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Mitgliedschaften sind kündbar

Tacho (c) familienfreund.de

Es schlug ein wie eine Bombe. Der ADAC, größter Automobilclub Deutschlands, hatte bei der Leserwahl zum „Lieblingsauto 2014“ geschummelt. In allen wichtigen und unwichtigen Zeitschriften und Autoblogs wurde die Nachricht aufgenommen und aus allen möglichen Blickwinkeln erneut kommuniziert. Wo hat der ADAC noch manipuliert? War es Strategie oder wurden einzelne Mitarbeiter gekauft? Welche Alternativen gibt es? Ist es anderswo auch so? Und kann man überhaupt schnell den ADAC kündigen?

Im Familienservice blieb der Ansturm aus. Wie bei den meisten Themen gehen die betreuten Beschäftigten sehr besonnen mit ’solchen‘ Situationen um und lernen viel aus der Informationsbereitstellung zur Selbsthilfe. Bei der Bevölkerung war die Reaktion schon deutlicher. Nach eigenen Angaben der Gelben Engel kehrten und kehren im Zusammenhang mit den Manipulationsvorwürfen etwa eine Viertel Million Mitglieder den Rücken. Auf die Mitgliederzahl von knapp über 18 Millionen spielt dies aber keine gravierende Rolle.

ADAC: Gieriger Monopolist oder echter Dienstleister?

Wie auch bei anderen Mitgliedschaften entscheidet jeder selbst über das Pro und Contra. Sind die Leistungen für mich als Halter eines PKW interessant und nützlich? Sind die Kosten für mich tragbar? Rechnen sich die eingeschlossenen Services oder bekomme ich sie ohne Mitgliedschaft bzw. am freien Markt zu gleichen oder ähnlichen Konditionen – aber ohne Bindung? Je nach persönlicher Situation ist die Antwort sehr individuell und kann positiv und auch negativ ausfallen. Ähnlich der Wahl der Krankenkasse/Krankenversicherung hilft nur Gutinformiertsein bei der objektiven Entscheidung.

Bleiben oder kündigen?

Nach dem Mediendesaster stellt sich die Frage nach einer Kündigung der ADAC-Mitgliedschaft manchmal gleich. Bei Einigen kommt sie erst sehr viel später auf. Heutzutage kann man zum Glück fast alles im Netz erledigen und so ist es möglich viele Abonnements, z.b. bei Aboalarm.de, durch vorbereitete Kündigungsschreiben online beenden.

Im Zusammenhang mit einer Kündigung einer bestehenden Mitgliedschaft aus Vertrauens- oder Servicegründen, z.b. beim Fitnessstudio oder Sportverein, bleibt, wenn man die Leistung weiterhin konsumieren will, die Frage nach einer Alternative bzw. Folgelösung. Informations- und Vergleichsportale sind auch hier in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen. Denken sie daran, dass es nichts geschenkt gibt. Prüfen Sie gewissenhaft Pro und Contra, wie bei der tournussmässigen Prüfung Ihres Gas- oder Stromlieferanten.

Alternativen zum ADAC

Die großen Tageszeitungen haben wenige Tage nach den Enthüllungen zum Lieblingsauto 2014 mit Übersichten zu den Automobilclubs in Deutschland aufgewartet. Neben AvD, ACV und ACE wurden dort auch relativ junge Clubs wie der Mobil in Deutschland und der ökologisch ausgerichtet VCD genannt. In diesem Zusammenhang sei auf die Möglichkeiten der Versicherer mit ihren Rechtsschutzangeboten und den Autoherstellern mit ihren Pannenhilfen hingewiesen. Diese können, je nach persönlichem Bedarf, eine gute Alternative zu den Mitgliedschaften darstellen.

Und was ist mit Carsharing?

Besonders für junge Menschen ist das Teilen von Dingen und somit auch das Carsharing ein aktuelles Thema. Bei den Mobilclubs ist vorher unbedingt zu prüfen, ob auch ein nicht persönlich zugelassenes PKW in den Schutz der Mitgliedschaft fällt. Mobil.org hat im Carsharing-Atlas 2013 acht Anbieter von ‚geteilten‘ Autos unter die Lupe genommen und ein Ranking aufgestellt. Und wenn man schon auf der Seite ist, kann man sich über den Premium-Tarif informieren. Dort ist nämlich auch das privat genutzte Fahrzeug – welches nicht das eigene sein muss – von der Mitgliedschaft geschützt.

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