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plätze frei, freie plätze

Haus und Familie auf Tafel (c) S. Hofschlaeger / pixelio.de

so oder so ähnlich schallt es denn, wenn die zentralstelle zur vergabe von studienplätzen (zvs) und die mitgliedshochschulen wollen schon ab september durch das internet. alles muss raus. am mittwoch, 15. juli, endete die bewerbungsfrist für die meisten studiengänge. am 1. september soll dann die seite http://www.hochschulstart.de/ ans netz gehen – und für einen überblick über alle restplätze sorgen. im portal listen die unis und fh’s selbst auf, welche fächer sie anbieten – zur zeit 8927 grundständige studienmöglichkeiten an gut 350 hochschulen.

„die restplätze werden unter den angehenden studenten verlost“, sagt bernhard scheer. das prozedere habe es schon immer gegeben, nur eine bundesweite plattform dafür gefehlt. scheer warnt vor zu großen hoffnungen: „es handelt sich nur um wenige plätze.“ außerdem hänge der erfolg davon ab, ob die hochschulen tatsächlich rechtzeitig ihre freien plätze eintragen und die bewerbungen schnell bearbeiten, so die juso-hochschulgruppen.

den finger in die wunde legt dieses portal auf jeden fall. an vielen bildungsübergängen wird heranwachsenden und ihren familie oft klar, dass es einfach nicht genügend plätze gibt. besonders beliebte einrichtungen, profile oder eben studiengänge können das angebot gegenüber dem wachsenden bedarf nicht stillen. sei es der wechsel vom elternhaus in die krippe, die aufnahme in den kindergarten, der platz an der ersatzschule mit besonderem  konzept, das auslosen des platzes am gymnasium oder aber letztlich der kampf um den studienplatz – eine vielzahl von bildungskarrieren werden bereits frühzeitig geknickt.

eine förderung und forderung bzw. eine stärkenorientiertes besuchen von bildungseinrichtungen ist oft unmöglich. intransparente vergabeverfahren, nasenpolitik und falsche informationen setzen hier das i-tüpfelchen! und wer keinen platz bekommt, dem hilft auch das wissen nicht weiter, dass er es nochmal versuchen kann oder später dazukommen, denn für den moment ist der betroffene schlichtweg einfach abserviert und muss die zeit „bis dahin“ überbrücken.

so werden aus potentiellen künstlern naturwissenschaftler aus motivierten studienanfängern langzeitstudenten und aus hochmotivierten grundschülern demotivierte jugendliche und erwachsene, die einfach nur irgendeinen job suchen!

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