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Für Mitglieder des Führungskräfteverbandes ULA ist arbeiten bis 67 Jahre kein Problem

Logo: Führungskräfteverbandes ULA (c) ula.de

So früh wie möglich in eine Frührente? Für eine Mehrheit der Führungskräfte der deutschen Wirtschaft ist dies kein Thema – vorausgesetzt die Rahmenbedingungen im Unternehmen stimmen. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Umfrage des Führungskräfteverbandes ULA unter den rund 1.200 Mitgliedern seines Umfragepanels „Manager Monitor“.

Demnach wären 27 Prozent der Befragten bereit, bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze berufstätig zu bleiben – 31 Prozent sogar über diese Grenze hinaus. Eine Frührente würden lediglich 42 Prozent der angestellten Führungskräfte anstreben, die meisten davon ab 63 Jahren. „Dies gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die Unternehmen ihre Personalpolitik auf das Ziel einer längeren Lebensarbeitszeit ausgerichtet haben“, betont ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme.

Aus Sicht der Führungskräfte bestehen derzeit aber noch massive Defizite beim Umsetzungsstand der dafür notwendigen Maßnahmen. Besonders schlecht bewertet werden die Einbeziehung älterer Arbeitnehmer in die Personalentwicklung, die Möglichkeiten zur Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und der Wissenstransfer von älteren zu jüngeren Arbeitnehmern.

Die Folge: Unter den aktuellen Rahmenbedingungen sind weit weniger Befragte bereit, bis zur Regelaltersgrenze (24 Prozent) oder gar darüber hinaus (18 Prozent) berufstätig zu bleiben.

Laut ULA-Hauptgeschäftsführer Ramme könne die über Jahrzehnte aufgebaute Kultur der Frühverrentung nicht allein durch gesetzgeberischen Zwang überwunden werden: „Hier haben die Unternehmen eine besondere Verantwortung – und alle Trümpfe in der Hand.“ Es sei generell mehr Wertschätzung für ältere Arbeitnehmer nötig, dazu eine methodische Personalentwicklung auch in späten Karrierejahren sowie mehr Flexibilität bei Arbeitszeit und bei Aufgabenzuschnitten. Ludger Ramme weiter: „Unsere Umfrage zeigt: Wenn sich die Unternehmen hier bewegen, sind auch die Arbeitnehmer bereit, den nächsten Schritt zu gehen.“ So könne die Rente mit 67 für viele von einem notwendigen Übel zur echten Chance werden.

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