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Postbank Studie: Mehrheit der Deutschen befürwortet neuen Pflege-Bahr

Altenpflege (c) geralt / pixabay.de

Eine staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung ab 2013 – nach dem Bundesgesundheitsminister Pflege-Bahr genannt – wird von der Bevölkerung positiv bewertet. Laut repräsentativer Umfrage der Postbank befürworten 46 Prozent der Deutschen das ab kommendem Jahr geplante Angebot. Nur 23 Prozent halten dies für keine gute Sache, 31 Prozent sind noch unentschieden oder machen keine Angabe.

(ddp direct) Hintergrund: Ab 2013 sollen Angestellte, die neben der gesetzlichen Pflegeversicherung auch privat für den Pflegefall vorsorgen, monatlich fünf Euro als staatlichen Zuschuss erhalten. Voraussetzung ist, dass die eigene Sparleistung mindestens zehn Euro im Monat beträgt. Der Versicherungsumfang muss zudem mindestens ein Pflege-Tagegeld von 20 Euro oder monatlich 600 Euro Unterstützung in Pflegestufe III ergeben.

Realistische Einschätzung der Pflegekosten – aber erst wenige handeln

Die Deutschen befürworten laut Postbank-Erhebung den neuen „Pflege-Bahr“, weil sie die Kosten im Pflegefall sehr realistisch sehen. So schätzen die Bundesbürger ab 16 Jahren die monatlichen Heimkosten bei Pflegestufe III auf 3214 Euro. Dies liegt sehr nahe an den tatsächlichen Kosten, die je nach Bundesland etwas variieren. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung betragen hier im Normalfall nur bis zu 1550 Euro im Monat. Eine private Zusatzvorsorge ist daher sinnvoll.

Bislang gibt aber erst jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) an, das Pflegerisiko bereits in seiner Finanzplanung für das Alter zu berücksichtigen. Dagegen erklärt fast jeder Dritte (30 Prozent), dass dies für ihn „keine Rolle spielt“. Der Rest ist noch unentschieden (17 Prozent) oder hat sich dazu lediglich „schon Gedanken gemacht“ (32 Prozent).

Auffällig ist, wie stark das Bewusstsein vom Lebensalter abhängt. So geben von den Berufstätigen unter 30 Jahren exakt 40 Prozent an, dass für ihre Finanzplanung das Pflegefallrisiko „keine Rolle spielt“. Unter den Berufstätigen ab 50 Jahren sind dies mit 20 Prozent aber bereits nur noch halb so viele.

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