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Läuse – frisch vom Schullandheim

Zug fährt vorbei (c) familienfreund.de

(djd). Ein Schullandheim-Aufenthalt ist das Highlight für jede Schulklasse. Endlich sind die Kinder mal ohne elterliche Aufsicht und kommen ihren Kameraden so nah wie selten. Auch Schüler aus anderen Schulen kann man in der Unterkunft kennenlernen. Bei Sport, Spaß und Spiel werden oft auch die Köpfe zusammengesteckt – und dabei mehr ausgetauscht, als eigentlich gewollt. Zurück zu Hause wundern sich die Eltern, warum das Kind sich so häufig am Kopf kratzt. Bei genauerem Nachsehen sind nicht selten kleine Blutsauger die Ursache. Läuse finden auf dem Kopf ideale Temperaturverhältnisse und die Nahrung, die sie zum Überleben brauchen. Ohne regelmäßige Blutmahlzeiten, etwa alle drei Stunden, kann die Laus übrigens nur wenige Stunden überleben.

Gegenstände sind von Läusen nicht betroffen

Hysterische, übertriebene Putzaktionen im ganzen Haus müssen nicht sein, denn Gegenstände sind nur selten „verlaust“. Es reicht, im Kinderzimmer Staub zu saugen und die Bett- und Nachtwäsche sowie das Kuscheltier bei 60 Grad zu waschen. Am wichtigsten ist die sofortige Behandlung des Parasitenträgers. Schnell und wirksam ist die Behandlung mit modernen Kopflausmitteln wie etwa Nyda aus der Apotheke. Es enthält ein spezielles Dimeticon (Silikonöl), das tief in die Atemwege der Läuse und Nissen eindringt und sie ersticken lässt. Innerhalb weniger Minuten werden die Parasiten bewegungsunfähig und zeigen keine wesentlichen Lebenszeichen mehr. Zwei Behandlungen sind nötig, nach erfolgter Erstbehandlung können die Kinder bereits wieder die Schule besuchen.

Läuse mögen saubere Haare

Sicherheitshalber sollten alle Familienmitglieder auf etwaigen Befall untersucht werden. Hierfür eignet sich ein Läusekamm. Auf jeden Fall müssen die Schule und die Eltern der Spielkameraden informiert werden, damit sich die Plage nicht ausbreitet. Ein Läusebefall hat übrigens nicht das Geringste mit schlechter oder mangelnder Hygiene zu tun. Läuse siedeln sich auch dann in den Haaren an, wenn diese täglich gewaschen werden. Im Gegenteil: Man hat beobachtet, dass sich Kopfläuse in frisch gewaschenen Haaren besonders wohlfühlen. Denn gerade in ungewaschenem, fettigem Haar fällt es den Läusen schwer, ihre Eier an den Haaren anzukleben.

Hintergrund: Warum jucken Läusebisse?

Das menschliche Immunsystem reagiert auf den Speichel der Parasiten mit einer Gegenreaktion. Kleine Schwellungen auf der Kopfhaut entstehen – ähnlich wie bei einem Mückenstich. Diese sogenannten Papeln können stark jucken. Wird nun die entzündete Stelle intensiv gekratzt, können Schmutz und Eitererreger in die Wunde gelangen. Bei einer länger bestehenden Infektion der Kopfhaut schwellen auch die regionalen Lymphknoten an – Ekzeme können entstehen. Daher sollten die Plagegeister schnellstens beseitigt werden, damit die Hautläsionen abheilen können.

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