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Komm und spiel mit mir!

Kind auf Trampolin (c) Jasminka Becker / pixelio.de

So klingt es fast täglich in vielen bundesdeutschen Haushalten. Im Spiel erschließen sich Kinder ihre (Um-)welt. Zum was, wie viel, wo und wie gibt es viele unterschiedliche Empfehlungen und Aussagen. Im Kern dieser Aussagen trifft man immer wieder auf den Hinweis, dass Spielzeug für Kinder funktional und altersgerecht sein soll. In unserer schnelllebigen Zeit ist das für Eltern, Verwandte und Bekannte eine echte Herausforderung.

Kind sein von Antike bis Gegenwart

Die Kindheit ist über die Antike bis hin zur Neuzeit einem ständigen Wandel und einer positiven Entwicklung unterzogen. Die Kinder im alten Sparta waren unter Umständen planmäßig das Ergebnis einer Kombination aus besonderes starken Männern und hübschen Frauen. Als Kämpfer wurden Kinder vorwiegend von Ammen erzogen, die sie vor allem abhärten und stärken sollten. Man bekam Kinder um seinen Stamm oder sein Geschlecht zu erhalten.

Viele Jahrhunderte war das alleinige Recht die Kinder zu versorgen und über ihren Weg zu bestimmen beim Vater. In vielen Epochen war Züchtigung und Erziehung zum Gehorsam eine Grundlage in der Kindheit. Kinder waren zudem auch als Arbeitskräfte im Einsatz. Sie unterstützen bereits in jungen Jahren ihre Eltern. Während Schule und Ausbildung schon immer ein Thema waren, hing der Besuch oft vom Stand bzw. dem nötigen Kapital ab.

Heute ist die Kindheit in den Industrieländern im Gegensatz zum Mittelalter ein sehr langer Zeitraum. Viel Wert wird auf die Bildung und Erziehung zu einer gemeinschaftsfähigen Person gelegt. Die Rechte eines jeden Kindes sind erstmals mit Inkrafttreten der UN-Kinderschutzkonvention verbrieft. Sie bereichern das Leben in der Familie und sind eigenständige kleine Persönlichkeiten. Kinder gehören nicht mehr ihren Eltern sondern diese sind für deren (gute) Entwicklung verantwortlich. In vielen Kulturen tragen alle (Gesellschaft) indirekt oder direkt zur Erziehung und Bildung bei.

Die Geschichte des Spielzeugs

Das Spielzeug war schon in der Steinzeit bekannt. Als ältestes Spielzeug ist die Puppe dokumentiert. Es wurde geschnitzt und gewerkelt. Beliebt waren Figuren und Tiere. Das setzte sich auch im Altertum fort. Im Mittelalter folgten Ritter, Schaukelpferde, das Puppenhaus, die Murmeln und der Kreisel. Die sogenannte Spielzeugindustrie nahm ihren Ursprung im 15. Jahrhundert. Die Spielwarenstadt Sonneberg in Thüringen erwarb ihren Beinamen bereits im 19. Jahrhundert und das zu Recht. Spielzeug wurde vorwiegend in Heimarbeit hergestellt und noch heute findet man einen Großteil der Spielzeugindustrie im süddeutschen Raum.

Im jetzt und hier muss alles Spielzeug, was heute in der europäischen Gemeinschaft in den Handel will den Sicherheitsanforderungen der EU-Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG gerecht werden. Das gilt allerdings nur für Produkte, die nach dem 7.5.1985 in Umlauf gebracht wurden. Neueres Spielzeug nach diesem Stichtag trägt das CE Zeichen sowie die Adresse des Herstellers bzw. dessen der es in den Verkehr bringt. Er haftet auch für das Einhalten aller Bestimmungen aus der EU-Spielzeugrichtlinie und für mögliche Schäden bei Missachtung. Die SpielzeugmacherInnen müssen allerdings das Spielzeug vor dem Start in den Verkauf nicht prüfen.

