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Neue Broschüren: Durch Selbständigkeit zur Doppelkarriere!

Durch Selbstständigkeit zur Doppelkarriere / ifm.uni-mannheim.de

Bereits 1,2 Millionen Paare leben erfolgreich eine Doppelkarriere-Partnerschaft. Besonders unter Selbständigen ist das Doppelkarrieremodell verbreitet. Die Universitäten Mannheim und Hohenheim veröffentlichten eine Studie, die nun in zwei Broschüren zusammengefasst ist.

Das klassische Muster „Der Mann macht Karriere, die Frau verdient hinzu oder bleibt zu Hause“ ist nach wie vor verbreitet. Doch inzwischen belegen 1,2 Millionen Paare in so genannten „Doppelkarrieren“, dass es auch anders geht. Das Konzept der „Doppelkarriere“ umfasst ein Erwerbs- und Lebensmodell, bei dem beide (!) Partner gleichberechtigt eine eigenständige berufliche Karriere verfolgen und diese Ambitionen in Einklang mit Lebensqualität, Partnerschaft und gegebenenfalls mit der Familie bringen wollen. Eine beidseitige Karriere gelingt allerdings nur 8% aller Paare in Deutschland, weshalb sich die Frage stellt, durch welche Erwerbs- und Lebensmodelle dies am besten gelingt.

Dies haben nun Wissenschaftler des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm) und des Stiftungslehrstuhls für Entrepreneurship der Universität Hohenheim (SEH) untersucht. Dazu werteten sie Daten der amtlichen Mikrozensus-Befragung sowie einer eigenen bundesweiten Telefon- und Onlinebefragung mit über 2.000 erwerbstätigen Personen aus. Ergänzend wurden Leitfaden-gestützte Interviews mit Doppelkarrierepaaren und Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und öffentlichen Institutionen durchgeführt.Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative „Frauen an die Spitze“ gefördert.

Die drei wichtigsten Ergebnisse der Studie

1. Selbstständigkeit beschert gutes Einkommen, Arbeitszufriedenheit und Flexibilität

Selbständige realisieren weit häufiger eine Doppelkarriere als abhängig Beschäftigte. Im Schnitt erzielen sie (nicht nur zusammen, sondern auch jeweils einzeln) ein höheres Nettoeinkommen. Dies gilt wenn einer der Partner selbständig ist genauso wie wenn beide Partner unternehmerisch aktiv sind. Zudem zeigt die Studie, dass Selbstständige ihre Arbeit in vielen Fällen flexibler gestalten können als dies in einer abhängigen Beschäftigung möglich ist: Knapp drei Viertel können ihre Arbeitszeit weitgehend frei einteilen und ihren Arbeitsort frei wählen. Es wundert daher nicht, dass die befragten Selbständigen wesentlich häufiger als abhängig Beschäftigte mit ihrer beruflichen Laufbahn und auch ihrer Tätigkeit zufrieden sind.

2. Selbständigkeit ermöglicht bessere Vereinbarkeit von Kind und Karriere

In Doppelkarriere-Partnerschaften, in denen die Frau selbstständig und dabei gleichzeitig erfolgreich ist, finden sich mehr Paare mit Kindern als wenn beide Partner abhängig beschäftigt sind. „Dies illustriert, dass eine beruflich selbstständige Erwerbsarbeit vielen Paaren zumindest die Chance bietet, zwei Karrieren und die Familie aufeinander abzustimmen“, sagt Projektleiter Dr. René Leicht vom ifm .

3. Hausarbeit bleibt tendenziell Frauensache

Trotz der aufgezeigten Chancen, welche eine berufliche Selbständigkeit für Doppelkarrierepaare bietet, erweisen sich im Hinblick auf die Haushaltsführung die klassischen Geschlechterrollen als vergleichsweise stabil. Frauen übernehmen grundsätzlich den höheren Anteil der Hausarbeit, selbst wenn sie in gleichem Maße erwerbstätig sind wie Männer. Zwar sind drei Viertel der selbstständigen Frauen mit ihrem Familienleben sehr zufrieden, aber beinahe genauso viele klagen dennoch über Konflikte zwischen Arbeit und Familie.

 

Die Broschüren „Über Karriereerfolg im Partnerschaftskontext “ und „Über Karriere im Lebensverlauf und Vereinbarkeitsfragen in Partnerschaften “ stehen zum Download zur Verfügung.

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