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koalition ändert sexualstrafrecht

Kind | Kinder knutschen (c) torsten schröder / pixelio.de

die regierung hatte die grenzen zu eng gesteckt und das bisher geltende sexualstrafrecht jetzt entschärft. demnach ist nun mehr erlaubt als nur kuscheln. ein sprecher des justizministeriums teilte mit, dass es dabei bleibt, dass sich nur über 18-jährige strafbar machen, wenn sie andere jugendliche mit geld oder einem geldwerten vorteil zu sexuellen handlungen motivieren. ursprünglich wollte man in solchen fällen schon 14- bis 17-jährige jugendliche bestrafen.

ausserdem soll künftig der opferschutz ausgeweitet werden. so werden dem entwurf zufolge auch 16- und 17-jährige geschützt, wenn sie mit geld zu sexuellen handlungen motiviert werden. mit der überarbeitung sollen normale sexualkontakte zwischen jugendlichen nicht mehr unter strafe stehen. mit dem neuen gesetz wolle man vermeiden, dass sich das normale sexuelle experimentierverhalten von jugendlichen in einer grauzone abspielt und nach einer spontanen einladung zur übernachtung nach einer party die staatsanwaltschaft ermitteln muss.

kein jugendlicher müsse eine bestrafung befürchten, wenn er einen anderen ins kino einlädt und hofft, dass es zum austausch von zärtlichkeiten oder sexuellen berührungen kommt, so der sprecher des ministeriums. knutschen im kino war und bleibt auch in zukunft straffrei. mit dem gesetzentwurf richtet sich die bundesregierung nach den vorgaben eines rahmenbeschlusses der europäischen union, kinder und jugendliche vor dem abgleiten in die prostitution zu schützen. strafen sind künftig nur dann zu befürchten, wenn ein jugendlicher die zwangslage eines anderen bewußt für seine sexuellen zwecke ausnutzt. ausserdem sind strafmaßnahmen für jugend- und kinderpornografie vorgesehen.

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