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Kindertagespflege – Teil des Wunsch- und Wahlrechtes von Eltern

Kinderhände auf Tapete (c) knipseline / pixelio.de

Nachdem das Sozialgericht Köln in einem im Moment noch einzigartigen Urteil darauf hingewiesen hatte, dass der seit 1.8.2013 geltende Rechtsanspruch für Kinder ab den vollendeten 1. Lebensjahr nicht alternativ in Kindertagespflege erfüllt werden sollte, wenn Eltern eine Kindertagesstätte für Ihr Kind ausgewählt haben, startet die Landeshauptstadt von Sachsen durch und macht auf 100 freie Plätze in Kindertagespflege aufmerksam.

Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden möchte Eltern, die eine Tagesbetreuung für ihre Jüngsten benötigen, auch auf die Möglichkeit der Kindertagespflege hinweisen. Die Betreuung durch Tagesmütter oder Tagesväter gehört zum Wunsch- und Wahlrecht der Eltern . Sie zahlen für diese Betreuungsform den gleichen Elternbeitrag wie in einer Kinderkrippe. Plätze in der Kindertagespflege können bis zum Jahresende kurzfristig zur Verfügung gestellt werden. Aktuell sind rund einhundert Plätze zur Vermittlung frei. Interessierte Familien werden gebeten, sich mit den Beratungs- und Vermittlungsstellen für Kindertagespflege in Verbindung zu setzen .

Kindertagespflege ist ein gleichwertiges Angebot zur Betreuung von Kindern im Alter bis zu drei Jahren. Das Platzangebot wird in Dresden – neben dem in Krippen und Kindertagesstätten – seit einigen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Mittlerweile sind Tageseltern ein fester Bestandteil innerhalb des Kindertages-Betreuungsangebotes. Ebenso findet bei den Eltern die familienähnliche und sehr  individuelle Betreuung der Jüngsten wachsenden Zuspruch. Zum Jahresende 2012 betreuten stadtweit 382 Tagespflegepersonen 1 643 Mädchen und Jungen.

Bei der Kindertagespflege wachsen die Kinder in einer kleinen Gruppe von bis zu fünf Kindern auf. Die Tagesmutter oder der Tagesvater sind die feste und kontinuierliche Bezugsperson. Mit den Eltern gestaltet sie eine Erziehungspartnerschaft. Das bedeutet, dass Mütter und Väter über Informations- und Entwicklungsgespräche einbezogen sind, dass die Arbeit der Kindertagespflegeperson transparent gehalten wird, dass die Anregungen und Vorschläge der Eltern einfließen und dass sie sich an Aktivitäten beteiligen können.

Die Qualität der Arbeit von Tagesmüttern und Tagesvätern hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Der Sächsische Bildungsplan bildet dafür eine wichtige Grundlage. Ein Großteil der Dresdner Kindertagespflegepersonen vertiefte seine Kenntnisse im Rahmen des „Curriculums“, einer gesonderten Ausbildung. Als Verbesserung empfinden viele Eltern zudem, dass sich in der Kindertagespflege eine verlässliche Ersatzbetreuung während der Urlaubs-, Fortbildungs- und Krankheitszeiten von Tageseltern organisiert hat. Eine der etablierten Formen ist zum Beispiel das sogenannte „verzahnte Modell“. Dabei betreuen fünf Kindertagespflegepersonen jeweils vier Kinder und vertreten sich gegenseitig. Die Vernetzung von Kindertagespflegepersonen hat weitere günstige Effekte, befördert den fachlichen Austausch untereinander, vergrößert die Kindergruppe bei gemeinsamen Unternehmungen oder ermöglicht verschiedenste Kooperationen, zum Beispiel mit Kindertageseinrichtungen oder Fachberatern.

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