Ein Nachteil der Industrialisierung ist auf jeden Fall, dass es Spielzeug in Hülle und Fülle gibt. Von pädagogisch wertvoll über trendige Must-have-Produkte bis hin zum sogenannten Plunder ist wirklich alles auf dem Markt zu finden. Die Menge an produzierten Spielzeug scheint unendlich – den sinnstiftenden Nutzen für die Entwicklung zu finden, ist Sache aller Familienmitglieder. Beratend und unterstützend steht das pädagogische Personal in Kindertagesstätten sowie Kindertagespflegestellen zur Verfügung.

Weniger ist mehr!

Die Werbung lockt auch schon kleine Konsumenten hinter dem Ofen vor. Als KäuferInnen haben sie oft die Qual der Wahl, wenn sie allein oder gemeinsam vor dem Spielzeugregal stehen. Das richtige Spielzeug auszuwählen, erfordert vor alle Zeit und eine aufmerksame Beobachtung. In Räumen, wo alles wahllos angeordnet und im Überfluss vorhanden ist, sind Kinder schnell überfordert. Sie brauchen Platz und Zeit sich intensiv den Dingen zu widmen, sie zu testen und zu untersuchen. Je kniffliger eine Sache ist und um so mehr offen bleibt, um so länger und intensiver wird sich ihr Kind damit beschäftigen. Wiederholungen sind im Spielprozess des Kindes ein fester Bestandteil. Neben einem festen Lieblingsspielzeug (konstant über längere Zeiträume) wird es einige geben, die regelmäßig wechseln. Beobachten sie ihr Kind im Spiel werden sie schnell entdecken, wie ihr Kind seine Spielzeuge auswählt und welche Prioritäten sie genießen.

Ein Tip: Hat sich im Kinderzimmer über die Jahre eine Menge angesammelt, wählen sie gemeinsam mit dem Inhaber der Spielsachen regelmäßig welche aus, die sie wegräumen dürfen, bis er oder sie wieder damit spielen möchte. Gerade bei Spielzeug was nicht mehr im Fokus ist/war, macht ein Wiedersehen echte Freude.

Altersgerecht – was heißt das denn?

Im gesetzlichen Rahmen (Kinder- und Jugendschutzgesetz) ist es oft einfacher herauszufinden, was man nicht darf und nutzen sollte, als das, was man eigentlich tun darf bzw. machen kann. Ist ein Baby geboren, braucht es vor allem Wärme, Liebe und Geborgenheit. Schon die Spieluhr im Bett kann, wenn sie denn zu laut und zu dicht an Babys Ohr ist, großen Schaden anrichten.

Wird Ihr Kind dann größer ist die Lust der anderen es zu beschenken und zu verwöhnen oft nicht leicht zu bremsen. Jede Zeit hat auch andere (Lieblings-)spielzeugtrends hervorgebracht. Vom alten Blechspielzeug über den Teddybär bis hin zum Aufziehspielzeug, welches 1912 Heinrich Müller und Heinrich Schreyer in Nürnberg unter dem Namen „Schreyer & Co.“ zum Patent anmeldeten, hat sich die Spielewelt mächtig verändert und entwickelt.

Im Trend liegt heute sicheres, robustes und vor allem natürliches Spielzeug. Klar muss nicht alles essbar sein aber zumindest darf es das Kind nicht schädigen, wenn es denn mal herzhaft zu beißt. Ebenso angesagt sind heutzutage Holzspielzeuge, Experimentierkästen, selbstgemachtes (Natur-)spielzeug, Bastel-, Knet- und Malspielzeug sowie die guten alten Brettspiele. Gesellschafts-, Outdoor- oder Wissensspiele von Monopoly, Tabu, Twister bis hin zu Uno oder Jenga laden nicht nur Kinder zum Mitspielen ein. Kaufen Sie das Spiel Monopoly bei Galeria Kaufhof haben sie allein dort die Auswahl zwischen 22 verschiedenen Editionen.

Während das gemeinsame Spiel die Menschen verbindet, ist ein Spielzeug kein Ersatz für gemeinsame Zeit, Gespräche und Aktionen. Konstruktives und multifunktionales Spielzeug fördert, fordert und unterstützt, mit Bedacht gewählt, jedoch die Entwicklung des Kindes.

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