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Was Kinder wollen – Ernstgenommen werden

kind schaut aus einer luke (c) Dirk Schröder, Springe / pixelio.de

Unsere Kinder sind echte kleine Persönlichkeiten. Sie wollen individuell angesprochen und wahrgenommen werden. Sie spiegeln unser Verhalten gnadenlos wieder und übernehmen auch Einiges. Sie merken, dass wir als Erwachsene nicht fehlerfrei sind und auch nicht alles wissen. Und das macht uns aber eben menschlich. Wir müssen ihnen nichts vorgaukeln, sondern Bemühen ein gutes Vorbild zu sein. Dies ist eine Herausforderung, die all unsere Kräfte erfordert. Aus all dem leitet sich ab, was Kinder wollen – ernstgenommen werden.

Gelingt uns das mal einen Tag nicht, werden sie uns verzeihen. Im Grunde heißt es aber auch umgekehrt: Kinder wollen ernst genommen werden. In einer Umfrage des Apothekenpostermagazins „Medizini“ vom Münchner Marktforschungsinstitut Iconkids & Youth International Research wurden 721 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren befragt. Mehrfachnennungen waren möglich. Das Ergebnis ist eindeutig und bringt es für uns Erwachsene auf den Punkt.

Was Kinder an uns Erwachsenen nervt!

Es gibt kaum etwas, was Deutschlands Sprösslingen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren mehr auf die Nerven geht, als von Erwachsenen wie kleine Dummchen behandelt zu werden, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ und bezieht sich dabei auf eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Iconkids & Youth im Auftrag von „Medizini“. Demnach ärgert es fast neun von zehn Kindern (87,1 Prozent) total, wenn Erwachsene mit ihnen reden, als seien sie dumm.

Wer sich über Kinder lustig macht, hat verloren

79,1 prozent der sechs- bis zwölfjährigen Befragten gaben bei der Umfrage an, sie fänden es auch sehr störend, wenn sie von Erwachsenen nicht ernst genommen würden. Keinen Spaß verstehen Deutschlands Kinder zudem, wenn sich Erwachsene über sie lustig machen: Bei der Umfrage sagten mehr als drei viertel der Sprösslinge (77,3 Prozent), es störe sie besonders, wenn über sie gelacht werde.

Kinder haben gute Ohren

Oft hören sie auch das, was sie nicht hören sollen. Beachten sie als Elternteil, Verwandter, Bekannter oder Freund der Familie, dass alles, was sie über Kinder reden, diese auch verletzen kann. Beliebt sind bei Geburtstagen und Festen die Geschichten und Anekdoten über die Kindheit von Anderen. Manche Sachen, die sie beisteuern, sind ihrem Kind oder Teenager womöglich sehr peinlich. Gerade, wenn andere sich im Nachgang herzhaft darüber ausschütten, ist Gefahr im Verzug. Ihr Kind kriegt schlechte Laune oder/und wird unter Umständen traurig. Es kann die Kindheit der Anderen oft zeitlich nicht einordnen und fühlt sich auch nicht ins Gespräch integriert. Auch Kinder, die scheinbar spielen, abgewandt sind, Fernsehen oder in ihrem Zimmer sind, können ungewollt Hörzeuge sein bzw. werden.

Versetzen Sie sich einmal in die Lage ihres Kindes und stellen sich vor, sie finden in sozialen Netzwerken ‚lustige‘ Bildern von sich oder hören beim nächten Kneipen- oder Theaterbesuch spaßige Geschichten über Ihre Vergangenheit.

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