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Bielefeld entwickelt nachhaltiges Konzept zur Unterstützung junger Eltern

Veränderung Familienfreundlichkeit (c) Familienstudie 2014 a.t.kearney

(djd). Wie familienfreundlich ist die eigene Stadt? Diese Frage stellen sich viele junge Eltern. Denn wer Beruf und Familie unter einen Hut bringen möchte, ist auf qualifizierte und ausreichende Betreuungsangebote für den Nachwuchs angewiesen. Unternehmen und Kommunen erkennen inzwischen, welche Chancen sich ihnen mit dieser Entwicklung bieten. Wer besonders viel Familienfreundlichkeit beweist, kann langfristig gut ausgebildete und gut verdienende Fachkräfte an sich binden. „Bewerber entscheiden sich heutzutage nicht allein wegen des Einkommens für einen Arbeitgeber und damit auch für einen bestimmten Standort“, weiß auch der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen. Die nordrhein-westfälische Kommune hat in einer groß angelegten Studie junge Eltern nach ihren Wünschen gefragt und vieles davon bereits in die Tat umgesetzt.

Eigene Anlaufstelle für Familien

So ergab die repräsentative Befragung, dass sich viele eine zentrale Anlaufstelle bei der Stadtverwaltung wünschen. Daher wurde im Rahmen des Konzeptes „Familienfreundliches Bielefeld“ ein Familienbüro geschaffen, das bei Anträgen hilft, Kontakte vermittelt und ein offenes Ohr für alle Probleme hat. Zeitgleich wurde die Internetseite Externer Link www.familienportal-bielefeld.de eingerichtet, auf der sich Eltern zu den Themen Betreuung, Freizeitangebot oder finanzielle Unterstützung informieren können. Auch Sprachförderung und Gesundheitsangebote für Kinder, Elternbildung sowie Zuschüsse zu Schul-Mittagessen und Büchern gehören zum familienfreundlichen Konzept.

Auch Arbeitgeber sind gefragt

„Wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, sind auch die Arbeitgeber in der Pflicht“, sagt Bielefelds Sozialdezernent Tim Kähler. „Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, der Möglichkeit zur Heimarbeit oder Betriebskindergärten können sie einen wichtigen Beitrag zur Familienfreundlichkeit leisten.“ Zu den Unternehmen in Bielefeld, die das Thema bereits in ihre Personalpolitik integriert und Betreuungsplätze für die Kinder ihrer Mitarbeiter geschaffen haben, gehören unter anderem das Klinikum Bielefeld, die Universität Bielefeld, die Stadtwerke Bielefeld, JAB Anstoetz und das Evangelische Krankenhaus Bielefeld.

Betreuung garantiert

Ab 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren. Für mindestens 35 Prozent dieser Kinder sollen dann Plätze zur Verfügung stehen. In Bielefeld ist dieser Anteil bereits heute erreicht. Bis Mitte 2014 sollen es 43 Prozent sein. Damit liegt die Kommune im landesweiten Vergleich an der Spitze. Um dieses ehrgeizige Ziel verwirklichen und auch für Kinder über drei Jahren genügend Betreuungsplätze anbieten zu können, investiert die Stadt aktuell zehn Millionen Euro in den weiteren Aus- und Neubau von Kindergärten und schafft damit 1.000 neue Kita-Plätze. Das Resultat: Die befragten Eltern zeigen sich zufrieden mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder in Bielefeld.

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