvermeidlich sind – beispielsweise für die Betreuung durch eine Tagesmutter oder im Kindergarten – lassen sich schließlich viele Kosten auch sparen.

Kinderkleidung wird heute immer häufiger auf speziellen Kinderflohmärkten angeboten, die ihr Stigma längst verloren haben. Schließlich ist vielen Eltern bewusst, dass ihre Kinder schon nach einem Jahr aus der Kleidung herausgewachsen sind, und verkaufen die kaum getragenen Sachen dann gerne an Eltern mit einem jüngeren Kind weiter, während sie selbst Sachen von wiederum älteren Kindern erwerben.

Schulbücher können heute günstig im Internet gekauft oder sogar kostenlos gegen andere Bücher eingetauscht werden – und wer beim Preisvergleich für Bürobedarf Papersmart oder ähnliche Portale konsultiert, findet riesige Sparpotenziale auch beim restlichen Schulbedarf.

Mut zur Sparsamkeit zeigen

In anderen Bereichen helfen manchmal auch klärende Gespräche mit anderen Eltern. So haben sich vielfach ausgesprochen teure und weite Klassenfahrten eingebürgert, die das Budget vieler Eltern stark strapazieren. Während sie selbst in ihrer Schulzeit noch in eine Jugendherberge im nahegelegenen Mittelgebirge fuhren und tagsüber stundenlang durch den Wald wanderten, muss es heute ein teurer Skikurs in den Alpen mit Unterbringung im Hotel sein oder eine Flugreise ans Mittelmeer. Kaum jemand traut sich, der Planung zu widersprechen, da alle Eltern Angst haben, als Geizkragen dazustehen oder für arm gehalten zu werden. Hat jedoch einer den Mut etwas zu sagen, werden sich meistens viele andere finden, die zustimmen.

Das Gleiche gilt für andere Bereiche, in denen geltungssüchtige Eltern häufig Vorreiter sind. Sie staffieren ihre Kinder mit teurer Markenware aus, die wiederum andere Kinder unter Druck setzen, mithalten zu müssen. Das reicht von Designerjeans über das neueste Smartphone bis zu teurem Kinderyoga und exklusiven Auslandsaufenthalten. Wo früher bei Jugendlichen das erste selbstständige Zelten an der Nordsee genügte, soll es heute schon Work & Travel in Australien sein. Auch hier liegt es an den Eltern, eine neue Bescheidenheit durchzusetzen.

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