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Lebenserwartung praktisch normalisiert, Demenzrisiko steigt

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(dtd). Vor der Einführung der sehr wirksamen medikamentösen Therapie der Erkrankung war die allgemeine Meinung der Experten, dass die Parkinson-Krankheit nur motorische Symptome habe und die geistigen Fähigkeiten von der Krankheit verschont blieben. Dank verbesserter therapeutischer Möglichkeiten hat sich die Lebenserwartung der Betroffenen während der letzten Jahrzehnte aber praktisch normalisiert.

Die Schattenseite: Mit dem Erreichen des höheren Lebensalters steigt auch das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Dementsprechend stellt die Demenz der Parkinson-Patienten eine große Belastung für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen und eine große Herausforderung auch für die behandelnden Ärzte dar.

Nach Angaben des Internet-Portals www.parkinson-web.de entwickeln durchschnittlich 30 bis 40 Prozent der von der Parkinson-Krankheit betroffenen Patienten im Verlauf der Erkrankung eine Demenz, wobei die Häufigkeit stark vom Lebensalter und der Krankheitsdauer abhängig sei. Das Durchschnittsalter von Patienten mit Parkinson-Demenz liegt demnach etwa bei 72 Jahren.

Insgesamt ist bei Parkinson-Patienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung das Risiko einer Demenz um den Faktor sechs erhöht. Stehen bei der Alzheimer-Demenz von Beginn an Gedächtnisstörungen im Vordergrund, so leiden Patienten mit Parkinson-Demenz aufgrund einer anderen Verteilung der betroffenen Regionen im Gehirn eher an Störungen der Aufmerksamkeit, einer kognitiven Verlangsamung oder einem gestörten Abruf von Informationen. Es kommt zu Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensstörungen bis hin zu Apathie und Depressivität.

Die Fähigkeit, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten und mehr als eine Reizquelle beachten zu können, fällt dem Patienten immer schwerer. Auch können die Patienten ihre Aufmerksamkeit nicht mehr über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten. Sie können sich jeweils nur auf eine Aufgabe konzentrieren und sind sogar bei der gleichzeitigen Bearbeitung von einfachsten Aufgaben überfordert. Es kommt zu einer verlangsamten Verarbeitung von Reizen und damit zu einem langsameren Arbeitstempo.

Patienten mit leichter Demenz sind noch in der Lage, sich allein zu versorgen. Erste Schwierigkeiten treten bei komplexen Aufgaben auf, zum Beispiel beim Autofahren. Später kommt es zum Verlust von sozialer und beruflicher Leistungsfähigkeit und zu beginnenden Persönlichkeitsveränderungen. Mittelgradig demente Patienten benötigen im Alltagsleben Hilfestellungen, sie verlieren ihre Selbständigkeit und vernachlässigen alltagsrelevante Verrichtungen. Schwer demente Patienten benötigen Aufsicht und Pflege rund um die Uhr.

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