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nicht besitzen, aber zahlen – Umfrage: 70 Prozent der Mieter tragen Modernisierungskosten selbst

Sorgen um das Geld (c) geralt / pixabay.de

(djd/pt.) Wenn Mieter ihre Wohnsituation verbessern wollen, müssen sie in der Regel selbst die Modernisierungskosten tragen. Und das ist häufiger der Fall, als die meisten denken: Die TNS Infratest Sozialforschung machte die Probe aufs Exempel und befragte knapp 1.500 Mieter, in deren Wohnung Modernisierungen vorgenommen worden waren. 70 Prozent der Mieter gaben an, dass sie diese Maßnahmen selbst übernommen hätten, in 25 Prozent der Fälle trug der Vermieter die Kosten und in vier Prozent beteiligten sich beide Seiten an den Ausgaben.

Tipp für Mieter

Vor diesem Hintergrund hat Jost Hemming, Geschäftsführer des Landesverbands Hessen e. V. des Deutschen Mieterbunds, einen Tipp für Mieter, die auf eigene Faust renovieren oder umbauen wollen: „Auch wenn eine Modernisierung immer eine Wertverbesserung der Wohnung und somit prinzipiell im Sinne des Vermieters ist, sollte dessen Genehmigung eingeholt und anschließend mit ihm unbedingt eine schriftliche Modernisierungsvereinbarung getroffen werden. In der Vereinbarung sollte stehen, welche Maßnahmen vorgenommen werden, was sie wert sind und ob und wie der Mieter seine Investition ‚abwohnen‘ kann. Außerdem sollte die Modernisierungsvereinbarung regeln, was mit den Investitionen beim Auszug geschieht.“

Rechnerisch zahlen über eine Million hessischer Haushalte ihre Modernisierungskosten selbst

Wenn davon auszugehen ist, dass 70 Prozent der Mieter Modernisierungen selbst übernehmen müssen, dann wären davon immerhin 1,043 Millionen der insgesamt rund 1,491 Millionen hessischen Haushalte betroffen (Zahlen aus dem Jahr 2008). Peter Marc Stober von der LBS weiß: „Solche Erfahrungen bringen in manch einem Mieterhaushalt den Stein ins Rollen. Erst ärgert man sich über die Kosten für die Modernisierung, dann wächst der Wunsch nach dem eigenen Heim und schließlich wird der erste Bausparvertrag abgeschlossen.“ Unter www.lbs-ht.de erfährt man, wie der Bausparvertrag mit staatlicher Förderung und dem Wohn-Riester-Konzept zum Wohneigentum führt.

Was ist eigentlich eine Modernisierung?

Im Rahmen einer Modernisierung kann es darum gehen, den Gebrauchswert der Wohnung zu verbessern. Das ist beispielsweise beim Einbau neuer sanitärer Anlagen oder beim Schallschutz der Fall. Der Einbau eines Fahrstuhls kann ebenfalls dazu zählen. Sehr häufig wird vor allem aber modernisiert, um Energie einzusparen. Alle Maßnahmen, die helfen, den Verbrauch von Strom, Gas, Heizöl oder anderen Brennstoffen zu reduzieren, zählen zu den Modernisierungsmaßnahmen. Und zwar unabhängig davon, ob sie dem einzelnen Mieter oder der Mietergemeinschaft zugutekommen.

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