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Mehr Zeit für Familie?!

Familie | Mutter, Kind, Vater (c) S. Hofschlaeger / pixelio.de

Viele beklagen beruflichen Stress und Doppel- bzw. Mehrfachbelastungen. Die sprichwörtliche Balance kippt immer mehr in Richtung Freizeit und Privatleben. Laut des letzten Familienberichtes des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wünschen sich Familien vor allem mehr Zeit. Das bedeutet jedoch nicht, dass mehr Quantität auch einen positiven Effekt für die Qualität bringt.

Arbeit und Freizeit im Einklang?

Die Arbeitswoche in Deutschland hat in der Regel 5 Tage. Von Montag bis Freitag wird geschafft und das Wochenende ist dann die Zeit, die viele für sich und ihre Lieben reservieren . Natürlich ist das in Ordnung aber nicht Gesetz. Zeit für Familie ist immer dann, wenn man mit seinen Lieben zusammen ist. Dafür muss man sich in den seltensten Fällen vorher frei nehmen oder sich lange vorbereiten – allenfalls muss man die Chance, die sich da bietet situationsbezogen ergreifen und miteinander gestalten.

Freizeit heißt nicht gleich freie Zeit, denn je mehr man vorher fest organisiert und im Kalender vermerkt, um so mehr kommt man auch unter Druck, was man noch alles so erledigen muss. Kommt dann die Wochenendgrippe, der Magen-Darm-Virus oder etwas anderes unerwartetes dazwischen geraten einige mit der Planerfüllung so in Verzug, dass sie das Gefühl haben nichts geschafft zu haben.

Fazit: Ist man beruflich von Montag bis Freitag unterwegs darf man am Wochenende auch mal nichts tun. Dieses nichts hat für viele unterschiedliche Inhalte und Bedeutungen. Manche frönen ausgiebig ihren Hobbys, basteln am zweiten Standbein, spielen mit den Kids oder bauen am Eigenheim. Andere gehen schick essen, surfen im Netz, kochen gemeinsam, machen einen Wellness-Tag, fahren weg oder treffen sich mit Freunden. Das Motto „Alles kann nichts muss“, nimmt den Druck aus allen freien Tagen heraus. Wichtig ist, dass sie sich erholt, entspannt und gewappnet für zukünftige Aufgaben fühlen.

Alle Wünsche unter einen Hut?!

Das Fest der Liebe und Familie steht gerade vor der Tür. Doch besonders der Jahreswechsel und die Urlaubszeit sorgen bei vielen Familien für knisternde Effekte. Hier gilt es die Traditionen und Rituale regelmäßig zu überprüfen. Feiert man ein Jahr hier, kann man das andere Jahr auch mal dort feiern, hatte man am 24.12. immer frei, ist es nicht schlimm, wenn man auch mal arbeiten darf. Wenn es ihren Teenager „nervt“ am Samstag mit zur Familienfeier zu fahren, kann man die Leine ruhig auch mal locker lassen. Auch Urlaub ohne die fast erwachsenen Kinder sollte kein Tabuthema sein.

Familie und Partnerschaft im Spannungsfeld

Jeder Mensch hat eigene Wünsche und Bedürfnisse. Es bedarf vor allem Zeit diese Bedürfnisse herauszufinden, sie zu formulieren und sie bei allem was man tut nicht vollständig aus den Augen zu verlieren. Wenn einer will und der andere nicht, sollte man Willens sein eine gute Lösung zu finden, echte Kompromissbereitschaft zeigen oder/und den anderen nicht unter Druck setzen, was gegen seinen Willen zu machen. Gibt einer immer nach oder fühlt sich dauerhaft ungehört, bleiben seine Wünsche und Bedürfnisse (unerfüllt) auf der Strecke.

Im schlimmsten aber auch im günstigsten Fall führt das zu Turbulenzen, einer Veränderung oder einer Neuausrichtung. Gerade die Kernfamilie befindet sich mehr denn je im Wandel. Es gibt diese sprichwörtliche Vielfalt an zwischenmenschlichen Beziehungen von ganz locker bis ganz traditionell. Auf Dauer will keiner alleine sein, aber, wie die Trennungs- und Scheidungsrate zeigt, auch nicht unglücklich auf ewig in einer Beziehung stecken. So wagen mehr denn je Deutsche den Blick über den Beziehungsrand. Entweder halten sie aktiv nach anderen Partnern Ausschau oder aber sie geraten spontan in eine andere Beziehung rein. Auch im Internet gibt es mittlerweile Ratgeber, Foren und Blogs, die sich, wie diese , mit dem Thema auseinandersetzen. Die Trennung an sich, ist zwar nicht immer die Konsequenz jedoch gibt es statistisch auch viele Seitensprünge in Beziehungen, die beide PartnerInnen voreinander verbergen. Wird ein Seitensprung dann öffentlich führt er immer erst einmal zur (moralischen) Entrüstung. Empörung macht sich breit und je mehr man davon außerhalb der Beziehung hört, um so mehr gewinnt die Sache an Fahrt und Gesprächsstoff.

So gibt es zig berühmte Beispiele von Prominenten, die beim Seitensprung ertappt wurden. Mit der Berichterstattung in der Öffentlichkeit steigt jedoch die Akzeptanz und Toleranz. Erfährt man mehr vom vermeintlichen Hintergrund erreicht man sogar eine Meinungsbildung, die von totaler Verurteilung bis hin zum Verständnis reicht. Die Gesellschaft hat sich diesbezüglich über die Jahrhunderte ständig weiterentwickelt und ihre Regeln für ein Zusammenleben verändert. Was in den 50er Jahren noch Tabuthema war, wird in unserer heutigen Zeit ganz selbstverständlich medial aufbereitet und für einen Großteil der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Familie zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Immer wieder hört man in Gesprächen schnell heraus, was die Menschen stört und was sie eben nicht (mehr) wollen. Fragt man dann konkret nach, was sie denn wollen, erhält man oft keine wirkliche Antwort. Bietet man zudem für das ein oder andere Problem eine unkomplizierte Lösung an, ist das Gespräch oft schneller zu Ende als dem Kümmerer lieb ist. So sollte es in der Regel nicht laufen, wenn man denn konstruktiv und ernsthaft Veränderungen erreichen möchte. Manifestieren sich starre Bedingungen, wie Partnerschaft, Familienleben und die Zeit miteinander verlaufen sollen, erzeugt das immer mehr Anspannung als Entspannung.

Für die betreuten Mitarbeiter im Familienservice bieten wir täglich rund um die Uhr die Möglichkeit ihre Fragen zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie loszuwerden. Auch delikate, schwierige, kleine und große Herausforderungen können sie uns diskret anvertrauen und sich einer Antwort gewiss sein.

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