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Mediation – mehr als nur eine Alternative

Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei (c) geralt / pixabay.de

Eine Me­dia­ti­on hat den Aus­gleich un­ter­schied­li­cher In­ter­es­sen und Stand­punk­te von Be­tei­lig­ten ei­nes familienrechtlichen Kon­flikts, durch Un­ter­stüt­zung ei­nes hierzu aus­ge­bil­de­ten Drit­ten, des Me­dia­tors zum Ziel.

Im Gegensatz zur Konfliktlösung vor dem Familiengericht, in der es nur Sieger und Verlierer gibt, schafft die Mediation im Idealfall ein Ergebnis mit denen beide Parteien sich nicht als Verlierer fühlen können, da die von den Konfliktparteien selbst erarbeite Lösung auf dessen Akzeptanz beruht. Ein Mediator ist gleichermaßen im Erbrecht oder bei Nachfolgeproblemen in der Unternehmensnachfolge effektiv. Aber auch in Fragen des Wirtschaftsrechts wenden Streitparteien mit Erfolg die Mediation an.

Im Idealfall erarbeitet der Mediator gemeinsam mit den Beteiligten eine verbindliche, sämtliche Aspekte des Konflikts regelnde Vereinbarung, die im Familienrechtsstreit dem Gericht als den Streit abschließende Trennungs- und/oder Scheidungsfolgenvereinbarung vorgelegt wird.

Wie funktioniert die Mediation und welche Prinzipien gibt es hierbei?

Zu allererst ist die aktive Mitwirkung aller am Konflikt Beteiligter erforderlich. Den Mediatioren kommt die Aufgabe zu, als Unparteiischer die Kommunikation in Gang zu setzen, und eventuelle Kommunikationsprobleme auszuräumen, sowie Anregungen und Ideen zu fördern, um die, dem Konflikt zugrundeliegenden Interessen offenzulegen und gegebenenfalls durch Transformation auf eine höhere Ebene zu überwinden. Wichtig ist: Der Mediator ist weder Entscheider, noch Berater, und die Konfliktlösung an sich ist ausschließlich die Sache der Beteiligten Parteien.

Eine erfolgreiche Mediation setzt auf das Wissen der Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten, denn die Mediation ist schließlich freiwillig und die Lösung beruht auf dem Willen zum Konsens. Die Verhandlungen sind streng vertraulich. Ist der Mediator zugleich Anwalt, unterliegt er zudem den strengen Schweigeverpflichtungen seines Berufsrechtes. Auch ein Anwaltsmediator ist in dieser Funktion kein Interessenvertreter, sondern ist beiden Parteien zur strikten Unparteilichkeit verpflichtet.

Chancen der Mediation?

Mediation bietet die reale Chance emotionale Verletzungen zu vermeiden, die oft als Folge streitiger gerichtlicher Auseinandersetzungen eintreten. Die professionelle Mediation kann effektiver auf außerjuristische Gesichtspunkte Rücksicht nehmen, etwa die Familie und die Kinder. Eine erfolgreiche Mediation bietet die Aussicht auf das Fortbestehen von Familienbeziehungen auch nach der vollzogenen Scheidung.

Diese Erkenntnisse haben dazu geführt, dass in § 135 Fam-FG den Familiengerichten vorgeschrieben wird, den Beteiligten eines Rechtsstreites eine außergerichtlichen Beratung über Mediation zu empfehlen.

Mediator oder Anwalt Mediator?

Die Aufgabe der Mediation ist für beide gleich, auch der Anwaltsmediator ist Mediator, und hat keine Sonderfunktion. Dieser kennt aber aus seiner anwaltlichen Tätigkeit Chancen und Risiken streitiger Entscheidungen und kennt sich in rechtlich komplexen Sachverhalten aus. Demgegenüber wird der psychologisch vorgebildete Mediator die bessere Wahl für Konflikte dieses Hintergrunds sein.

Die Privatkanzlei steht für die Lösung von Rechtsproblemen im fa­miliären Bereich, sei es im Familienrecht, Erbrecht oder der Nachfolge in Familienunternehmen.Ihre wirtschaftlichen Aktivitäten betreuen wir in der Wirtschaftskanzlei klassisch anwaltlich. Wir beraten, verhandeln, gestalten und setzen Ihre Rechte gerichtlich durch.

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RVR Rechtsanwälte Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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