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Kinderwunsch – ohne Trauschein weiter keine finanzielle Unterstützung

Frau in Stein gemeißelt / Künstler: unbekannt, Foto: familienfreund.de

52 Prozent der kinderlosen Deutschen wünschen sich gern Nachwuchs. Etwa jedem sechsten Paar in Deutschland bleibt der natürliche Weg ein Kind zu zeugen, verschlossen. Gründe dafür gibt es viele. Sei es durch (hormonelle) Fruchtbarkeitsstörungen, (genetische) Erkrankungen, Behinderungen, Verletzungen oder aber einfach durch das Zurückstellen des Kinderwunsches hinter der Karriere – der unerfüllte Kinderwunsch treibt viele Beziehungen in die Krise. In dieser eh schon belastenden Situation stellen sich viele Fragen. Der Frage nach dem warum folgt über kurz oder lang die Frage nach Unterstützungs- bzw. Lösungsmöglichkeiten. In der Regel wird der ärztliche Rat gesucht und eine konsequente Ursachenforschung betrieben. In sogenannten Kinderwunschzentren finden Betroffene professionelle Unterstützung.

Eine Frage des Geldes

Wie alles in Deutschland hat auch die Kinderwunschbehandlung ihren Preis. Der Zuschuss zur künstlichen Befruchtung bleibt z.b. vorerst weiterhin nur Paaren mit Trauschein vorbehalten. Das Bundesversicherungsamt hat in seinem Tätigkeitsbericht 2012 noch einmal klargestellt, dass Satzungsmehrleistungen nach § 11 Abs. 6 SGB V ausdrücklich und abschließend nur in den genannten Leistungsbereichen ermöglicht werden können, wenn sie vom gemeinsamen Bundesausschuss nicht schon von der Leistung ausgeschlossen sind. In der Richtlinie des Bundesausschusses zur künstlichen Befruchtung ist in der Fassung vom 18.10.2012 noch einmal explizit erklärt, dass Leistungen zur künstlichen Befruchtung nur gewährt werden, wenn sie im homologen System durchgeführt werden, wenn also die Personen, die diese Maßnahmen in Anspruch nehmen wollen, miteinander verheiratet sind.

Die Krankenkassen übernehmen bei künstlicher Befruchtung nur 50 % der Kosten für maximal drei Versuche. In einigen Bundesländern zahlt der Bund seit 2012 noch einen Zuschuss von 25 %. Weiterhin gibt es eine Reihe von zusätzlich zu erfüllenden Bedingungen, wie z.b das vollendete 25. Lebensjahr beider Partner oder die Altersgrenzen für Frauen und Männer. Auch wer, wo und wie versichert ist, kann für die Zahlung eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Der Weg zum Wunschkind

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes wird außerdem die Zahl der Geburten bis 2030 auf rund 580.000 im Jahr sinken – 1991 waren es noch 830.000 Neugeborene. Alternativen zur obengenannten Bezuschussung bzw. Kostenübernahme ist natürlich die Kosten allein zu tragen. So lassen sich Paare mit Samenspende künstlich befruchten, andere Paare suchen den Weg ins Ausland, um z.b. von einer Eizellenspende zu profitieren . Anders als die Samenspende ist die Eizellspende in Deutschland nämlich verboten.

Social Freezing in Deutschland

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge sind rund 1,4 Millionen Frauen und Männer im alter zwischen 25 und 59 Jahren in Deutschland von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen. Über 40 prozent der 30- bis 34-jährigen Frauen haben kein Kind. Neben der vorgezogenen Karriere mangelt es vielleicht auch punktuell noch am richtigen Partner. Während der Wunsch nach Kindern auch bei älteren Frauen und Männern durchaus besteht, wollen viele nicht alles einfach dem Zufall überlassen.

Während das Einfrieren von Eizellen in Deutschland kein wirklich neues Verfahren ist, hat es jetzt eine neue Stufe erreicht. Bereits im Jahr 2010 gab es Studien zum Wunsch von Frauen ihre Eizellen dauerhaft konservieren zu lassen. Allerdings nutzten diese Möglichkeit oft nur Frauen, die unmittelbar vor einer schweren Chemotherapie standen oder aus gesundheitlichen Gründen mit früher Unfruchtbarkeit zu rechnen hatten.

Erst Karriere, später Kind

Im normalen Lebenszyklus verliert sich die Fruchtbarkeit der Frau zunehmend ab dem 35. Lebensjahr. Parallel steigt das Risiko von Fehlgeburten. Der Spruch „die biologische Uhr tickt“, wird jedoch durch das Einfrieren entschärft. Die Kosten und Mühen für das Entnehmen, Einfrieren und Aufbewahren von Eizellen , um sie später vielleicht noch einmal künstlich befruchten sowie wieder für eine Schwangerschaft einsetzen zu lassen, sind nicht unerheblich. Mehrere 1000 Euro werden von Spezialisten in Rechnung gestellt. Eine Herausforderung ist, dass für ein Wunschkind auf Empfehlung der Ärzte 12 bis 13 Eizellen nötig sind. Diese kann man vielleicht nicht in einem Zyklus gewinnen sondern muss den Zyklus mehrfach mit Hormonen stimulieren. Und gerade das macht vielleicht diesen Weg jetzt unter dem Begriff Social Freezing bekannt und begehrt. Frau leistet sich einfach zum Stichtag eine Versicherung gegen den unerfüllten Kinderwunsch und trifft eine bewusste Entscheidung später oder vielleicht auch gar nicht schwanger zu werden. Aber zu einem Zeitpunkt, den sie bestimmt.

Die Zukunft in Deutschland ist vielleicht doch rosiger als gedacht. Immerhin bietet die Weiterentwicklung der Kryokonservierung nun auch Chancen für vollkommen gesunde Frauen Zellen sicher aufzubewahren. Das würde im Umkehrschluss auch die Möglichkeit eröffnen ein Kinder in sehr großen Zeitabständen zu bekommen. Im Übrigen steht es auch einem Mann frei aus unterschiedlichen sowie persönlichen Gründen die Kryokonservierung für sein Sperma in Anspruch nehmen.

Familienservice hilft auch beim Kinderwunsch

Gern stehen wir den von uns betreuten Mitarbeitern im Familienservice mit Rat und Tat zur Seite. Fragen sie uns einfach. Sollten sie bzw. ihr Arbeitgeber noch kein Kunde beim Familienservice der Familienfreund KG sein, informieren wir sie gern und schnell über die Modalitäten und Vertragsbedingungen. Sie erreichen uns unter 0341 35540812.

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1 Kommentar zu “Kinderwunsch – ohne Trauschein weiter keine finanzielle Unterstützung”

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