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Kinderkrankheiten erkennen und richtig behandeln

Arztbesuch | Aufklärungsgespräch (c) sparkie / pixelio.de

Aua Kopf, Aua Arm, Aua Bauch – vor allem kleine Kinder können noch nicht richtig erklären, wo sie Schmerzen verspüren. Sie bemerken auch nicht unbedingt, dass sie krank sind. Doch wenn es dem kleinen Schatz nicht gut geht, merken dies die Eltern in aller Regel sofort. Wichtig dabei ist, die Signale zu erkennen und richtig zu deuten – wie Eltern ihren Kindern im Krankheitsfall helfen können.

Kind klagt über Bauchschmerzen

Neben Kopfschmerzen gehören Bauchschmerzen zu den häufigsten Beschwerden bei Kindern. Hierfür ursächlich sein können:

– Magenkeim

Nicht selten steckt hinter einer Infektion der Magenkeim Helicobacter pylori. Oft erfolgt eine Übertragung von Mutter zu Kind und dies zumeist sehr früh. Das Bakterium verursacht Reizungen der Magenschleimhaut. Vermehrt tritt diese Erkrankung bei Schulkindern auf. Typisch für eine solche Infektion ist ein inneres Brennen zwischen Bauchnabel und Rippen, das sich bei leerem Magen verschlimmert. Ein Besuch beim Kinderarzt ist angeraten, damit dieser viele weitere mögliche Ursachen wie Blinddarmentzündung, Magen-Darm-Infekte, Darmeinstülpung, Ängste oder Verdauungsstörungen ausschließen kann.

– Blähungen (Flatulenz)

Insbesondere Kleinkinder leiden sehr oft unter Blähungen. Hierbei sind Darm oder Magen durch Luft oder andere Gase aufgebläht. Für gewöhnlich wird während der Nahrungsaufnahme stets etwas Luft verschluckt. Aus dem Magen entweicht die Luft durch Aufstoßen.

Kind hat Durchfall

Hierbei liegt eine Entzündung des Darmtraktes vor, wodurch der Körper viel Wasser und wichtige Mineralstoffe wie Chlor, Kalium und Natrium verliert. Obwohl Durchfall eine Begleiterscheinung von Mittelohrentzündungen oder Atemwegserkrankungen sein kann, ist bei Kindern unter zwei Jahren in 80% der Fälle der sogenannte Rotavirus hierfür verantwortlich. Wässrige Stühle sind hierbei charakteristisch. Sollte der Stuhl dagegen mehr schleimig oder gar blutig sein, stecken zumeist Bakterien wie E-Coli-Bakterien, Campylobakter oder Salmonellen dahinter. Der Arzt sollte dann aufgesucht werden, wenn sich zum Durchfall andere Symptome hinzugesellen, wie Fieber, Antriebslosigkeit oder andere Verhaltensänderungen.

Kind klagt über Kopfschmerzen

In vielen Fällen handelt es sich hierbei um eine gesunde Reaktion auf Überforderung, sind Kinder doch heutzutage einem extremen Leistungsdruck ausgesetzt. Im zwölften Lebensjahr haben bereits 9 von 10 Kindern Erfahrungen mit Kopfschmerzen. Zumeist handelt es sich um Spannungskopfschmerzen, die dadurch entstehen, dass Stress Muskelverspannungen hervorruft. Oft hilft schon etwas Entspannung. Auch Pfefferminzöl, welches sanft an Nacken, Scheitel und Schläfe eingerieben wird, vermag nicht selten die Kopfschmerzen zu lindern. Auch ein kalter Lappen auf der Stirn kann helfen.

Kind hat Röteln

Anzeichen für die Virusinfektion sind Kopfschmerzen, leichtes Fieber sowie Erkältungssymptome wie Schnupfen und Husten. Die Halslymphknoten schwellen hierbei an. Hinzukommen kann auch eine Bindehautentzündung. Nach etwa zwei bis drei Wochen ist kurzfristig ein kleinfleckiger Ausschlag zu erkennen. Röteln verlaufen meist harmlos. Dem Kind helfen Wadenwickel sowie fiebersenkende Zäpfchen. Ferner sollte das Kind viel trinken.

Kind hat Masern

Auch hier klagt das Kind über Kopfschmerzen und fühlt sich zusätzlich auch müde und matt. Die Bindehaut der Augen ist gereizt, weshalb es kein Licht ertragen kann. Weißliche, kalkspritzerähnliche Beläge belagern die Wangenschleimhaut. Neben der typischen Hautrötung bekommt das Kind Fieber. Es ist dafür zu sorgen, dass der kleine Patient im Bett bleibt und fiebersenkende Mittel sowie viel Wasser bekommt. Hilfreich sind auch kühlende Wadenwickel. Der Raum ist abzudunkeln. Ein Arztbesuch ist angeraten, zumal die Viruserkrankung auch ansteckend ist.

Kind hat Windpocken

Typische Symptome sind leichtes Fieber, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit. Bald darauf erscheint der typische Ausschlag in Form wasserklarer Bläschen die in der Regel fürchterlich jucken. Begegnet werden kann der Erkrankung mittels Lotionen wie etwa Zinkoxid, die das Eintrocknen der Bläschen beschleunigen. Tinkturen mit Eichenrindenextrakt helfen bei starkem Juckreiz. Damit die Bläschen nicht aufgekratzt und unansehnliche Narben zurückbleiben, sollte das Kind Handschuhe bekommen.

Kind hat Scharlach

Hierbei klagt das Kind über starke Schluckbeschwerden und hohes Fieber. Gaumen und Rachen sind rot entzündet. Aus der Zunge ragen die verdickten Geschmacksknospen hervor. Hervorgerufen wird Scharlach durch Streptokokken. Das Kind sollte Penizillin erhalten und das Bett hüten. Lutschpastillen helfen gegen Halsschmerzen. Auch hier gilt: Viel trinken. Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen, gibt es gegen Scharlach keine Schutzimpfung.

WAS IM NOTFALL UNTERNOMMEN WERDEN KANN

Ist das Kind krank geworden, verzweifeln viele Eltern sehr schnell, da sie nicht wissen, was sie in dieser Situation unternehmen sollen. Wichtig ist es in erster Linie, die Ruhe zu bewahren. Denn dies hilft dem Kind am meisten, zumal es auch die Gemütslage der Eltern spürt und Angst bekommt. Ferner steckt in den meisten Fällen eine relativ harmlose Erkrankung dahinter. Um diese diagnostizieren und behandeln zu können, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden. Sofern Sie ärztlichen Rat an Sonn- und Feiertagen oder während der Nacht benötigen, können Sie sich an folgende Einrichtungen wenden:

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