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MINT – Zukunft schaffen

MINT - Zukunft gestalten - Gräbe, Groepler-Roeser

Ja, hinter MINT verbirgt sich Zukunft. Ein Zukunft, die wir schon seit Jahren mit unserem Handeln als Menschen beeinflussen. Der demografische Wandel fordert Tribut. Weniger Kinder, weniger Schulabgänger, weniger Auszubildende und auf die, die verbleiben richtet sich das Augenmerk von Politik und Wirtschaft. Lernen sollen Sie, aber das was gebraucht wird, das Richtige vielleicht, wenn denn einer wüsste, was das wirklich ist.

Hinter dem Wort MINT verbergen sich die Fächergruppen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wussten Sie, dass Sachsen „Das Land der Ingenieure“ die höchste Anzahl an diesen Stunden im Unterricht enthält? Und trotzdem gibt es heute schon einen Mangel an Fachkräften im MINT-Bereich, der kaum aufzuholen ist. In erster Linie geht es bei MINT-Förderung nicht nur um Talenteförderung sondern vor allem darum MINT differenzierte Lernangebote mit altersgerechten, didaktisch gut aufbereiteten MINT-Angeboten für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Außerdem gilt es in Zusatzangeboten, die interessierten Jugendlichen zu fordern und zu fördern. So bietet die Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik seit Jahren solche Zusatzangebote für SchülerInnen an. Und auch in einer Stadtrallye wird beispielhaft klar, dass MINT um uns herum ist. Leipzig hat als Wissenschaftsstandort jede Menge tolle außerschulische Lernorte zu bieten. Diese erschließt man am Besten in Zusammenarbeit mit den Schulen und Lehrkräften – denn was beflügelt mehr als ein Blick direkt ins Mikroskop im Labor?

Die Autoren von „MINT – Zukunft schaffen. Innovationen und Arbeit in der modernen Gesellschaft “ stellen sich der Zukunft mit den Worten: „Wir stehen damit vor der Herausforderung, auf einen Pfad nachhaltiger Entwicklung im Einklang mit der – natürlichen, kulturellen und sozialen – Umwelt und Mitwelt einzuschwenken.“ Im Mittelpunkt des Bandes stehen die Materialien des Workshops MINT – Zukunft schaffen. Innovation und Kreativität am 23. und 24. September 2011 in Leipzig.

Prof. Hans-Gert Gräbe, der als Mitarbeiter der Universität Leipzig im Bereich der Betrieblichen Informationssysteme verortet ist, befasst sich seit vielen Jahren mit dem Wandel in der modernen Gesellschaft. Gemeinsam mit seinem Mitautor Ingo Groepler-Roeser aus der Gesellschaft für digitale Medien, Kunst und Kultur führte er seit Anfang 2011 die Leipziger Gespräche zum digitalen Wandel durch. Naturwissenschaften und Mathematik sind überall. Die Komplexität und Effizienz bei MINT besteht wohl darin, sich bereichsübergreifend mit den Dingen zu befassen. Mathematik im Heft schafft allenfalls Grundlagen. Erlebbar und verstehend wird Mathematik dann, wenn man Sie anwendet. Und das machen wir als moderne Menschen im Alltag öfter als uns bewusst ist. Ebenso verhält es sich mit Physik und Chemie. Zu wissen, dass den geöffneten Fenstern im Haus der physikalische Vorgang zum Wärmeaustausch zugrunde liegt, ein muss für den modernen Mensch.

Die Dichter und Denker in Deutschland waren oft Allrounder! Sie studierten und lernten ein ganzes Leben. Sie komponierten und forschten. Rainer Thiel, Autor von Mathematik – Sprache – Dialektik führt aus: „Also ist zu prüfen, ob es genügt, die bewundernswerten Abstraktionen Galileis bei der Analyse des freien Falles im Physik-Unterricht zu vermitteln, oder ob den heranwachsenden Bürgern auch die Kombination physischer Elemente der Produktionsprozesse vertraut zu machen sind. Abstrahieren und Isolieren, Zusammenwirken und Kombinieren ist entscheidend auch für das Verständnis gesellschaftlicher Prozesse.“ Eine kraftvolle Erkenntnis der Publikation ist „Die Menschheit braucht MINT, doch MINT braucht auch die Menschheit“!

Alles andere als einfach und immer diskutabel die Lehren für den modernen Mensch von heute. Eine Möglichkeit sich u.a. mit den Autoren ins Gespräch zu begeben, ergibt sich am Freitag, den 29.6.2012 von 15 bis 18 Uhr beim MINT-Plenum des MINT-Netzwerkes Leipzig von 15:00 bis 18:00 Uhr zur im Lipsius Bau der HTWK, Raum 207.

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