Facebook Zaehlpixel
0341-355408-12 info@familienfreund.de

NACH den Ferien ist VOR den Ferien – Jetzt impfen lassen für die nächste Saison

Gesundheit | Impfkalender (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Wer denkt schon gerne an Krankheiten, wenn die schöne Sommersaison mit vielen Sonnenstrahlen und einem schönen Urlaub gerade vorbei ist? Kaum jemand. Dabei ist „NACH den Ferien auch automatisch VOR den Ferien“. Gerade nach der Sommersaison 2013 kann man an seine Gesundheit für die Saison 2014 denken und sich gegen Hepatitis A und B impfen lassen.

„Beide Impfungen haben eine Vorlaufzeit, in der drei Impfdosen gegeben werden. Deshalb sollte man rechtzeitig damit beginnen, um für die nächsten Ferien einen guten Schutz zu haben“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstand der Deutschen Leberstiftung, anlässlich des 14. Deutschen Lebertages am 20. November 2013. Gerade im Urlaub in südlichen Ländern besteht die Gefahr einer Infektion mit Hepatitisviren, gegen die man sich in Deutschland bereits impfen lassen kann.

Das Robert-Koch-Institut hat 2004 festgestellt, dass über 50 Prozent der nach Deutschland eingeschleppten Hepatitis A-Fälle aus den Mittelmeeranrainerstaaten stammen, so dass auch für Urlauber in diesen Ländern eine Impfung ratsam sein kann. Geimpft werden können Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr sowie Jugendliche und Erwachsene. In Deutschland gibt es eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Sie erfolgt in drei Schritten durch Injektionen. Die zweite Spritze erhält man einen Monat nach der ersten Impfung. Nach sechs Monaten wird dann nochmals geimpft. Danach ist die Impfung vollständig und bietet langjährigen Schutz vor Hepatitis A und B. Wer zu Pfingsten (Anfang Juni 2014) den vollen Impfschutz gegen Virushepatitis A und B genießen möchte, sollte also bis Anfang November mit der ersten Impfung starten.

Es ist auch möglich, Einzelimpfungen gegen Hepatitis A und B zu erhalten. Sollte die Impfung vor Antritt einer Reise noch nicht komplett sein, hat man dennoch einen gewissen Schutz. Es lohnt sich also auch, noch kurz vor einer Reise, sich impfen zu lassen. Bleibt nicht genug Zeit, gibt es außerdem ein beschleunigtes Impfschema, mit dem bei gesunden Erwachsenen auch schneller ein Impfschutz erreicht werden kann.  Die Deutsche Leberstiftung, die Deutsche Leberhilfe e.V. und die Gastro-Liga e. V. organisieren am 20. November 2013 den Deutschen Lebertag, um auf die Impfmöglichkeiten und die Wichtigkeit der Früherkennung von Lebererkrankungen hinzuweisen: www.lebertag.org

Eine Ansteckung mit Hepatitis A-Viren ist über verschiedene Wege möglich. Eisgekühlte Getränke oder unsauberes Trinkwasser sind nur zwei Möglichkeiten. Auch Lebensmittel sollten in den Urlaubsländern immer durchgegart sein, bevor man sie verspeist. Unsaubere Toiletten können ebenso für eine sogenannte Schmierinfektion sorgen, wenn nach dem Toilettengang auch die Händehygiene zu wünschen übrig lässt. So wird das Virus von einer Hand zu nächsten gegeben. Eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus heilt zwar meist folgenlos aus, bedeutet aber häufig vor allem für Erwachsene einen schwierigen Krankheitsverlauf mit längerer Arbeitsunfähigkeit. In seltenen Fällen kann sogar ein Leberversagen entstehen.

Hepatitis B – sexuelle Kontakte, Tattoos und Piercings häufig Ursache für Infektion

Bei der Übertragung des Hepatitis B-Virus stehen Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Scheidensekret im Mittelpunkt. Ungeschützter Geschlechtsverkehr oder verunreinigte Nadeln beim Stechen eines Tattoos im Urlaubsland können für die Ansteckung sorgen. Die Übertragung des Hepatitis B Virus geschieht durch den Austausch von Körperflüssigkeiten Die Gefahr einer Ansteckung ist 100-mal so hoch wie beim HI-Virus. Auch gegen Hepatitis B kann man sich impfen lassen. Seit 1995 gehört die Impfung zu den Standardimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes für Säuglinge, Kinder und Jugendliche empfohlen wird. Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor Hepatitis D, da diese Erkrankung nur in der Kombination vorkommen kann.

Hepatitis C – häufig unbemerkt

Bei der Infektion mit dem Hepatitis C-Virus ist keine vorbeugende Impfung möglich. Diese Form der Hepatitis wird über infiziertes Blut (früher auch: kontaminierte Blutprodukte) übertragen. Auch Spritzen, zum Beispiel beim Drogenkonsum, die nicht steril sind, bedeuten eine hohe Ansteckungsgefahr. Bei einer Hepatitis C-Virusinfektion hilft nur eine frühzeitige Diagnose, damit es nicht zu weiterführenden Schädigungen der Leber kommt. Bei einer frühzeitig erkannten Infektion kann eine medikamentöse Behandlung die Leberschädigung verlangsamen, stoppen oder sogar gänzlich heilen. Hepatitis C ist in 50 bis 80 Prozent der Fälle sogar heilbar.

Hepatitis B und C – beide können Krebs verursachen

Sowohl Hepatitis B als auch Hepatitis C können chronisch verlaufen und zu Krebs führen. Eine Impfung gegen Hepatitis B kann somit eine Impfung gegen Krebs sein. Etwa eine Million Menschen in Deutschland sind chronisch erkrankt. Viele von ihnen, ohne etwas davon zu wissen. Der chronische Verlauf kann zu Fibrose, Leberzirrhose und Leberzellkrebs führen, wenn nicht frühzeitig behandelt wird. Trotz großer Verbesserung in der Hepatitis-Therapie der letzten Jahre nimmt der Leberzellkrebs weiter zu. Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 5.000 Menschen neu an Leberkrebs, weil Lebererkrankungen nicht rechtzeitig erkannt wurden.

Mögliche Zeichen einer Hepatitis-Erkrankung

Die Frühsymptome sind meist nicht spezifisch und können einer Grippe ähneln: Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Gliederschmerzen und leicht erhöhte Temperatur bis etwa 38 Grad. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Übelkeit und Druckschmerzen im rechten Oberbauch. Erst später im Verlauf der Erkrankung können sich dann die typischen Symptome wie Dunkelfärbung des Urins, Gelbfärbung der Haut und der Augen, Hellfärbung des Stuhls, Juckreiz zeigen. Fatalerweise kann eine Hepatitis auch ohne die typischen Lebersymptome verlaufen und damit nur durch einen Bluttest nachgewiesen werden.

Ansprechpartner
Deutsche Leberstiftung
Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender
Bianka Wiebner, Kaufmännische Geschäftsführerin
Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover
presse@deutsche-leberstiftung.de
www.deutsche-leberstiftung.de

Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga) e.V.
Prof. Dr. Peter R. Galle, Vorstandsmitglied
Friedrich-List-Straße 13, 35398 Gießen
geschaeftsstelle@gastro-liga.de
www.gastro-liga.de

Deutsche Leberhilfe e.V.
Prof. Claus Niederau, Vorstandsvorsitzender
Achim Kautz, Geschäftsführer
Krieler Straße 100, 50935 Köln
info@leberhilfe.org
www.leberhilfe.org

Weitere Informationen:

http://www.lebertag.org

Hat Ihnen der Beitrag geholfen? Behalten Sie ihn nicht für sich !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.